Freudenberg

Gemeinderat Arbeiten an der Brücke am „Hirschen“ in Wessental muss verschoben werden / Baufirmen haben in den Sommerferien Urlaub

Sanierung nun im Jahr 2019 vorgesehen

Archivartikel

Die Sanierung der Brücke am „Hirschen“ in Wessental verzögert sich. Die Arbeiten können nicht in den Sommerferien durchgeführt werden, da die Baufirmen Urlaub haben.

Freudenberg. Es waren keine wirklich guten Nachrichten, die Bürgermeister Roger Henning und Baufachbereichsleiter Matthias Gallas in der Sitzung des Freudenberger Gemeinderates verkünden mussten. Die Brücke am „Hirschen“ in Wessental kann nicht, wie vorgesehen, in den Sommerferien saniert werden. Denn auf die am 21. März veröffentlichte Ausschreibung der Bauarbeiten hatten zwar vier Firmen die entsprechenden Unterlagen angefordert.

Ein Angebot abgegeben hat letztlich aber keine von ihnen. Der Grund dafür war vor allem der genannte Zeitraum, den man als Auftraggeber gewählt hatte, um die Behinderungen in der Ortschaft so gering wie möglich zu halten, in dem die Unternehmen aber selbst meist Urlaub machen und ansonsten die Kapazitäten zu gering sind.

Man werde nun im vierten Quartal noch einmal eine Ausschreibung vornehmen und den Ausführungszeitraum „im Laufe des Jahres 2019“ festlegen, erläuterte Gallas.

Dabei wolle man aber gleichwohl darauf achten, dass dieser in den Ferien liege, da die Brücke von Schulbussen genutzt werden müsse. „Wir sind nicht glücklich darüber. Aber es ist, wie es ist“, kommentierte Freudenbergs Bürgermeister Roger Henning die Situation.

Kirchstraße in Boxtal

In der Kirchstraße in Boxtal, von der Einmündung der Kreisstraße bis in den Bereich des Gasthofs „Rose“ kam es in den vergangenen Jahren gehäuft zu Wasserrohrbrüchen. „Schuld“ daran ist vor allem das Alter der Leitungen. Die Stadtwerke Wertheim haben deshalb deren Sanierung dringend empfohlen. Das soll nun geschehen.

Den Auftrag für die notwendige Baugrunduntersuchung erteilte der Gemeinderat einstimmig dem Ingenieurbüro Walter und Partner in Tauberbischofsheim zum Preis von rund 2532 Euro brutto.

Auch für die anschließenden Ingenieurleistungen erhielt diese Firma den Zuschlag. Hier liegt der Preis bei knapp 22 203 Euro brutto. Die vorläufige Kostenschätzung für die Maßnahme selbst beläuft sich auf 184 000 Euro.

„Aufgrund der weisen Beschlüsse des Gemeinderates“, sprich der entsprechenden Gebührenkalkulationen, könne man mit einer Maximalförderung von 80 Prozent rechnen, so Matthias Gallas. So sei es auch vorgesehen, meinte der Baufachbereichsleiter auf die Anregung von Klaus Weimer (Freie Wähler), die Hausanschlüsse im öffentlichen Grund mit zu berücksichtigen. Zugehen werde man diesbezüglich auch auf die Hauseigentümer, „aber zwingen können wir sie nicht“, ergänzte Bürgermeister Henning.

Anmerkung

Im weiteren Verlauf der Sitzung äußerte Siegfried Berg (CDU) die Ansicht, der schadhaftere Teil der Strecke sei eigentlich der nach dem Gasthof. Hier müsse man sich auf die Aussagen der Vertreter vor Ort verlassen, erklärten Bürgermeister und Fachbereichsleiter. ek