Freudenberg

Wünsche geäußert Straßen und Feldwege in Wessental waren Thema beim „Mobilen Rathaus“ / Besserer Informationsfluss bezüglich Brückensanierung

Mit Anliegen der Bürger auseinandergesetzt

Wessental.Im Rahmen des „Mobilen Rathauses“ in Wessental trugen Ortschaftsräte und Bürger zahlreiche Wünsche an Bürgermeister Roger Henning und die Verwaltung heran. So wurde unter anderem die dringend nötige Feldwegsanierung im Gewann Langert angemahnt.

Henning betonte, Freudenberg habe auf seiner Gemarkung über 70 Kilometer Feldwege, die immer wieder Thema seien. „Es ist schwierig, diese alle in gutem Zustand zu halten.“ Auch wenn man bereits viele Verbesserungen erreicht habe, gebe es in diesem Aufgabengebiet noch viel zu tun. Ein Hauptproblem sei die Wasserführung auf den Feldwegen.

Haushaltslage nicht rosig

Er verwies aber auch darauf, dass die Haushaltslage der Stadt aktuell gar nicht rosig aussehe. Etwas Geld könne man über ein Förderprogramm für Feldwege erhalten. Er bat darum, alle Schäden zu melden, man werde eine Prioritätenliste für das Gebiet der Gesamtstadt erstellen. Matthias Gallas, Leiter Fachbereich II, berichte über den Weg im Langert, ein Stück von diesem am Wald sei asphaltiert, die Wurzeln der Bäume drücken den Belag hoch. So sei der Weg nicht gut zu befahren.

Gleiches Problem gibt es beim Feldweg nahe der „Nabu Hütte“. Hier wird der Weg so hochgedrückt, dass sogar eine Art Sprungschanze entsteht. Das Förderprogramm sei für die Ortsteile interessant. Aktuell stelle man einen Plan auf, welche Wege für das Programm in Betracht kommen. „Es geht um die Förderung von Hauptwirtschaftswegen, diese Voraussetzungen sind bei den genannten Wegen erfüllt.“

Man müsse vor der Sanierung auf den Förderbescheid warten und dann Geld im Haushalt einplanen. „Die Sanierung von einem laufenden Meter Feldweg kostet 150 Euro.“ Dieses Jahr könne man wohl keine Sanierungsmaßnahmen mehr vornehmen, bedauerte er.

Hinsichtlich der Kritik am Zustand von Straßen innerhalb des Dorfs verwies Henning auf die aktuelle Erstellung eines Straßenzustandskatasters durch Fachfirmen. Dabei werden Zustand, Unterbau und Frequentierung durch alle Verkehrsarten erfasst. Mit den Daten wird eine Prioritätenliste erstellt, welche Straßen am nötigsten saniert werden müssen. Diese wird Grundlage für Entscheidungen des Gemeinderats. Aus Reihen des Ortschafsrats wurde Kritik am Kriterium der Frequentierung geäußert. Dörfer mit weniger Einwohnern seien hier im Nachteil. Henning erwiderte, aus diesem Grund beziehe man auch Fußgänger und Radfahrer mit in die Werte ein.

Grundstücke kaufen

Zum Sachstand des Grundstücksankaufs am Zugang zum Fußballplatz sagte er, die Verhandlungen über den Ankauf laufen. Die Grundstücke befinden sich aktuell im Besitz der Stadt Wertheim. Erst wenn dieser Kauf abgeschlossen ist, könne man den Bürgerwunsch nach Befestigung der dortigen Fläche erfüllen. Diese wurde angeregt, da sich auf dem Platz Container für Altkleider und Altglas befinden.

Gefragt wurde, ob eine Rodung im Bereich Wildbach möglich sei, denn hier wuchere alles zu. Laut Gallas zählt der Bach als Gewässer zweiter Ordnung. Bei diesen dürfe an den Randstreifen nichts weggeschnitten werden. Per Definition gehört innerorts der Bereich bis fünf Meter über der Mittelwasserhöhe zu diesem Schutzbereich. Außerorts seien es sogar zehn Meter.

Die Bürger hoben hervor, dass die hohen Bäume in diesem Bereich den Sportplatz verschatten und außerdem dafür sorgen, dass dieser schlecht abtrocknet. Henning sagte zu, man werde prüfen, welche Rückschnittmöglichkeiten rechtlich möglich sind. Gefragt wurde nach den Regelungen für überstehenden Bewuchs an privaten Grundstücken. Gallas erklärte, Nachbarn hätten Anspruch darauf, dass Bewuchs, der auf ihr Grundstück reicht, zurückgeschnitten wird. Hängen die Teile auf öffentlichen Grund, kann die Stadt den Besitzer zum Rückschnitt auffordern.

Weiterhin thematisiert wurde die Transparenz der Arbeit von Verwaltung und Gemeinderat. Henning verwies auf das Ratsinformationssystem, das auch Bürgern Informationen zu den Sitzungen der Gremien bietet. Zudem erhalten alle Bürger kostenlos über das Amtsblatt Informationen verschiedenster Art. So wird man in ihm auch alle Kandidaten zur Kommunalwahl veröffentlichen. Überarbeitet wird zudem aktuell die Neubürgerbroschüre.

Henning informierte über die Sanierung der städtischen Brücke in Wessental. Nach umfänglicher Prüfung sei festgestellt worden, dass diese erforderlich ist. Bei der ersten Ausschreibung hatte sich kein Bieter für die Arbeiten gefunden. Nun können die Arbeiten endlich beginnen. Dem Land Baden-Württemberg dankte er für die Einrichtung eines neuen Förderprogramms für solche Maßnahmen.„Ohne die 50 Prozent Zuschüsse ginge es nicht.“

Er bat die Bürger um Verständnis für Einschränkungen während der Bauzeit. Bei Problemen im Zusammenhang mit der Maßnahme sollten sie sich an den Ortsvorsteher wenden. Man versuche dann, diese zu lösen.

Sperrung der Brücke

Die Anlieger wünschten sich einen besseren Informationsfluss zu Baubeginn und den geänderten Abfahrtszeiten der Busse wegen der Brückensperrung.

Gallas sagte, die Sperrung sei letzte Woche erfolgt und wurde am gleichen Tag an den Ortsvorsteher gemeldet und auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht. Auch die Baufirma sei dazu verpflichtet gewesen, die Anlieger zu informieren.

Die Busfahrer hätten die Schüler über die früheren Abfahrtszeiten informiert, auch diese stehen zudem auf der Internetseite. Henning nahm die Kritik der Anwohner auf und versprach, Informationsflüsse weiter zu optimieren. bdg