Freudenberg

Haushalt der Stadt Gesamtvolumen von rund 15,8 Millionen Euro

Zahlenwerk beschlossen

Freudenberg.Jetzt fehlt noch die – erwartete – Genehmigung durch das Landratsamt, dann ist der Haushalt der Stadt Freudenberg für 2019 unter Dach und Fach und kann vollzogen werden. Am Montag hat der Gemeinderat das Zahlenwerk einstimmig beschlossen.

Es ist, erinnerte Bürgermeister Roger Henning, der letzte Etat alter Form, der nächste wird nach den Bestimmungen des neuen kommunalen Haushaltsrechts erstellt werden müssen. „Das ist nicht aus dem Handgelenk zu schütteln“, deshalb stünden in diesem Jahr noch zahlreiche Schulungen an. Deren Kosten wiederum unter anderem zu der einen oder anderen Veränderung gegenüber den im Januar im Gemeinderat eingebrachten Zahlen geführt haben.

„Spannend wird es, wenn die Eröffnungsbilanz kommt, insbesondere die Eigenkapitalquote, die bei uns wohl nicht sehr hoch ausfallen wird“, mutmaßte der Bürgermeister.

Auch bei den vom Verwaltungshaushalt zu erwirtschaftenden Abschreibungen sah er künftig Probleme auf die Kommune zukommen. „Das ist für eine Stadt eigentlich nicht zumutbar. Wir sind kein Wirtschaftsbetrieb, wir haben Pflichtaufgaben, die erfüllt werden müssen.“

Diese Pflichtaufgaben werden, sagte Henning, im nun beschlossenen Haushalt ordnungsgemäß abgearbeitet. Daneben gebe es auch Investitionen im notwendigen Umfang. Diese seien zukunftsweisend und betreffen alle Stadt- und Ortsteile. Circa 80 Prozent davon seien Baumaßnahmen. Viele davon habe man mit einem Sperrvermerk belegt, der aufgehoben werde, wenn die notwendige Förderung sicher sei. „Ohne diese dringend benötigten Mittel ist dieser Haushalt so nicht umsetzbar“, machte der Bürgermeister unmissverständlich deutlich.

Fachbereichsleiter Markus Tremmel stellte dann die Veränderungen vor, die sich ergeben haben, seit der Etat im Januar im Gemeinderat eingebracht wurde. Das Gesamtvolumen beläuft sich jetzt auf rund 15,8 Millionen Euro. Das ist ebenso geringfügig weniger als ursprünglich geplant, wie die Kreditaufnahme, die nun mit rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt ist.

Hartmut Beil (SPD) fragte nach den Auswirkungen von Überschüssen beziehungsweise Defiziten im Wasser- und Abwasserbereich auf die Gebührenhöhe. Tremmel wollte sich weder auf sinkende noch auf steigende Preise festlegen lassen, denn die dafür entscheidenden Kalkulationen stünden ja noch aus.

„Wenn wir die Bürger entlasten können, dann machen wir das auch“, versicherte Bürgermeister Henning. Beil war auch aufgefallen, dass die Windkraftanlagen auf Freudenberger Gemarkung und der Schiffsanleger am Main Überschüsse bringen, die der Stadt zugutekommen.

Auch wenn sie seinerzeit nicht unumstritten gewesen seien, handele es sich um gute Beschlüsse für die Kommune. Dieser Auffassung schloss sich der Bürgermeister an. „Davon profitieren wir jetzt“, sagte er. ek