Fußball

Kreisliga A Hohenlohe, Staffel 3 Vor dem letzten Spieltag am Sonntag sind alle „internen“ Entscheidungen bereits gefallen / Einige Teams müssen noch abwarten, was in den höheren Ligen passiert

Apfelbach/H. und Igersheim hoffen auf Hilfe

Die Würfel sind gefallen. Am letzten Spieltag der A3, der wie gewohnt bereits am Samstag ausgetragen wird, geht es für zehn der 15 Mannschaften lediglich noch um eine unbedeutende Verbesserung im Tabellenmittelfeld. Nachdem der TSV Dörzbach/Klepsau schon länger als Absteiger und die SGM Weikersheim/Schäftersheim schon nach dem drittletzten Spieltag als Meister feststand, sicherte sich der SV Edelfingen mit seinem späten und glücklichen 4:2-Sieg gegen den direkten Konkurrenten FC Creglingen die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. Wer in die Abstiegsrelegation muss, entscheidet sich nicht mehr auf den Sportplätzen der A3-Clubs, sondern in der Landes-und Bezirksliga. Klar ist seit Sonntag lediglich, dass die SpVgg Apfelbach/Herrenzimmern trotz eines sehr beachtlichen 2:0-Auswärtserfolges in Wiesenbach den vorletzten Platz nicht mehr loswerden kann, da Rivale FC Igersheim durch seinen 3:2-Last- Minute-Erfolg in Klepsau weiterhin drei Zähler Vorsprung hat und das um sage und schreibe 30 Tore bessere Torkonto aufweist. Für die beiden Nachbarn gilt es nun drei Teams aus höheren Spielklassen die Daumen zu drücken: Die TSG Öhringen muss sich im Abstiegskampf der Landesliga zumindest den Relegationsplatz sichern. Gelingt dies, gibt es aus der Bezirksliga Hohenlohe nur drei Direktabsteiger. Da Hessental und Braunsbach schon feststehen, kann es im ungünstigsten Fall nur noch Mulfingen oder Markelsheim/Elpersheim erwischen. Wenn nur ein Verein aus der Bezirksliga in die A3 kommt, bedeutet dies die endgültige Rettung für den FC Igersheim und die Relegationsteilnahme für die SpVgg Apfelbach/Herrenzimmern. Sollten (was eher unwahrscheinlich ist) sowohl der SV Mulfingen als auch die SGM Markelsheim/Elpersheim direkt absteigen, müsste die SpVgg Apfelbach/Herrenzimmern den TSV Dörzbach/Klepsau in die Kreisliga B4 begleiten und der FC Igersheim sich in der Relegation mit dem B4-Zweiten auseinandersetzen.

FC Phönix Nagelsberg – SGM Weikersheim/Schäftersheim (Vorrunde 0:2): Mit dem 3:2-Erfolg beim FC Creglingen stand die SGM Weikersheim/Schäftersheim schon am 26. Mai als Meister fest. Nun legte der zukünftige Bezirksligist auch noch mit 2:1 im letzten A3-Heimspiel gegen Amrichshausen nach und geht mit acht Punkten Vorsprung vor Vizemeister SV Edelfingen in das anspruchsvolle Spiel beim FC Phönix Nagelsberg. Der Neuling aus dem Künzelsauer Teilort lag bis zum 24. Spieltag sehr aussichtsreich im Rennen um die Aufstiegsrelegation, leistete sich dann aber drei Niederlagen in Folge und zuletzt noch zwei Punkteteilungen, die jüngste nach 2:0- Führung am Sonntag im Deutschordenstadion. Ein Sieg gegen den Meister wäre nach dieser Durststrecke ein gelungener Abschluss für den Künzelsauer Teilortclub.

SC Amrichshausen – SV Edelfingen (Vorrunde 2:3): Glückwunsch an den SV Edelfingen, der sich im Aufstiegsjahr auf Anhieb die Vizemeisterschaft in der A3 sicherte und nun in der Relegation an die Tür zur Bezirksliga klopft. Nach 89 Minuten sah es am letzten Sonntag noch nicht danach aus, denn der direkte Konkurrent FC Creglingen lag in dieser Begegnung mit Endspielcharakter nicht unverdient 2:1 vorne. Ausnahmespieler Gomez Nico nutzte in der 90. Minute einen individuellen Fehler in der Gästedefensive eiskalt und technisch sehr gekonnt zum 2:2 und brachte mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter sein Team in der 2. Minute der Nachspielzeit sogar noch auf die Siegerstraße. Am 13. Juni treffen die Edelfinger nun in Wachbach auf den Bezirksligisten, der in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen muss. Mögliche Gegner sind Untermünkheim oder Mulfingen, aber auch ein Derby gegen die SGM Markelsheim/Elpersheim ist nicht auszuschließen. Der heimstarke SC Amrichshausen, der zuletzt in Schäftersheim, nach zuvor sieben Spielen hintereinander ohne Niederlage, knapp mit 1:2 verlor, ist ein guter Gegner für die SVE- Relegations- Generalprobe.

FC Creglingen – SC Wiesenbach (Vorrunde 1:3): Nur ein paar Zeigerumdrehungen hätte der FC Creglingen in Edelfingen noch durchhalten müssen, um sich für einen ansprechenden Auswärtsauftritt zu belohnen. Aber wie schon im vorausgegangenen Heimspiel gegen Weikersheim/Schäftersheim nutzte der Gegner individuelle Fehler in der über weite Strecken der Partie so sattelfesten Hintermannschaft gnadenlos aus. So stand der in beiden Begegnungen ebenbürtige Vorjahresvizemeister zwei Mal mit leeren Händen da. In der auf 13.30 Uhr vorverlegten Partie gegen den Tabellenachten SC Wiesenbach geht es am Samstag auf dem Taubersportplatz in Creglingen also nur noch darum, sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren und damit den dritten Platz zu behaupten.

SpVgg Gammesfeld – SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim (Vorrunde 2:3): Die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim erkämpfte sich gegen Nagelsberg nach frühem 0:2- Rückstand im Deutschordenstadion noch ein 2:2-Unentschieden. Da Edelfingen gegen Creglingen gewann, hätte allerdings auch ein Sieg nichts mehr genutzt. Am Karsamstag war das Team des Trainergespanns Sascha Höfer und Thorsten Beck nach einem 4:2-Erfolg beim Tabellenführer in Schäftersheim noch Tabellenzweiter und aussichtsreichster Anwärter auf den Relegationsplatz. Dann ließ man aber gewaltig nach und konnte in den letzten sieben Spielen nur noch magere sieben Punkte verbuchen. In Gammesfeld hängen die Trauben hoch, die Spielvereinigung hat sich nach miserablem Rundenstart enorm gesteigert und steht mit positiver Gesamtbilanz auf dem siebten Platz.

SpVgg Apfelbach/Herrenzimmern – SGM Taubertal/Röttingen (Vorrunde 0:6): Zur Winterpause war die SGM Taubertal/Röttingen mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Dritten SV Edelfingen noch heißester Kandidat für die Relegation. Nach einer völlig verkorksten Rückrunde, nur vier Siegen stehen drei Unentschieden und sechs Niederlagen gegenüber, liegen die Unterfranken jetzt nicht weniger als acht Zähler hinter dem Aufsteiger. Wenn Creglingen zuhause verliert und Löffelstelzen/Bad Mergentheim in Gammesfeld nicht über ein Remis hinauskommt, wäre mit einem Sieg in Apfelbach noch Rang drei für den derzeitigen Tabellenfünften drin. Die gastgebende Spielvereinigung hat dagegen keine Chance mehr, den vorletzten Platz los zu werden und kann nur noch dem Landesligisten TSG Öhringen, sowie dem SV Mulfingen und ihrem Nachbarn Markelsheim/Elpersheim in deren letzten Bezirksligaspiel die Daumen drücken.

TV Niederstetten – FC Igersheim (Vorrunde 1:0): Der TV Niederstetten hatte nach der 0:1-Niederlage im direkten Vergleich am Karsamstag bei der SpVgg Apfelbach/Herrenzimmern nur noch drei Punkte Abstand zum Vorletzten. Mit fünf Siegen in ihren folgenden sechs Spielen, dem jüngsten mit 2:1 in Bieringen, haben sich die Vorbachtäler selbst aus dem Schlamassel befreit. Im gleichen Zeitraum verlor der FC Igersheim fünf Spiele und gewann nur zwei. Durch den Dreier in letzter Minute beim TSV Dörzbach/Klepsau ist Rang 14 festgeschrieben. Ob er reicht um die Abstiegsrelegation zu vermeiden, wird nicht in Niederstetten, sondern in den letzten Spielen der Landes-und Bezirksliga entschieden.

TSV Dörzbach/Klepsau – FSV Hollenbach II (Vorrunde 2:4): Der schon zur Winterpause hoffnungslos abgeschlagene TSV Dörzbach/Klepsau verabschiedet sich im Künzelsauer Altkreisderby gegen den Tabellenzwölften als Schlusslicht aus der Kreisliga A3. Die Jagsttäler haben sich in der Rückrunde viel Respekt verschafft und sich nie hängen lassen. Leider wurde diese sehr gute Moral und auch die beachtliche Leistungssteigerung nicht entsprechend mit Punkten belohnt. Der FSV Hollenbach II kann mit einem Sieg in Dörzbach die spielfreie DJK Bieringen überholen und auch noch am SC Amrichshausen vorbeiziehen, falls dieser gegen den SV Edelfingen nicht gewinnt.