Fußball

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3. Liga aktuell

Archivartikel

Lizenz: Mit dem Drittligisten FC Carl Zeiss Jena bangt ein weiterer Verein um die Lizenz für die kommende Spielzeit 2018/19. Wie die Thüringer nun mitteilten, muss der letztjährige Aufsteiger bis Monatsende einen Betrag zwischen 500 000 und 800 000 Euro nachweisen. Zunächst forderte der Deutsche-Fußball Bund (DFB) gar einen Liquiditätsnachweis von rund 2,2 Millionen Euro. „Wir wollen in den nächsten Tagen verstärkt unsere Sponsoren ansprechen, die noch keinen Vertrag für die neue Spielzeit haben. Daher bin ich optimistisch, die notwendige Summe gemeinsam mit der Thüringer Wirtschaft zu stemmen“, sagte Jenas Geschäftsführer Chris Förster. Unmut: Aktuell erarbeitet der DFB mit allen Vereinen der 3. Liga an Lösungen, um den Ruf der dritthöchsten deutschen Spielklasse wieder aufzupolieren. „Wir arbeiten an Lösungen, die beinhalten, dass die Vereine nachhaltig wirtschaften“, bestätigt Manuel Hartmann, zuständig für das Zulassungsverfahren der dritthöchsten Spielklasse im deutschen Fußball. Nach den Insolvenzen von Rot-Weiß Erfurt und dem Chemnitzer FC macht sich innerhalb der Liga immer mehr Unmut breit. So betont beispielsweise Fortuna Kölns Geschäftsführer Michael Schwetje: „Es kommt nicht von ungefähr, dass 14 von 20 Drittligisten raus aus der Liga wollen. Für viele Klubs ist die 3. Liga nicht ihr natürliches Zuhause. Daher wird es immer Vereine geben, die alles unternehmen werden, um schnellstmöglich in die 2. Liga zu kommen.“ Mehreinnahmen: Ab der kommenden Saison dürfen sich alle Drittligisten über mehr Einnahmen freuen. So erhöhen sich die Einnahmen aus TV-Geldern, zentraler Vermarktung und Nachwuchsförderung mit Beginn der Saison 2018/19 auf knapp 1,28 Millionen Euro. Bisher kassierte jeder Verein rund 937 000 Euro. Zudem wird ab der kommenden Drittligaspielzeit bei allen Partien ein einheitlicher Spielball zum Einsatz kommen. Um nachhaltig arbeitende Vereine zu belohnen, arbeitet der DFB aktuell intensiv an der Erarbeitung eines „Financial-Fairplay“-Konzepts. Zusätzlich prüft der DFB, inwieweit das Lizenzierungsverfahren optimiert werden kann. „Es sollen die Vereine belohnt werden, die vernünftig wirtschaften und planen“, erklärt DFB-Direktorin Heike Ullrich. pati