Freudenberg

Viertes Projektkonzert „Wir mal anders“ mit über 50 Mitwirkenden sorgte in Rauenberg an zwei Abenden für große Begeisterung beim Publikum

Vier Orte, vier Akkorde und „Thousand years“

Archivartikel

Rauenberg.Perfekte Klänge und gute Unterhaltung von der ersten Sekunde bis zum letzten Ton erlebten die Gäste des Konzerts „Wir mal anders“ am Freitag und Samstag in der Raubachhalle.

Der Gesangverein Sängerbund Rauenberg hatte über 50 Mitwirkende auf die Bühne gebracht. Beim vierten Projektkonzert des Vereins drehte sich alles um diese Zahl.

So wirkten Sängerinnen und Sänger aus den vier Ortschaften Rauenberg, Wessental, Boxtal und Mondfeld mit. Auf der Bühne zu hören waren der der Männerchor (Leitung Egon Schmidt), ein Ensemble aus neun Sängerinnen und Sängern, der gemischte Projektchor des Konzerts sowie der Jugendchor (Leitung dieser Chöre Natalie Hirsch und Madeleine Weis).

Eine weitere Besonderheit des Konzerts war die musikalische Begleitung durch die Band „Primetime“, deren Sängerin Daria Steiniger aus Rauenberg kommt. So wurden viele der gesungenen Hits von E-Gitarren, Schlagzeug und Keyboard der Band begleitet, außerdem gab es Songs bei denen Band und die Chöre Liedteile im Wechsel performten. Madeleine Weis erklärte im FN-Gespräch: „Das Lied „4 chords“ war das erste Lied, welches wir probten. Darauf hatten wir Lust.“ So sei die Idee entstanden, Lieder auszuwählen, die nur mit vier Akkorden einer Tonart begleitet werden. „Das hat nicht komplett geklappt, ein paar musikalisch anders aufgebaute Lieder sind nun doch dabei“, ergänzte sie. Diese Form der Liedbegleitung sei jedoch ausschlaggebend für das Konzertprinzip der Vier gewesen. Dieses spiegelte sich in allen Punkten von Dekoration über Musik bis hin zur Anzahl der verschiedenen Speisen wieder.

Mit vier Schauspielerinnen und Schauspielern war die Theater AG der Comenius Realschule Wertheim (Leitung Bernadette Latka) vertreten. Die Schüler verdeutlichten bei veschiedenen Songs pantomimisch deren Inhalte. Einige Lieder der Chöre wurden von den Chorleiterinnen sowie Johanna Weißenborn am Klavier begleitet. Bei den dargebotenen Liedern traten Chöre und Ensemble in wechselnder Besetzung auf. Die Liedauswahl und Ideen für den Abend hatten die Mitwirkenden gemeinsam entwickelt.

Durch den Abend führte Susan Weißenborn. Mit einer kleinen Geschichte über Paul, der in der Disko seine Traumfrau fand, führte sie in den ersten Konzertblock ein. Dabei waren die Liedtitel geschickt in die Erzählung eingebaut.

Das Konzert begann mit dem Chorvortrag der Erwachsenen mit den Liedern „Hulapalu“ und „Atemlos.“ Der Jugendchor mit Mitwirkenden von zehn bis 16 Jahren sang „80 Millionen“ und „Nur zu Besuch“. Gemeinsam mit dem Projektchor sangen die Kinder zudem „Happy Ending.“ Das letzte Stück begleitete die Theater AG mit ihrer Darstellung der jugendlichen Gefühlswelt zwischen Liebe und Schüchternheit. Es folgten die Männer und Frauen mit „Ich lass für dich das Licht an“, „Gewinner“, „I’m yours“ und „Forever young“. Die Theater AG leitete mit ihrer Darstellung das Stück „Paparazzi“ ein. Nach „Let it be“ folgte mit „4 chords“ von Mark Brymer das Stück, welches der Ideengeber für das Konzert war. Mit gemeinsamer Stimmkraft erklangen beim Song eine Mischung bekannter Hits.

Den zweiten Teil des kurzweiligen Abends eröffneten Band und Projektchor mit Totos „Africa“. Zur Einführung des Songs „Zombie“ zeigten die Schauspieler das Leben zwischen Freundschaft und Krieg. „A thousand years“ wurde mit der Darstellung von Inhalten des Songtext und Gefühlen pantomimisch begleitet. Gesanglich weiter ging es mit „Otherside“ und „Some nights“. Alle Lieder dieses Blocks entsprachen dem Schema der vier Begleitakkorde.

Mit Unterstützung des Chors sang die Band „Chöre“ von Mark Forster, dabei klatschte das Publikum kräftig im Takt mit. Die Lieder des vierten Blocks beschrieben dann den Choralltag. Eine Chorstunde (Marke Wise Guys) gab es für die Zuhörer mit „Nur den Refrain“ – und natürlich sangen alle Gäste mit. Sie ließen aber nur den Refrain des Songs erschallen, denn in diesem heißt es, dass man sich die Strophen einfach nicht merken könne. A cappella erfolgte der Auftritt des Männerchors. Sie sangen „Chorsingen ist Diktatur“ und eine deutsche Fassung von „Country Roads“. Chor und Band performten anschließend „Dorfkind“ von den „Dorfrockern“. Dabei war zu spüren, dass sie auch persönlich hinter dem Liedtext und dem Dorfleben stehen.

Den letzten Block des Abends leiteten zwei Soloauftritte von Primetime ein. Auf „High hopes“ folgte „Cordula Grün.“ Anschließend ließen die Chöre nochmal den Hitmix „4 chords“ erklingen.

Mit einer Zugabe verabschiedeten sich die Mitwirkenden vom Publikum. Dieses dankte für den gelungen Abend mit andauerndem Applaus.