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Fußball FV Lauda liefert trotz torlosem Remis zum Rundenauftakt eine ligareife Leistung gegen den favorisierten FV Heddesheim

Baumann lobt die taktische Disziplin seiner Jungs

FV Lauda – FV Heddesheim 0:0

Lauda: Bornhorst, Schmidt (90.+1 Heizmann), Lotter, Ondrasch (89. Kaplan), Baumann (54. Neckermann), Fell, Jurjevic, Jallow, Schädle, Gerberich, Sen (68. Ilic).

Heddesheim: Jäger, Mühlbauer (79. Schmidt), Malanga, Ilhan, Höhn (18. Lerchl), Noura (67. Lodato), Özdemir (54. Baltaci), Malchow, Tewelde, Hartmann, Tüting.

Schiedsrichter: Christian Schäffner (Bruchsal). – Zuschauer: 340.

Eine ligareife Leistung lieferte der FV Lauda in seinem ersten Punktspiel in der Verbandsliga gegen den favorisierten FV Heddesheim ab. Vergeblich versuchte der Verbandsliga-Vizemeister der beiden Vorjahre den Aufsteiger mit Pressing unter Druck zu setzen. Doch der taktisch diszipliniert und spürbar bis in die Haarspitzen motivierte Gastgeber zeigte sich enorm zweikampfstark. Dabei versuchten die Gäste alles, um noch vor der Pause die Führung zu erzielen. Besonders bei Standards musste die FV-Abwehr Schwerstarbeit leisten, weil die durchweg um einen Kopf größeren Heddesheimer Angreifer bei Kopfbällen im Vorteil waren. Bei jedem Abspielfehler war immer ein Laudaer Mitspieler zu Stelle. Das große Plus des FVL war die mannschaftliche Geschlossenheit. Vor der Pause hätte es jedoch schon zweimal im FV-Kasten „klingeln“ können, wenn nicht Sven Bornhorst an seinem 25. Geburtstag einen Sahnetag erwischt hätte. Cihad Ilhans Flachschuss meisterte der FV-Keeper in der 29. Minute, und als Eduard Hartmanns in der 34. Minute abzog, war er reaktionsschnell zur Stelle. Die Gästeführung schien in der Luft zu liegen, als jetzt die Gäste das Tempo immens verschärften. Einen strammen Schuss wehrte Bornhorst in der 40. Minute ab.

Dann befreite sich der FV geschickt aus der Umklammerung und nach einem Steilpass von Rouven Schmidt lief Goran Jurjevic auf der rechten Seite ohne Gegenspieler auf den herausstürzenden Torwart Alexander Jäger zu, den er allerdings nicht umspielen konnte. Der Versuch eines Hebers ins lange Eck wäre das probatere Mittel gewesen. Es war jedenfalls die bisher beste Torchance der Partie. Nach dem Wechsel blieb der FVL am Drücker und setzte die Gäste mit einem überlegt vorgetragenen Konterspiel unter Druck. Auf der Gegenseite jagte Izzedine Noura in der 55. Minute nach einer präzisen Flanke den Ball aus kürzester Distanz volley ans Außennetz. Die beste Torchance zum Siegtor hatte der Laudaer Neuzugang Ismail Sen, der in der 56. Minute frei vor dem gegnerischen Tor an den Ball kam, aber aus kurzer Distanz vergeblich Alexander Jäger zu tunneln versuchte. Die Heddesheimer Spieler zeigten sich mehr und mehr beeindruckt.

Wechsel bringen keine Impulse

Zunehmend gewann der FV nicht nur an Spielanteilen, sondern erstickte schon im Ansatz die gegnerischen Angriffe. In der Folge häuften sich die Fehlpässe der Heddesheimer, die auch mit Einwechslungen keine neuen Impulse setzten. Insgesamt war es also ein hochverdienter Punktgewinn des Aufsteigers, der für die kommenden Aufgaben weiteres Selbstvertrauen geben sollte.

FV-Spielertrainer Marcel Baumann, der trotz einer Verletzung nach 20 Minuten noch bis zur 54. Minute durchhielt, versammelte seine Akteure nach dem Abpfiff auf dem Spielfeld zu einer Ansprache. Auf Nachfrage zeigte er sich hochzufrieden: „Die Jungs haben taktisch hervorragend agiert und sich nie aus dem Konzept bringen lassen. Es hat sich ausgezahlt, sich unabhängig vom Pokal mit neuen Trainingsschwerpunkten ganz auf die Runde zu konzentrieren und topfit zu sein.“