Fußball

Fußball Im Kreis Tauberbischofsheim beginnen die Entscheidungs- und Relegationsspiele / Gespielt wird heute in Eichel und am morgigen Samstag in Wenkheim

Alle wollen das Tüpfelchen auf dem „i“

Archivartikel

Es sind genau die Spiele, auf die sich viele Fußballfans freuen – und nicht nur diejenigen, dessen Vereine direkt beteiligt sind. Es geht darum, eine erfolgreiche Saison am Ende mit dem Aufstieg zu krönen beziehungsweise eine weniger erfolgreich verlaufene Spielzeit mit dem Klassenerhalt in praktisch letzter Minute doch noch zu retten.

Im Fußballkreis Tauberbischofsheim stehen nun folgende Entscheidungs- oder Relegationsspiele statt: Am heutigen Freitag stehen sich um 18.30 Uhr in Eichel die beiden C-Klassen-Vizemeister SG Oberbalbach/Unterbalbach II und SV Nassig III gegenüber. Der Sieger dieser Partie trifft dann am Mittwoch, 6. Juni, um 18.30 Uhr in einem Relegationsspiel auf den Zwölften der Kreisklasse B, die SG Wittighausen/Zimmern II.

Am morgigen Samstag trifft um 17.30 Uhr in Wenkheim der FC Grünsfeld II als Zwölfter der Kreisklasse A auf die SG Unterschüpf/Kupprichhausen II, die in der Kreisklasse B den dritten Platz belegt hat.

Noch nicht terminiert ist das Relegationsspiel des SV Pülfringen (Dritter der Kreisklasse A) gegen einen Vertreter aus der Kreisliga. Hier muss nach wie vor zunächst das Abschneiden des SV Nassig in der Landesliga abgewartet werden. Erst dann steht nämlich fest, welches Kreisliga-Team letztendlich in die Relegation muss – oder darf (wir berichteten).

Entscheidungsspiel

SG Oberbalbach/Unterbalbach II – SV Nassig III (heute, Freitag, 18.30 Uhr in Eichel): Eine Prognose zum Ausgang dieser Partie wäre nichts anderes als Kaffeesatz-Leserei. Beide Teams haben noch nie gegeneinander gespielt, weshalb es natürlich auch keinen Vergleich zur jeweiligen Spielstärke geben kann. Beide haben eines gemeinsam: Sie sind Vizemeister in der C-Klasse geworden. Der eine in Staffel 1, der andere in Staffel 2. Jetzt darf man gespannt sein, wer sind im Entscheidungsspiel durchsetzt und dann am Mittwoch, 6. Juni, um 18.30 Uhr in Heckfeld im Relegationsspiel auf die SG Wittighausen/Zimmern II (12. der Kreisklasse B) trifft.

Relegationsspiel

SG Unterschüpf/Kupprichhausen II – FC Grünsfeld II (morgen, Samstag, 17.30 Uhr in Wenkheim): Es ist immer die gleiche Frage, die sich vor einem Relegationsspiel stellt: „Wer ist stärker? Eine Spitzenmannschaft der unteren Liga oder ein Kellerkind der oberen?

Für Matthias Bahner, Trainer der SG Unterschüpf/Kupprichhausen II, ist die Ausgangslage klar: „Der FC Grünsfeld II ist favorisiert. Wir dagegen sind nur der Underdog, der allerdings gar nicht so schlechte Außenseiterchancen besitzt“.

Ziemlich überraschend ist Bahners Team Dritter der Kreisklasse B geworden. „Für uns war das wirklich eine sensationelle Saison. Das hat uns eigentlich keiner zugetraut“. Man darf nicht vergessen, dass das Team in der Vorsaison um ein Haar abgestiegen wäre. Für Bahner und seine Mannschaft wäre jetzt ein Aufstieg das berühmte Tüpfelchen auf dem „i“. Nach der „Fusion“ der beiden Vereine TSV Unterschüpf und TSV Kupprichhausen zu Beginn der Saison 2016/17 habe es, so Matthias Bahner, gerade bei der zweiten Mannschaft ein bisschen gedauert, bis jeder Einzelne seinen Platz gefunden habe.

Einen großen Vorteil für sein Team sieht Bahner in der Tatsache, dass die „Zweite“ gemeinsam mit der „Ersten“ trainiert. „Wenn immer viele Spieler da sind, dann ist halt auch immer ein ordentliches Training möglich.“ Und natürlich bringe diese Konstellation gerade für die Spieler der zweiten Mannschaft einen positiven Synergie-Effekt: „Wenn man immer mit Besseren trainiert, dann wird man selbst nach und nach auch stärker.“

Uwe Withopf, Trainer des FC Grünsfeld II, ging es im Vorfeld des Relegationsspieles in erster Linie darum, dass seine Mannen die nicht gerade berauschende Saison auf den Köpfen heraus bekommt. „Wir müssen jetzt genau für dieses eine Spiel alles ausblenden und natürlich alle Kräfte bündeln.“

Für Withopf gibt es gleich mehrere Gründe, warum sein Team in der abgelaufenen Saison die eigenen Erwartungen nicht erfüllt hat. „Wir waren einfach nicht konstant genug, um mehr zu erreichen.“ Einer guten Leistung seien fast immer gleich zwei richtig schlechte Partien gefolgt. „Da müssen wir uns alle selbst an die eigene Nase fassen.“

Hinzu komme, so Withopf, dass man aus verschiedenen Gründen eigentlich nie zwei Mal hintereinander mit der gleichen Aufstellung habe spielen können. „Hinzu kommt noch“, so Withopf, „dass während der Saison gleich mehrere Spieler den Sprung von der zweiten in die erste Mannschaft geschafft haben. Für den Verein war dies natürlich toll, die Zweite hat dies natürlich jedoch richtig hart getroffen.“

Das Schöne an der eigentlich verkorksten Saison sei, dass man sie nun mit einem einzigen Spiel noch retten kann. Trainer Uwe Withopf: „Wir haben jetzt alles selbst in der Hand.“