Freudenberg

Verbandsversammlung Wasserzweckverband bestätigt Wilfried Mayer als Verbandsrechner

Mittel aus Stuttgart gefordert

Archivartikel

Freudenberg.„Reine Routine“– so könnte man Inhalt und Ablauf der Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung Main-Tauber am Dienstag unter der Leitung des Vorsitzenden, Freudenbergs Bürgermeister Roger Henning, kurz beschreiben.

Nach entsprechenden Erläuterungen durch Henning und den später einmütig für ein Jahr wiederbestellten Verbandsrechner Wilfried Mayer, stellten die Mitglieder zunächst einstimmig die Jahresrechnung 2017 fest. „Es war ein normales Jahr“, sagte Mayer. Die Kostenumlage erhöhte sich um 18 000 Euro auf 419 000 Euro und ist in einem durch Satzung festgelegten Verhältnis von den Mitgliedern des Zweckverbandes, der Stadt Freudenberg und den Stadtwerken Wertheim, zu tragen.

Die Wasserabgabe lag in etwa auf dem Niveau des Jahres 2016, wobei Freudenberg rund 15 000 Kubikmeter weniger, Wertheim circa 8000 Kubikmeter mehr bezog. In diesen Zahlen sind, laut Mayer, die Eindämmung der hohen Wasserverluste in Freudenberg und die witterungsbedingte Steigerung des Wasserverbrauchs enthalten.

Wie im Jahr zuvor beschlossen, erhielten die Verbandsmitglieder eine Eigenkapitalrückführung in Höhe von insgesamt 500.000 Euro. Dem steht die Aufnahme eines Darlehens in der gleichen Größenordnung gegenüber. „Der Zweckverband ist und bleibt ein gesundes Unternehmen“, so Mayer überzeugt.

Wirtschaftsplan verabschiedet

Einstimmig verabschiedet wurde der Wirtschaftsplan für das, bereits zur Hälfte verstrichene, Jahr 2018. Dieser sieht im Erfolgsplan Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 485.000 Euro vor, im Vermögensplan von je 600.000 Euro. Wie der Verbandsrechner informierte, haben die Stadtwerke ein Instandhaltungs- und Wartungsprogramm für Hochbehälter und Pumpwerke gestartet, womit auch der hohe Reparaturstau aufgelöst werden solle.

Noch immer wartet der Zweckverband auf die Förderzusage für die Umsetzung des zweiten Teils der Optimierung der Wasserversorgung. Der entsprechende Antrag sei noch in der Schwebe, bedauerte Henning. Man befinde sich damit in einer schwierigen Situation, denn die zu unternehmenden Schritte seien ja praktisch vorgegeben.

Bestandteil des Konzeptes waren auch Erneuerungsmaßnahmen am Pumpwerk Eichelsee. Immerhin diese konnte man beginnen, nachdem die vorzeitige Baufreigabe erteilt wurde. „Das duldete keinen Aufschub mehr“, machte Thomas Beier, Geschäftsführer der Stadtwerke Wertheim, deutlich. Alle Beteiligten, die Städte Freudenberg und Wertheim sowie die Stadtwerke hätten sich bei den entsprechenden Stellen nachhaltig für die vorzeitige Baufreigabe stark gemacht. Die Kosten der Maßnahme bezifferte Beier auf rund 460 000 Euro. „Wir gehen davon aus, bis September fertig zu sein.“

Wertheims Bürgermeister Wolfgang Stein stellte fest, dass die Wasserversorgung sicher sei. Wenn man von Stuttgart aus darauf bestehe, dass ein weiteres Standbein für die Notfallversorgung geschaffen werden müsse, dann müssten auch die notwendigen Mittel dafür bereitgestellt werden, so Stein.

Laut Beier gibt es hinsichtlich des Förderantrags Rückfragen, die noch offen seien und „keine Veranlassung, von unserer Seite aus etwas zu tun“.

Für die Stadt Freudenberg erwarte der Zweckverband, auch aufgrund des hohen Wasserpreises, eine Höchstförderung von 80 Prozent, für den Wertheimer Anteil habe man die Förderung auf knapp unter 40 Prozent hochgerechnet, so Wilfried Mayer. ek