Freudenberg

Konzert Verbandsjugend-Projektorchester des Musikverbands Untermain spielte im Pavillon am Freudenberger Maingarten

Publikum genoss gute Unterhaltung

Archivartikel

Freudenberg.Viele Gäste kamen trotz der Hitze am Sonntagmittag zum Pavillon am Freudenberger Maingarten, um das Platzkonzert des Verbandsjugend-Projektorchesters des Musikverbands Untermain zu genießen. Die rund 50 jungen Musiker zwischen elf und 23 Jahren boten mit Blasinstrumenten und Schlagzeugen ein abwechslungsreiches, gelungenes Konzert.

Dieses wurde mit dem Stück „Viva la Musica“ eröffnet, das extra für den Musikverband geschrieben wurde. Dem Verband gehören die Vereine aus dem Landkreis Miltenberg sowie einige Vereine aus dem angrenzenden Hessen und Baden-Württemberg an. Eines der 66 Mitglieder ist die Stadtkapelle Freudenberg.

Die Mitwirkenden stammen aus Musikvereinen des gesamten Verbandsgebiets. „Leider sind noch keine aus Freudenberg dabei“, bedauerte Orchesterleiter Norbert Langeheine. Caroline Becker vom Tourismus und Kulturbüro der Stadt Freudenberg freute sich, dass die Musiker trotz der Hitze „für uns“ spielten.

Das Stück „Schmelzende Riesen“ griff den Klimawandel auf. Das Werk für symphonische Blasorchester beschreibt einleitend mit langsamen Klängen die Erhabenheit der Gletscher. Es folgt flott die musikalische Darbietung einer Fahrt mit dem Hundeschlitten durch die Arktis. Der dritte Teil ist ein getragenes Klagelied der Gletscher. Laut Langeheine gehört das Stück zu den Favoriten der meisten Orchestermitglieder.

Wie er im FN Gespräch berichtete, proben diese regulär in ihren Musikvereinen. Einmal im Monat trifft sich das seit Februar 2016 bestehende Projektorchester zur Probe in Großwallstadt, um zwei Konzerte pro Jahr vorzubereiten.

In Freudenberg erklang unter anderem „A vision of the first light“ von Satoshi Yagisawa, das sehr gefühlvoll musikalisch einen Sonnenaufgang beschreibt. Das Stück biete gute Übungsmöglichkeiten die Intonation zu verbessern, so Langeheine.

Mit „Moenus Inferior“ spielten die Musiker ein Stück, dass eines ihrer Mitglieder selbst komponiert hat. Übersetzt bedeutet der Titel des Marschs „Verbandsgebiet Untermain“. Es folgte actionreiche Filmmusik aus der Agentenparodie „Johnny English“.

Dem Disney-Film „Rapunzel“ gewidmet war das „Tangled Medley“. Es besteht aus Ausschnitten fünf bekannter Lieder aus dem Film, unter anderem „Endlich sehe ich das Licht“ und „Wann fängt mein Leben an.“ Das Stück und sein Vortrag vermittelten sehr viel Emotion. Mit „Welcome to the jungle“ bewiesen die Musiker, dass man auch Hardrock für Blasorchester gelungen arrangieren kann. Mit „The great locomotive Chace“ wurden die Zuhörer in die Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs versetzt. Es beschreibt musikalisch eine wilde Verfolgungsjagd auf den Schienen.

Zum Abschluss erklang „A klezmer Karnival“ von Philip Sparke, eine Mischung von Tanzmelodien teils voller Freunde, teils voller Melancholie. Auf Wunsch das Publikums folgten zwei Zugaben. Die jungen Musiker verabschiedeten sich mit „September“ von Maurice Whire, Al McKay und Allee Willi sowie mit dem „Fliegermarsch“ von Hermann Dostal. bdg