Freudenberg

Aktion „Radhelden“ 140 Kinder aus Freudenberg und den Ortsteilen nehmen teil / Lehrer bringt Fahrräder mit Hänger zur Schule

Mit viel Spaß die Geschicklichkeit üben

Archivartikel

Die Aktion „Radhelden“ kommt nach Freudenberg. Fast die Hälfte der 140 teilnehmenden Kinder wird aus den Ortsteilen stammen.

Freudenberg. Die Vorfreude auf den kommenden Dienstag ist bei den Grundschülern aus Freudenberg und Rauenberg bereits am vergangenen Mittwoch groß. Die Jungen und Mädchen der Lindtalschule Freudenberg und der Eichwald-Grundschule Rauenberg werden ein besonderer Tag rund um das Radfahren erleben.

Die Aktion „Radhelden“ des Württembergischen Radsportverbands kommt nach Freudenberg. An verschiedenen Stationen werden die Kinder mit viel Spaß Geschicklichkeit und Sicherheit beim Radfahren üben. Das Rad ist als Fortbewegungsmittel beim Nachwuchs nicht nur in der Freizeit beliebt.

Berg zu steil

Katja Roth, Schulleiterin der Lindtalschule und ihrer Außenstelle in Rauenberg, erklärte im FN-Gespräch: „Viele Kinder in Freudenberg kommen mit dem Rad oder Tretroller zur Schule.“ In Rauenberg sei der Berg zur Schule zu steil für einen Schulweg via Rad. Die Viertklässler der Lindtalschule sehen klare Vorteile in der Nutzung des Fahrrads.

„Man fährt nicht so viel Auto und tut etwas für die Gesundheit“, berichtete die zehnjährige Sarah. Die neunjährige Evelin ergänzte: „Es ist besser für die Umwelt und geht sogar schneller als mit dem Auto.“ Auf die Radhelden freuen sich die Kinder nach eigener Aussage, weil man sich dabei bewegen kann, Spaß hat und etwas mit der ganzen Schule unternimmt.

Roth fügte hinzu: „Ich finde total wichtig, dass Kinder ihre Balance üben und Fahrsicherheit trainieren“. Zudem sei es schön, dass beide Schulen etwas gemeinsam machen, so stärke man das Zusammenwachsen, und Schüler lernen sich besser kennen. Auf die Aktion wurde Roth vor über einem Jahr im Internet aufmerksam.

„Uns reizte die Möglichkeit, mit den Kindern den sicheren Umgang mit Rad und Roller zu trainieren und mit der Aktion die Kinder aller Jahrgangsstufen ansprechen zu können.“

Grundschullehrer Peter Häfner hatte sich damals beim Radsportverband nach den Konditionen erkundigt. Dabei stellte sich heraus, dass man die Schüler beider Standorte zusammenfassen muss, um die vorgeschriebene Mindestteilnehmerzahl zu erreichen. Zu den aktuell 81 Schülern aus Freudenberg kommen 60 Kinder aus den Ortsteilen dazu, die die Eichwaldgrundschule besuchen.

Bei der Organisation hatte sich die Frage gestellt, wie die Räder aus den Ortsteilen zur Lindtalschule kommen. Einige Drahtesel werden direkt von den Eltern gebracht. „40 Räder müssen wir selbst abholen“, so Roth. Dazu hatte Häfner einen großen Anhänger besorgt. Mit diesem sammelt er die Kinderräder am Montagnachmittag in den Ortsteilen ein und fährt sie nach Freudenberg. „Wichtig ist, dass wir die Räder genau mit Name und Klasse kennzeichnen und beim Ausladen gleich richtig sortieren.“ Nur so gelinge am Dienstagmorgen eine schnelle Zuordnung.

Stationstandorte

Die Materialien für alle Stationen bringt die Aktion „Radhelden“ komplett mit. Außerdem stellt sie einen Trainer als Leiter. Die Betreuung der Stationen übernehmen elf aktive Lehrkräfte, 14 Elternteile von Kindern beider Schulstandorte sowie ehemalige Kollegen der beiden Schulen. Aufgebaut werden die acht Stationen auf dem Sportplatz, der Fläche vor der Turnhalle und den beiden Pausenhöfen.

Neben den sportlichen Stationen wird es einen Infostand zur gesunden Ernährung der AOK geben. Zwei Obststände der Fördervereine der beiden Schulen sorgen für eine gesunde Stärkung bei diesem besonderen Schulvormittag.