Fußball

Verbandsliga-Relegation Für den Odenwälder Landesligavertreter Oberwittstadt gab es gegen Heidelsheim eine 0:2-Niederlage

Aufstieg zu den Akten gelegt

Oberwittstadt – Heidelsheim 0:2

TSV Oberwittstadt: Hügel, Zeller, Blatz(80. Panzer), Walz N., Schledorn, Rolfes, Reinhardt, Walz B. (70. Sommer), Essig, Czerny (80. Kern), Zimmermann. FC Heidelsheim: Zeyrek, Wolf, Zutavern, Dollinger, Karamanli, Martines (90. Nagel), Bozic (56. Yurdakul), Durst, Walica, Weindel (88. Bortnikov), Bozkurt. Tore: 0:1 (61.) Dollinger, 0:2 (75.) Durst – Schiedsrichter: Andreas Reuter (Frankfurt/Main) – Zuschauer: 500.

Riesengroß war der Unterschied nicht zwischen Oberwittstadt und Heidelsheim beim Verbandsliga-Relegationsspiel in Neckarbischofsheim. Aber in der Summe der kleinen Dinge, vor allem hinsichtlich der individuellen Qualitäten, trat dann doch ein Gefälle zwischen dem Vizemeister aus Mittelbaden und seinem Pendant aus dem Odenwald zutage. Mit 2:0 setzte sich der FC, nach einer Stunde offenem Spielverlauf, am Ende verdient durch gegen den nie aufsteckenden, aber letztlich unterlegenen TSV.

Dass der FC individuell, technisch und von der gesamten Spielanlage her von Haus aus mehr würde aufbieten können, war auch dem Odenwald-Vertreter schon vor Anpfiff klar. So verwunderte es fast auch nicht, das sich Heidelsheim nach rund zehn Minuten mehr als nur aussichtsreich annäherte: Ricardo Martines hatte urplötzlich freie Bahn aufs TSV-Gehäuse. Dem Führungstreffer für den favorisierten Mittelbaden-Vize stand allerdings Keeper Timo Hügel im Weg, der das lange Eck zumachte.

Eine überstandene Gefahrensituation, die Oberwittstadt in der Folge beflügelte, seinerseits den Vorwärtsgang einzuschlagen. Über diagonale Bälle und die gut besetzten Außen setzte der Underdog zu Gegenstößen an. Lars Zellers Schuss aus etwa 20 Metern mittig ging jedoch über das Heidelsheimer Gehäuse. Ansonsten stellte Oberwittstadt die Räume weitgehend zu, so dass der FC nur sporadisch wirklich gefährlich wurde. Nach dem von Halblinks von Danijel Bozic abgegebenen, abgewehrten Schuss blieb es für längere Zeit still in der Strafräumen – bis zur Hereingabe von Dirk Essig, der den entschlichenen Daniel Reinhardt im Fünfmeterraum mustergültig bediente. Doch sein TSV-Kollege brachte das Spielgerät nicht im vor ihm verwaisten Tor unter (39). Die beste Gelegenheit des Spiels bis dato. Von Heidelsheim war in dieser Phase wenig zu sehen. Das Dribbling von Lukas Durst durch Mann und Maus der TSV-Abwehr setzte aber wieder ein Ausrufezeichen, der Ball landete aber neben dem Tor (40.).

Nach dem Wechsel tat sich 15 Minuten lang erst einmal gar nichts. Dann kam der Paukeschlag für den FC: Eine Ecke von Durst köpfte Jonathan Dollinger über alle Köpfe hinweg zum 0:1 ins Netz (61.). Wie aus dem Nichts war Heidelsheim nun wieder voll präsent und forderte wenig später einen Foulelfmeter nach einer TSV-Atacke im Strafraum, dem der ruhig leitende Schiri Andreas Reuter aber nicht stattgab. Oberwittstadt Torhüter zeichnete sich anschließend gegen den frei auftauchenden Martines aus (66.), war in der folgenden Szene aber machtlos: Von rechts kam Enes Karamanli in den Elfer, legte ab auf Durst, der besorgte das 0:2 (75). Christian Schledorn setzte in Minute 78 einen Schuss am langen FC-Eck vorbei. In der Endphase hätte Heidelsheim das Ergebnis noch höher schrauben können, blieb aber auch so der letztlich verdiente Sieger der erste Runde in der Verbandsliga-Relegation.