Freudenberg

Ortschaftsrat tagte Wessental bekommt bald einen neuen Tummelplatz / Zahlreiche Anregungen von Bürgern

Reges Interesse am geplanten Spielplatz

Wessental bekommt einen neuen Spielplatz. Zahlreiche Bürger informierten sich bei einer Ortschaftsratsssitzung über das Projekt und brachten Anregungen mit.

Wessental. Die Vorstellung der Planungen für den neuen Spielplatz in der Nähe des Dorfgemeinschaftshauses stand am Dienstag bei der Sitzung des Wessentaler Ortschaftsrates auf der Tagesordnung. Deswegen kamen auch zahlreiche Besucher. Die Bürger, darunter auch Kinder und Jugendliche, waren dazu eingeladen, ihre Verbesserungsvorschläge einzubringen.

„Auf einen Sandspielkasten verzichten wir nach Rücksprache mit den Eltern“, berichtete Ortsvorsteher Roland Hildenbrand zu Beginn. Das Problem sei, dass sein solcher schnell zum Katzenklo werde.

Der Fallschutz der Spielgeräte solle in Kies oder mit Hilfe von Matten ausgeführt werden. Welche Variante gewählt werde, stehe noch nicht fest. „Ich persönlich präferiere die Matten, sie sind zwar in der Anschaffung teurer aber letztlich pflegeleichter.“

Für den neuen Spielplatz stehen 15 000 Euro Mittel im Haushalt der Stadt Freudenberg zur Verfügung. Das Projekt werde aber rund 2000 Euro teurer. Die Mehrkosten werde man durch Eigenleistung kompensieren.

Hinsichtlich der Planung war es dem Ortschaftsrat wichtig, dass für jede Altersklasse ein Spielgerät dabei sei. Vorgesehen sei weiterhin die Installation eines Wasser und Stromanschlusses. „Wir hoffen, wir bekommen das letzte Grundstück im Bereich des neuen Spielplatz noch dazu, dann könnte dort ein Festplatz entstehen“, so Hildenbrand.

Er erinnerte daran, dass der Ortschaftsrat das ursprünglich geplante komplette Auffüllen des Geländes verhindert hatte. Hier hatte man Sicherheitsbedenken, da die gesamte Fläche dann auf Niveau der Straße gelegen hätte. Das Gelände wird nun nach unten Richtung Bach abfallen. Im Bereich vor dem Bach soll es rund einen Meter aufgeschüttet werden.

Es sind zwei Zugänge geplant. Neben Treppen ist auch eine Rampe als barrierefreier Zugang vorgesehen. Richtung Bach und Richtung Straße sollen Schutzmauern beziehungsweise Schutzzäune zur Sicherheit der Kinder stehen.

Viele Spielgeräte

Als Geräte sind ein Spielhaus, ein Federbalancierbalken, eine Vogelnest-Schaukel und zwei Sitzschaukeln, eine Einzelfeder-Wippe, ein Drehteller aus Edelstahl sowie ein Zweifachreck vorgesehen.

Weiterhin wird es eine Sitzgruppe und einen eckigen Abfallbehälter mit Verkleidung geben. Man setzt auf splitterfreies, farbechtes und vandalismussicheres Material. Damit seien, so der Hersteller der Geräte, die Wartung und die Folgekosten minimal.

Der in der Sitzung anwesende Nachwuchs war mit den Planungen zufrieden. Von den Erwachsenen kamen einige Vorschläge. So wurde auf die Bedeutung ausreichender Beschattung hingewiesen. Hildenbrand erklärte, einer der Bäume des Geländes bliebe erhalten, sonst seien bisher keine weiteren Schattenspender geplant. Aus der Bürgerschaft wurde vorgeschlagen, weitere Bäume an passenden Stellen zu pflanzen. Bis diese groß genug sind, um Schatten zu spenden, könnte man ein Sonnensegel errichten.

Enttäuscht waren die Mitglieder des Ortschaftsrates darüber, dass man die gewünschte Wasserspiele nicht realisieren konnte. Selbst die Kommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ habe empfohlen, das Thema Wasser aufzugreifen, meinte der Ortsvorsteher.

Das Bauamt habe jedoch auf die Vorschriften verwiesen. Diese besagten, dass solch ein Spielgerät mit Trinkwasser betrieben werden müsse. Deshalb habe man es nicht vorgesehen. Es wurde angeregt, dass man vom vorgesehenen Wasseranschluss aus bereits Leitungen für ein Wasserspielgerät vorbereiten solle. Werde der Spielplatz später erweitert, lasse sich ein Wasserspiel dann einfacher ergänzen. Matthias Fleischer formulierte den Wunsch, den Spielplatz künftig durch eine Wassertretanlage zu ergänzen. So könne man eine Mehrgenerationennutzung anstreben.

„Das wird ein Spielplatz mit Geräten, die wir noch nie hatten“, freute sich Hildenbrand und verwies auf den bisher sporadischen Spielplatz außerhalb des Orts. Sabine Stellrecht-Schmidt, Mitarbeiterin im Familien-, Senioren- und Integrationsbüros (FSI-Büro) Freudenberg und freischaffende Künstlerin bot an, die Mauern am Spielplatz in einem Jugendprojekt zu gestalten. Von dieser Idee waren Räte und Bürger angetan. Auch erste Designideen wurden skizziert. Der Ortschaftsrat stimmte dem vorgelegten Plan einstimmig zu und betonte zugleich, man müsse bei der Verwaltung darauf hinwirken, dass die in der Sitzung gesammelten Ideen mit umgesetzt werden.

Hildenbrand informierte dann noch darüber, dass die Arbeiten für die Vorbereitung der Sanierung der Gemeindebrücke am Hirsch in den nächsten vier Wochen beginnen würden. Im ersten Schritt werde eine Fläche aufgefüllt. An dieser werde ein Fußgängerbehelfssteg errichtet. Die Sanierung der Brücke werde etwa drei Monate dauern. Danach werde mit den Vorbereitungen für den Spielplatzbau begonnen.