Fußball

Verbandsliga Württemberg Der FSV Hollenbach möchte mit einem Heimsieg gegen Wangen die Oberliga-Aufstiegs-Chance wahren

„Angstgegner? Das ist mir egal!“

Archivartikel

Die Chancen auf den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg sind noch vorhanden, doch der FSV Hollenbach hat es nicht mehr selbst in der Hand. Er muss auf die Ausrutscher der Konkurrenten hoffen. Die Sportfreunde Dorfmerkingen und die SKV Rutesheim haben zwei Spieltage vor Saisonende zwei Punkte mehr auf dem Konto, und die deutlich bessere Tordifferenz. Gegen den dritten Konkurrenten, den TSV Essingen, steht am letzten Spieltag das direkte Duell aus. Doch vorher ist am Samstag um 15.30 Uhr das letzte Heimspiel der Saison gegen den FC Wangen. Mit einem Sieg will der FSV zumindest die Spannung bis zum Schluss aufrecht halten.

Nicht auf dem Platz stehen werden beim Heimabschluss Manuel Hofmann und Robin Dörner, der sich bei seinem späten Ausgleichstor zum 1:1 gegen Dorfmerkingen wieder verletzte. „Den Punkt gegen Dorfmerkingen können wir jetzt vergolden, wenn wir daheim nachlegen“, sagt Trainer Martin Kleinschrodt. „Ich war mit dem Auftritt zuletzt richtig zufrieden.“

Saisonziel bereits erreicht

Allerdings liegen die Wangener dem FSV nicht. Der Tabellenneunte hat sich zuletzt der Abstiegssorgen so gut wie entledigt. Aber die jüngste Bilanz spricht nicht gerade für die Hollenbacher. Alle drei Duelle seit dem Abstieg in die Verbandsliga gingen verloren. „Viele sagen, das ist unser Angstgegner“, meint Kleinschrodt. „Das ist mir egal. Davon rede ich ungern. Man muss gegen jeden bestehen, wenn man vorne dabei sein will. Wir dürfen die einfach nicht unterschätzen. Vor allem daheim können wir jeden schlagen. Wir sind ja die heimstärkste Mannschaft der Liga.“ Nur vier der 14 Spiele in der „Jako-Arena“ gewannen die Hollenbacher nicht. Dabei soll es auch bleiben.

„Wir wollen auf jeden Fall gewinnen, um im letzten Spiel dann alles auf eine Karte setzen zu können“, sagt Kleinschrodt. „Wir sind mal gespannt. Wir werden wie am letzten Spiel Vollgas geben. Wir wollen ein attraktives Heimspiel bieten. Aber die haben auch Qualität. Ich will auf jeden Fall, dass wir eine engagierte Leistung zeigen.“

Einen allzu großen Druck will er seiner Mannschaft aber nicht machen. Auf die Tabellenkonstellation schaue er aber schon. „So wie es kommt, kommt es. Wenn es reicht, nehmen wir es mit, wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Das Saisonziel ist ja bereits erreicht.“ Die Hollenbacher wollten im vorderen Bereich mitspielen, in den Top fünf oder drei. Und egal, wie die letzten beiden Begegnungen ausgehen, schlechter als Rang vier kann es nicht mehr werden. Und mit dieser Gelassenheit ist wirklich noch etwas möglich in Sachen Aufstieg. . .