Freudenberg

Baumaßnahme Gute Ausgangssituation, aber mangelnde Spiel- und Erlebnisqualität

See soll attraktiver werden

Freudenberg.Erst wenn die neue Saison wieder beendet ist, kann damit begonnen werden, im und am Freudenberger Badesee attraktivitätssteigende Maßnahmen zu installieren. Geplant ist zunächst ein Spiel- und Erlebnisbachlauf mit Sand-Matsch-Bereichen für Kinder.

Einen Vorentwurf hierfür stellte Diplom-Ingenieur Claus Schmitt von der „Wasserwerkstatt“ in Bamberg am Montag in der Sitzung des Gemeinderates vor. Schmitt bescheinigte der Anlage insgesamt „vom Parkplatz über die Liegewiese bis zum Baumbestand eine hervorragende Ausgangsposition“, konstatierte aber auch eine „mangelnde Spiel- und Erlebnisqualität für Kinder und Familien“.

Dem soll jetzt ein Stück weit abgeholfen werden. Dazu vorgesehen sind verschiedene Materialien wie Sand, Stein, Holz und Beton, ein Bach, dessen Bett aus Pflaster- und, zumindest im oberen Bereich, bunten Keramiksteinen bestehen soll, eine Holzrinne als Abzweigung soll zum Sand-Matsch-Bereich führen.

Als Spielgeräte sind Matschtische mit Kurbelpumpe vorgesehen. Mittels Ziehwehren kann das Wasser gestaut werden, Wassersprühdüsen bilden einen zusätzlichen Spaßfaktor. Sitzblöcke und Holzdecks sollen zum Verweilen einladen.

In einer groben Schätzung werden die Kosten, einschließlich von Stegen im Wasser und Wasserbereich, auf fast 200 000 Euro geschätzt. Um Fördermittel nicht zu verlieren, muss die Maßnahme öffentlich ausgeschrieben werden, machte Schmitt deutlich. Und damit kann sie auch nicht mehr, wie man es eigentlich vorhatte, vor der Badesaison realisiert werden. „Das ist ein bisschen ärgerlich“, räumte Bürgermeister Roger Henning ein, verwies aber auf Kriterien, die erfüllt sein müssen, um Zuschüsse erhalten zu können.

Schmitts Information, dass das Wasser für den Sand-Matsch-Bereich aus dem Badesee entnommen wird, führte zu einigen Nachfragen. So zeigte sich etwa Roland Hildenbrand (CDU) irritiert darüber, dass anders als beim Spielplatz in Wessental keine Trinkwasserqualität notwendig sei. Laut einschlägiger DIN-Norm, so der Diplom-Ingenieur, sei dies nur erforderlich, wenn die Wasserquelle den Anschein einer Trinkwasserquelle erwecke.

Bürgermeister Henning kündigte die Ausschreibung der Maßnahme für den 6. Mai an. Der Baubeginn wird dann im September sein. ek