Freudenberg

Neun neue Bauplätze Verantwortliche informierten am Dienstag über den aktuellen Stand der Arbeiten im Rauenberger Neubaugebiet „Maueräcker“

„So schnell wie möglich beginnen“

Seit rund vier Wochen rollen im zweiten Bauabschnitt des Rauenberger Neubaugebiets „Maueräcker“ die Bagger. Insgesamt werden dort neun Bauplätze zwischen 500 und 860 Quadratmeter entstehen.

Rauenberg. Bei einem Vororttermin informierten die Bauverantwortlichen über die Arbeiten für das Rauenberger Neubaugebiet „Maueräcker“. Vor fast vier Wochen sind die ersten Bagger angerollt, die nun das Gelände vorbereiten. Entstehen sollen hier insgesamt neun Bauplätze. Sie werden eine Größe zwischen 500 und 860 Quadratmetern haben.

Ortsvorsteher Siegbert Weis freute sich über die Erweiterung des Neubaugebiets. Die Grundstücke des ersten Bauabschnitts aus den Jahren 2006/07 seien schnell verkauft gewesen. „Wir waren alle über das große Interesse überrascht“, so Weis. Auch für den nun in Angriff genommenen zweiten von drei möglichen Bauabschnitten gebe es bereits sechs ernsthafte Interessenten. „Sie wollen so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen.“

Baufortschritt zeigen

Bürgermeister Roger Henning erklärte über den angesetzten Termin, dass man keinen klassischen Spatenstich wollte, sondern den Baufortschritt zeigen.

Aktuell laufen unter anderem die Kanalbauarbeiten. Das Wetter für die Arbeiten sei bisher „so lala“ gewesen. Er sei froh, dass man für die Erweiterung einen neuen Weg gehe. Statt wie bisher erst mit der Erschließung zu beginnen, wenn alle Bauplätze verkauft waren, gehe die Stadt nun in Vorleistung. Die Baukosten belaufen sich auf rund 329 000 Euro, zusammen mit dem Grundstückserwerb liegt laut Aussage der Stadtverwaltung das Investitionsvolumen bei rund 380 000 Euro. Im Vorfeld der Arbeiten habe es im Rathaus eine Besprechung mit den Bauinteressenten gegeben. „So konnten wir deren Wünsche berücksichtigen.“

Der Verkaufspreis für die Grundstücke sei mit 94 Euro pro Quadratmeter nicht teuer. Dem gegenüber stehen Eschließungskosten, die in den letzten zwei bis drei Jahre explodiert seien.

Henning verwies zudem auf die vielen neuen Fördermöglichkeiten für Familien, wie das Baukindergeld. „Zusätzlich erstattet die Stadt vom Kaufpreis des Grundstücks pro Kind einer Familie 3000 Euro. Diese erstatten wir auch bei Geburt der Kinder bis drei Jahre nach dem Kauf.“

Christopher Hoffmann vom Ingenieurbüro Walter und Partner aus Tauberbischofsheim stellte die technischen Daten der Erschließung vor. „Es werden 90 Meter Schmutzwasserkanal und 200 Meter Wasserleitung verlegt.“ Letztere werde im Ringschluss an das bestehende Netz angeschlossen. Die Straße erhält einseitig einen Gehweg und auf der anderen Seite ein Schrammbord. Die Straße wird als Ringverbindung zu den bestehenden Straßen der Maueräcker ausgeführt. Internetnutzung wird sogar durch einen direkten Glasfaseranschluss möglich sein.

Henning betonte: „Ein Internetanbindung durch Glasfaser ist ein gutes Verkaufsargument, denn heute fragen Bauherren zuerst nach Internetversorgung und Kindergartenplätzen.“ Zur Wasserleitung bemerkte er, der Ringanschluss verhindere, dass Wasser in der Leitung stagniere. „Das verbessert die Wasserqualität.“

Andreas Spachmann von den Stadtwerken Wertheim erklärte, die Stromversorgung erfolge durch ein 450 Meter langes Kabel ebenso als Ringeinspeisung. Und Bauleiterin Viviane-Francine Farkhondehpour von Zöller Bau aus Legfurt fügte an, dass man bisher im Bauzeitplan liege. Lediglich zwei Ausfalltage wegen Regens habe es bisher gegeben.

Fertigstellung in drei Monaten

Die Arbeiten sollen bis Ende Juni 2019 fertiggestellt sein. Bürgermeister Roger Henning brachte am Ende der Baustellenbegehung seine Freude darüber zum Ausdruck, dass hier in Kürze neues leben einziehen werde.