Freudenberg

Jugendarbeit Eigene Räume werden derzeit hergerichtet, damit sich junge Leute in den Ortschaften treffen können

Sichtbare Zeichen für die Jugendlichen setzen

Freudenberg.Eigentlich stand der Bericht über die Jugendarbeit in Freudenberg ja schon auf der Tagesordnung der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause. Weil Melanie Maier da aber erkrankt war, konnte sie ihn erst jetzt erstatten. Und das war vielleicht auch gut so, denn in den zurückliegenden Wochen hat sich einiges getan, insbesondere bei der Schaffung von Räumen für die angepeilte Zielgruppe (wir berichteten).

Mobil unterwegs

Als sozialraumorientierte, mobile Jugendarbeit beschrieb Sozialpädagogin Maier ihre Tätigkeit in diesem Bereich vor dem Gremium. Sie ist aufgrund einer Kooperation von der Stadt Freudenberg und dem Caritasverband im Tauberkreis im Büro für Familie, Integration und Senioren vornehmlich für Integrations- und Quartiersmanagement zuständig.

Junge Menschen einbeziehen

Als Zielsetzung nannte die Referentin unter anderem, Jugendliche an Entscheidungsprozessen zu beteiligen und ihr Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Zu den konkreten Projekten, an denen man gemeinsam arbeite, zähle die Schaffung von Treffpunkten. In Wessental gibt es schon einen Jugendraum, ein mobiler Treff in Form eines Wohnwagens für die jungen Leute in Rauenberg und Boxtal wurde gerade seiner Bestimmung übergeben.

In Ebenheid arbeitet man daran, eine ehemalige Bankfiliale in einen Jugendtreff zu verwandeln und in Freudenberg laufen Gespräche mit der Kirchengemeinde über eine Reaktivierung des früheren KJG-Raumes. Jede Menge sichtbarer Zeichen also, dass sich in einem Bereich, der in Freudenberg lange Zeit ein Schattendasein führte, etwas tut.

Jetzt müssen nur noch mehr als bisher diejenigen, auf die die Bemühungen zielen, erreicht und zum Mitmachen bewegt werden. In der Jugendarbeit wolle man Stück für Stück Bausteine aufeinanderschichten, sagte Bürgermeister Roger Henning. Im Auge habe man die rund 270 Kinder und Jugendlichen im Alter von elf bis 18 Jahren, denn für die bis Zehnjährigen gebe es schon super Angebote, die Älteren seien mobil.

Wichtig sei es ihm festzustellen, „wenn die Jugendlichen was wollen, dann sollen sie zu uns kommen“. Man sei immer bereit, sie anzuhören, so der Bürgermeister.

Offenes Ohr

Stadtrat Siegbert Weis (CDU), der auch Ortsvorsteher in Rauenberg ist, bat darum, bei Terminen in den Ortschaften auf die lokalen Gegebenheiten – wie Gottesdienstzeiten – zu achten. ek