Freudenberg

Baugebiet „Maueräcker“ Gemeinderat beschloss Erschließung des zweiten Abschnitts

Neun neue Bauplätze für Rauenberg

Archivartikel

Freudenberg/Rauenberg.Bald wird es wieder Bauplätze in Rauenberg geben. Der Freudenberger Gemeinderat hat die Erschließung des zweiten Abschnittes im Baugebiet „Maueräcker“ beschlossen.

Gut zehn Jahre hat es gedauert, jetzt werden in Rauenberg wieder Bauplätze erschlossen. Der Freudenberger Gemeinderat fasste in seiner Sitzung am Montag einstimmig den dazu notwendigen sogenannten „Billigungsbeschluss“ für den zweiten Abschnitt im Baugebiet „Maueräcker“ und vergab im Anschluss auch gleich die ersten Aufträge für notwendige Ingenieurleistungen.

Neun Bauplätze sollen entstehen, erläuterten Bürgermeister Roger Henning und Fachbereichsleiter Matthias Gallas. Und für diese Flächen gebe es bereits sechs Interessensbekundungen. Die zur Erschließung anstehenden Flurstücke befinden sich alle im Eigentum der Stadt, was den Vorteil hat, dass diese später die Flächen mit einer Bauverpflichtung belegen kann.

Obgleich in der Vorlage entsprechende Werte genannt wurden, solle man mit „Zahlen extrem zurückhaltend“ umgehen, so Gallas. „Die Zeiten haben sich geändert. So billig wie im ersten Bauabschnitt wird es nicht mehr.“ Das unterstrich auch der Bürgermeister. „Die Leute wissen, dass es seit 2006 erhebliche Preissteigerungen gegeben hat“, meinte er. Grundstückspreise von 65 Euro für den Quadratmeter, wie seinerzeit, werde man nun nicht mehr erreichen können. Manfred Zipf (CDU) sah den Bedarf für neue Bauplätze gegeben und erklärte zudem, man solle darauf achten, dass für die Erschließungsstraße eine „vernünftige Führung“ gewählt werde. Und sie solle so gestaltet sein, „dass wir sie auch noch bezahlen können und die Kosten möglichst niedrig gehalten werden“, ergänzte Klaus Weimer (Freie Wähler). Die Erschließung sei für die Kommune jetzt erst einmal teuer, da man in Vorleistung gehen müsse, erklärte Gallas. Dank des Interesses von Bauwilligen gebe es aber Aussicht auf eine schnelle Refinanzierung der Kosten. „Man muss langfristig denken“, so Bürgermeister Henning. „Wir haben später auch Einnahmen von den Menschen, die dort wohnen.“

Vom Gemeinderat vergeben wurden dann die Aufträge für notwendige Ingenieurleistungen. Den Zuschlag für die geologischen Untersuchungen und für die Gesamtbaumaßnahme Erschließung erhielt jeweils das Büro Walter und Partner aus Tauberbischofsheim. Die geologischen Untersuchungen schlagen mit knapp 1854 Euro brutto zu Buche, die Erschließungsleistungen mit rund 55 050 Euro. Ausgenommen ist die Leistungsphase vier, die die Ausschreibung betrifft. „Die machen wir im Rathaus selbst“, begründete der zuständige Fachbereichsleiter. „Damit kann der Ortsvorsteher die frohe Botschaft mit nach Rauenberg nehmen“, meinte abschließend der Bürgermeister.

Siegbert Weis (CDU) zeigte sich zuversichtlich, „dass das läuft, wie von uns erhofft“. ek