Fußball

Landesliga Odenwald Spvgg. Neckarelz gewinnt Spitzenspiel und Derby beim FV Mosbach durch eine Standardsituation / Meisterschaftsmitfavorit VfR Gommersdorf siegt in Nassig

Aufsteiger Hundheim/St. überrascht den FC Grünsfeld

Grünsfeld – Hundh./Steinbach 1:2

Grünsfeld: Stephan, D. Dürr, Betzel, Wagner (46. Konrad), Seubert (76. Kraft), Albert, B. Scherer (85. von Brunn), Schreck, Braun, Müller (6. Schipper), S. Scherer.

Hundheim/Steinbach: Brugger, Trunk, C. Münkel, Hilgner (70. Benz), Hirsch (82. Lutz), Öchsner, J. Münkel, A. Münkel, Koprowski, Bundschuh (90. Pahl), Baumann

Tore: 0:1 (20.) Bundschuh, 1:1 (58.) Schipper, 1:2 (75.) Münkel.

Schiedsrichter: Niklas Hetzel (Mosbach). – Zuschauer: 150.

Im ersten Pflichtspiel der neuen Saison merkte man beiden Mannschaften das Abtasten in den ersten 15 Minuten an. Bis zur ersten gefährlichen Torchance dauerte es 20 Minuten. Die wurde von Rene Bundschuh zum 1:0 verwandelt. Hundheim fand immer besser ins Spiel und hatte in der 35. Minute die große Chance, auf das 2:0 zu erhöhen. Es war wiederrum Rene Bundschuh, der am Grünsfelder Schlussmann scheiterte. Wie aus dem Nichts hatte Lukas Albert die Möglichkeit aus 35 Metern auf den Ausgleich. Sein Torabschluss ging allerdings knapp über das Tor. Zu Beginn der zweiten Hälfte war Grünsfeld die spielbestimmende Mannschaft, erarbeitete sich einige Chancen und erzielte den zwischenzeitlich verdienten 1:1-Ausgleichstreffer durch Matthias Schipper. Nur einige Minuten später war es erneut Schipper, der eine große Chance für den FC Grünsfeld liegen ließ. Ab der 75. Minute war das Spiel wieder ausgeglichen, und Hundheim erhöhte nach einem Fehler von Grünsfelds Schlussmann auf 2:1. Beide Mannschaften hatten noch weitere Möglichkeiten, einen Treffer zu erzielen. Aus Grünsfelder Sicht blieb es bei der 1:2-Heimniederlage.

Neunkirchen – Reichenbuch 2:0

Neunkirchen: Strein, Gören (78. Körmös), Frauhammer, Neid, F. Knörzer, Homoki, Eiermann (85. Holzner), Trabold, Werner (88. Kandora), Schilling, Gawelczyk (80. N. Jilka).

Reichenbuch: Edelmann, Gimber, Utz, Bachmann, Kielmann (77. Heisner), Eiffler, Roth (65. Welz), Dylla, Winter, Kratky (73. Kalinovski), Weber.

Tore: 1:0 (57.) Werner, 2:0 (72.) Gawelczyk. – Schiedsrichter: Ridvan Sevim (Mosbach). – Zuschauer: 280.

Der Gast erwischte den besseren Start und scheiterte bereits mit dem ersten Angriff am Pfosten (1.). Reichenbuch agierte auf Augenhöhe mit der Heimelf und erarbeitete sich zunehmend leichte Vorteile. Der SVN tat sich gegen bissige Gäste im Spielaufbau schwer und fand so nur selten den Weg vors gegnerische Tor. So dauerte es bis zur 14. Minute, ehe die Heimelf den ersten guten Abschluss verzeichnete. Nur zwei Minuten später scheiterte Gawelzcyk am Torpfosten. In der Folge entwickelte sich einen offene Partie, in der beide Seiten Gas gaben und nach vorn spielten. Der SVN war mittlerweile besser in der Partie und erarbeitete sich leichte Feldvorteile, ohne daraus Kapital zu schlagen. Ab der 35. Minute war der Gast wieder präsenter und agierte insgesamt etwas druckvoller, ohne sich vor dem Tor entscheidend durchsetzen zu können. Kurz vor der Pause vergab zunächst der SVN eine gute Möglichkeit (41.), und auf der Gegenseite parierte Strein gegen Eifler stark. Die zweite Hälfte startete wie die erste, und Reichenbuch vergab in der 47. Minute die nächste Großchance durch Kielmann. Der SVN fand nach der Pause nicht ins Spiel und die Gäste machen mächtig Druck, ohne die sich bietenden Möglichkeiten konsequent zu nutzen. Der SVN überstand diese Phase mit etwas Glück ohne Gegentor. In der 57. Minute verwandelte Werner unhaltbar per Kopf eine schöne Hereingabe von Gören zur etwas schmeichelhaften 1:0-Führung, die genau in der stärksten Phase der Gäste fiel. In der 65. Minute verpasste Neid das 2:0, als er freistehend am guten Torwart Edelmann scheiterte. Der Gast versuchte noch mal, mehr Druck zu entwickeln, der SVN stand aber in der Defensive gut und brachte immer wieder ein Bein dazwischen oder durfte sich auf Strein im Tor verlassen. In der 72. Minute brachte Eiermann einen Freistoß von der linken Seite gefährlich vors Gehäuse, und Gawelczyk besorgte das 2:0. Kurz darauf klärte Homoki auf der Linie mit dem Kopf. Auch in der Folge agierte Reichenbuch druckvoll und Neunkirchen ließ mit etwas Glück und Geschick keinen Treffer zu. Reichenbuch hätte sich auf Grund der guten Möglichkeiten zu Beginn der zweiten Hälfte einen Punkt verdient, so blieb es aber beim etwas glücklichen 2:0-Heimerfolg.

Mosbach – Neckarelz 0:1

Mosbach: Söhner, Hauk, Hiller (73. Tilsner), Mayer, Bender, Schaffrath (67. Mohammadi), Frey, Schneider (46. Knörzer), Augustin (88. Grau), Kreß, Hinninger.

Neckarelz: Penz, Rau, Schwind, Bitz (84. Kizilyar), Hotel (46. Horning), Müller, Böhm, Karic (67. Tutea), Heckamnn, Hogen, Diefenbacher.

Tor: 0:1 (27.) Rau . – Gelb-Rote Karte: Rau (81). – Schiedsrichter: Haris Kresser (Waldwimmersbach). – Zuschauer: 750.

In einem ansprechenden Lokalderby musste der FV Mosbach den Gästen aus der Nachbarschaft die drei Punkte überlassen. Das Spiel der Neckarelzer war etwas flüssiger als das des MFV, trotzdem waren die Spielanteile ausgeglichen. Etwas überraschend fiel das entscheidende Tor in der 27. Minute in einer Standardsituation durch Martin Rau. Der athletische Abwehrspieler tauchte vorn auf und ließ FV-Torwart Tobias Söhner keine Chance. Nach dem Seitenwechsel waren die Neckarelzer einige Zeit nicht so präsent, was die Gastgeber jedoch nicht nutzten. Sie agierten zu umständlich, um zum erfolgreichen Abschluss zu kommen. Nachdem die Neckarelzer wieder munterer geworden waren, landete der Ball zwei Mal am MFV-Torgestänge, und auch Torwart Söhner zeichnete sich aus. Unter dem Strich ein knapper, aber nicht unverdienter Sieg der Spielvereinigung, obwohl „gefühlt“ ein Unentschieden gerechter gewesen wäre.

Höpfingen – Osterburken 0:0

Höpfingen: A. Kaiser, Dörr, Hering, Hornbach, Knörzer, Herkert (55. Heinrich), Johnson, J. Dietz, S. Hauck, Diehm (46. Hartmann/85. Kuhn), Leiblein.

Osterburken: Niklas, S. Elert (66. Eckel), Baumgart, W. Mench, Hettinger, Titarenko, Frey (89. Kraut), J. Elert (90.+2 Schmitt), D. Gutenberg, (79. Nemeth), M. Gutenberg, D. Merz.

Schiedsrichter: Richard Gerstlauer (Mosbach). – Zuschauer: 215.

TSV-Coach Steven Bundschuh sah bei seiner Liga-Premiere einen forsch startenden Gast aus Osterburken und Torwart Andre Kaiser, verhinderte einen frühen Rückstand in der sechsten Minute. Mit den Fingerspitzen lenkte er den vom quirligen Waldemar Mench aus der Nähe abgeschickten Ball reaktionsschnell gerade noch an den Pfosten und hielt ihn schließlich in seinen Armen. Auch in der Folge tat sich die Gastgeber-Elf gegen Titarenko & Co. schwer und tastete sich erst ab der 20. Minute so richtig in die Nähe des SVO-Tores. Eine Torgefahr resultierte daraus allerdings zunächst nicht. Es sollte bis zur 40. Minute dauern, als Oliver Knörzers Schuss zum Eckball entschärft wurde. Torlos ging es somit in die zweite Hälfte, in der wieder der SVO das erste Offensivsignal setzte. Die heimischen Fans hofften auf mehr Aktivitäten ihres Teams nach einer ereignisarmen ersten Hälfte. Christoph Hornbachs Freistoß sollte ein kleines Zeichen sein gegen das weiterhin klug agierende, kampfstarke Wöppel-Team. Ein weiteres setzte Sebastian Hauck in der 60. Minute, er überlistete aber SVO-Torwart Niklas hierbei nicht. Das Spiel gestaltete sich nun etwas munterer, und bald darauf musste sich Andre Kaiser enorm strecken: Erneut war Mench sein Kontrahent. In der Folge steigerten die Bundschuh-Mannen das Tempo und versuchten es auch aus der Ferne – wie Rouven Leiblein 20 Minuten vor Spielende. Sieger blieb der Gäste-Torsteher acht Minuten später bei Julian Dietz‘ Erfolg versprechender Aktion, ehe insbesondere Mench wieder seinen Offensivauftritt hatte. Hektisch wurde es etwas in der Schlussphase – mit einer Kopfball-Großchance für den wiedergenesen Thomas Heinrich. Der Saisonstart im Lochbachareal blieb ohne Torjubel. Steven Bundschuhs Fazit nach seiner Premiere: „Wir fanden nicht die richtige Rezeptur gegen einen taktisch gut agierenden Gast.“ Und richtete sofort den Blick auf den „KSC-Dienstag“.

Nassig – Gommersdorf 0:2

Nassig: Link, Lang, Ziegler, Kunkel (62. Hörner), Seyfried, Dürr (62. Kalbfleisch), Schumacher, Correia, Mühling, Vollhardt Baumann.

Gommersdorf: Bayha, Mütsch, Herrmann, Gärtner (72. Stöckel), Hespelt, Reuther, Geissler, Walter (15. Feger), Mütsch, Schmidt (80. Beck) , Scheifler.

Tore: 0:1 (44., Foulelfmeter) Gärtner, 0:2 (75.) Hespelt. – Schiedsrichter: Dominik Genthner (Heidelberg). – Zuschauer: 200.

Beim SV Nassig fehlten verletzungsbedingt einigee wichtige Spieler. Bereits in der zweiten Minute hatte der SVN die erste Chance durch Correia, der das Tor mit seinem Schuss nur knapp verfehlte. In der sechsten Minute kam der VfR zur ersten Chance nach einem Eckball. Einen abgefälschten Ball klärte Mühling auf der Linie. Der VfR kam im Verlauf der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel und erarbeitete sich ein Übergewicht. Die beiden schnellen und technisch versierten Außenspieler konnten sich immer wieder durchsetzen und sorgten für gefährliche Situationen vor dem SVN-Tor. Ebenso sorgten alle Standards des VfR für Verwirrung und Gefahr vor dem Nassiger Tor. Richtig gefährlich wurde es in der 28. Minute, als Torhüter Link bei einem Ausflug aus dem Strafraum den Ball verlor. Er bereinigte die Situation aber selbst wieder. Nassig verlor im Aufbauspiel zu schnell den Ball und kam so immer mehr unter Druck. In der 30. Minute setzte Nassig durch einen Schuss von Mühling noch mal einen Nadelstich. Sein Schuss war aber zu zentral angesetzt. In der 44. Minute pfiff der Schiedsrichter Elfmeter nach einem Freistoß zwischen Lang und seinem Gegenspieler. Den Strafstoß verwandelte Gärtner sicher zur Gästeführung. Die zweite Hälfte begann mit einer Riesenchance für den VfR. Bei einem Schuss von Gärtner klärte Mühling auf der Linie. In der 55. Minute hatte der Gast durch Hespelt eine weitere Chance. In letzter Sekunde klärte hier Baumann. Mit einem Doppelwechsel in der 60. Minute versuchte der SVN, dem Spiel eine Wende zu geben und selbst zu offensiven Aktionen zu kommen. In der 68. Minute hatte dann auch der eingewechselte Hörner die große Chance zum Ausgleich, scheiterte aber allein vor dem VFR-Keeper. Die technisch versierten Gäste ließen die Nassiger laufen und kamen immer wieder zu gefährlichen Aktionen vor dem Tor. In der 73. Minute lief der eingewechselte Stöckel allein auf Link zu. Der parierte gekonnt mit der linken Hand. In der 75. Minute dann die Entscheidung, als der VfR nach einem Nassiger Ballverlust schnell konterte und Hespelt überlegt einschob. Nassig gelang es nicht, gefährlich vor das Gommersdorfer Tor zu kommen. Im Gegenteil – der VfR hatte weitere gute Chancen, das Ergebnis zu erhöhen.

Walldürn – Türkspor Mosbach 0:0

Walldürn: K. Fischer, Fach, Schmitt, Kuhn, Haun, M. Fritsch, J. Fritsch, Fischer, Schüler (60. Turra), Leis (81. Kreis)..

Mosbach: Üzümcü, Springer, Güler (75. Siady), H. Artun, Gül, Bozkurt, A. Artun, Labusi, Sürücü, Altinyaldiz, Jarju.

Schiedrichter: Benedikt Ertl (TSV Assamstadt), - Zuschauer: keine Angabe.

Die Walldürner mussten zu Beginn auf ihren etatmäßigen Goalgetter Mario Turra verzichten. Nach 25 Minuten hatte sich auf beiden Seiten nichts „Zwingendes“ ergeben. Da gab der SR bei hochsommerlichen Temperaturen „Trinkpause“. Die Mosbacher hatten die reifere Spielanlage, aber die Gastgeber hielten gut dagegen. Eine Kopfballchance aus kurzer Torentfernung ergab sich kurz vor der Pause nach einem Freistoß, aber der Gästetorsteher hielt sicher. Und M. Fritsch schoss den Ball kurz darauf aus guter Position übers Gehäuse. In der zweite Hälfte wurde M. Turra doch noch eingewechselt. Das Spiel der Platzherren wurde in der Folge etwas offensiver und druckvoller. Nach einer Rückgabe von Fritsch drosch Turra das Leder übers Tor. Die Bemühungen auf beiden Seiten waren da, aber richtig gefährlich wurde es in beiden Torräumen nicht weit über die Abwehr, verfehlte St. Berberich per Kopf knapp.

SVV Wertheim – Waldbrunn 0:1

Wertheim: Ochs, C. Cirakoglu, Stürmer (11. Escher), Bundschuh (73. Jörg), Ratter, Elshani, Hensel, R. Cirakoglu (83. V. Michel), Aksit, Helfenstein, Greulich.

Waldbrunn: Haas, Dennis Schulz, Weiß, Gramlich (80. Weiß), Frank, Baumbusch, Dominic Schulz, Palm (60. Kuhn), Guckenhan (73. Bock), Kwasniok, Guth.

Tor: 0:1 (67.) Frank. – Schiedsrichter: k. A. – Zuschauer: 120.

„Es war eigentlich ein Unentschieden-Spiel“, sagte Wertheims Spielertrainer Roman Ratter nach der 0:1-Heimniederlage der SV Viktoria gegen den neu gegründeten FSV Waldbrunn. Ratter trauerte vor allem den zwei Großchancen seiner Mannschaft in der ersten Hälfte nach, als Aksit zweimal frei vor dem Waldbrunner Tor vergab. Die Gäste machten es besser und erzielten mit ihrer zweiten ernstzunehmenden Chance den Siegtreffer. Insgesamt war die Begegnung von beiden Seiten eher defensiv geprägt.