Freudenberg

Hoher Besuch Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch sprach beim politischen Frühschoppen des CDU-Stadtverbandes Freudenberg

Wohnen auf dem Land attraktiv gestalten

Friedlinde Gurr-Hirsch sieht in der Schaffung des Gemeinschaftshauses oder des „Heimarthofs“ ideale Vorhaben, die zur Begegnung der Bevölkerung einen wesentlichen Beitrag leisten können.

Wessental. Prominenten Besuch konnte der Bürgermeister und Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes von Freudenberg, Roger Henning, im sanierten Dorfgemeinschaftshaus des Stadtteiles Wessental, beim politischen Frühschoppen seiner Parteifreunde begrüßen.

Die Staatssekretärin aus dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz aus Stuttgart, Friedlinde Gurr-Hirsch (MdL), war zu Gast und sie bescheinigte den Wessentaler Bürgern, dass sie in vielen freiwilligen Arbeitsstunden, unterstützt durch die Förderung mit Mitteln aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) mit dem Dorfgemeinschaftshaus ein echtes Schmuckstück geschaffen haben, in dem man sich zum ungezwungenen Gespräch, geselligen Veranstaltungen oder zum Seniorennachmittag treffen könne. Dies sei ganz im Sinne der Landesregierung, die sich die Erhaltung und Förderung der Dorfstrukturen und die Gleichbehandlung von Ballungsraum und ländlicher Gegend auf die Fahnen geschrieben habe.

Für die 2014 begonnene Umnutzung des ehemaligen Wessentaler Rathauses zum barrierefreien Dorfgemeinschaftshaus wurden rund 1200 freiwillige Arbeitsstunden durch die Einwohner geleistet, wie Bürgermeister Hennig in seinen Grußworten hervorhob, in denen er neben der Staatssekretärin auch den Ehrenbürger der Stadt Freudenberg, Altbürgermeister Heinz Hofmann und die Bundestagsabgeordnete Nina Warken willkommen hieß. Die CDU-Kandidaten der Stadt Freudenberg wollen sich nach den Worten ihres Vorsitzenden auch in Zukunft nach dem Motto „Heimat bewahren, Zukunft gestalten“ ganz in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Dafür habe man in den letzten Wochen die Stadtteilbesichtigungen durchgeführt, um zu sehen, wo Handlungsbedarf bestehe. Eines der kommenden Großvorhaben der Stadt sei der dringend notwendige Bau eines neuen Bauhofes. Dafür verspreche man sich auch finanzielle Unterstützung durch die Landesregierung, denn alleine könne die Stadt das Projekt nicht stemmen.

An dieser Stelle nannte Henning bereits abgeschlossene Maßnahmen wie die Ganztagsbetreuung in allen Kindergärten, die Verbesserung des öffentlichen Personen Nahverkehrs durch die Einführung des Ruftaxi, die Einführung der Verlässlichen Grundschule, die Einrichtung des Familien- und Integrationsbüros und den Abschluss der Breitbandverkabelung. Dies alles konnte nur durch die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat und mit Unterstützung der gesamten Bevölkerung gelingen. Ein aktuelles Bespiel dafür sei der Frühschoppen, den der Heimatverein Wessental-Wildbachtal, organisiert habe.

Die Staatssekretärin, die vor noch nicht zu langer Zeit auch bei der Eröffnung des „Heimarthofes“ im Freudenberger Stadtteil Rauenberg vor Ort war, sah in den beiden Projekten, der Sanierung und neuen Nutzung des ehemaligen Rathauses Wessental als Dorfgemeinschaftshaus und der Realisierung des „Heimarthofes“ in Rauenberg, ideale Vorhaben, die zur Begegnung der ganzen Bevölkerung in einer Ortschaft einen wesentlichen Beitrag leisten können.

Das neue Dorfgemeinschaftshaus sei auch eine wichtige infrastrukturelle Einrichtung und sie begrüße, dass der ländliche Raum mit solchen Projekten neue Wege gehe, um dadurch auch die Wohnqualität im ländlichen Raum zu erhöhen. Damit werde nicht nur das Wohnen auf dem Lande attraktiver. In diesem Falle sei auch eine Keimzelle für die Entwicklung des Ortskerns von Wessental entstanden.

Dafür bedürfe es allerdings Menschen, die sich einer solchen Herausforderung stellen und die Chance durch freiwilligen Arbeitseinsatz nutzen.

Mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum und den Förderungen aus dem europäischen Leader-Programm, biete sich dem ländlichen Raum eine einmalige Gelegenheit an zusätzliche finanzielle Unterstützung zu kommen. Das habe auch das Land Baden-Württemberg erkannt und ebenfalls entsprechende Zuschüsse für die Realisierung solcher Projekte zur Verfügung gestellt.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Nina Warken warb in ihrem Grußwort für eine gute Wahlbeteiligung am 26. Mai. Neben den kommunalen Vertretern in Gemeinderat und Kreistag gehe es auch um die Abgeordneten für Europa. „Europa darf uns nicht egal sein“, so Warken, denn die Bundesrepublik habe große Vorteile durch die Gemeinschaft.

Die Weltgemeinschaft setzte auf ein starkes Europa, denn der Weg der Abschottungspolitik führe in die falsche Richtung.

Ein starkes Europa, auf der Basis einer bürgerlichen Mehrheit, sei auch der Garant für eine friedliches Zusammenleben in der Zukunft, so Friedlinde Gurr-Hirsch.