Fußball

Kreisliga B Hohenlohe, Staffel 4 TSV Blaufelden hat die besten Chancen auf die Meisterschaft / SV Harthausen und TSV Hohebach auf den Plätzen zwei und drei spekulieren natürlich auf Schützenhilfe

Das Saisonfinale verspricht viel Spannung im Titelkampf

Archivartikel

Durch seinen souveränen 4:0- Heimsieg gegen die SGM Weikersheim/Schäftersheim II und die gleichzeitige 0:1-Niederlage des SV Harthausen in Hohebach hat der TSV Blaufelden (44 Punkte/+39 Tore) den Platz an der Sonne erobert. Aufgrund der mit Abstand besten Tordifferenz genügt dem Team von Jochen Schneider nun ein Unentschieden im Gastspiel bei der SGM Creglingen II/Bieberehren um die Meisterschaft und den Direktaufstieg in die A3 feiern zu können. Der SV Harthausen (42/+26) ist auf Schützenhilfe aus Creglingen angewiesen und kann sich aus eigener Kraft mit einem Heimsieg gegen den Vorletzten SV Mulfingen II nur noch die Relegationsteilnahme sichern. Gleich drei Bedingungen müssten erfüllt werden, damit Herbstmeister TSV Hohebach (42/+8) am Ende die Nase vorn hat: Ein Sieg der Jagsttäler im Verfolgerduell beim TSV Laudenbach nützt nur dann noch etwas, wenn Blaufelden verliert und Harthausen nicht gegen Mulfingen II gewinnt. Der Tabellenvierte TSV Laudenbach (41/+14) hat mit einem Heimsieg gegen Hohebach nur noch eine Chance auf die Relegation, wenn der SV Harthausen nicht gegen Mulfingen II gewinnt. Ganz minimal sind die Aussichten des FC Billingsbach (40/+17), der im Derby beim TSV Schrozberg unter Zugzwang steht: Die Relegation ist nur noch möglich, wenn der SV Harthausen gegen Mulfingen II verliert und es im Vergleich zwischen Laudenbach und Hohebach keinen Sieger gibt.

SGM Creglingen II/Bieberehren – TSV Blaufelden (Vorrunde 0:4): Da es für die 1. Mannschaft des FC Creglingen um nichts mehr geht, spielt sie gegen den SC Wiesenbach bereits um 13.30 Uhr. Die ursprünglich als Vorspiel angesetzte B4-Begegnung der SGM mit dem TSV Blaufelden beginnt um 15.30 Uhr und ist am Samstag das „Hauptspiel“. Diese nachvollziehbare Verlegung liegt darin begründet, dass alle B4-Kandidaten für den Titel und die Relegation zeitgleich antreten sollten um den Wettbewerb nicht zu verzerren. Der TSV Blaufelden kann am Samstag den größten Erfolg der letzten Jahrzehnte feiern, wenn er sich in der Partie bei der SGM Creglingen II/ Bieberehren mindestens einen Punkt sichert. Ein Riesendruck, der auf dem Team des Tabellenachten natürlich nicht lastet. Nach der Hinrunde mit 7 Punkten Rückstand auf Herbstmeister TSV Hohebach nur Tabellenfünfter, hat der Crailsheimer Altkreisvertreter seit der Winterpause nur ein einziges Spiel verloren und acht seiner elf Begegnungen gewonnen. Die Rückrundenbilanz der Gastgeber ist ausgeglichen, in der Heimtabelle belegt die SGM (6-3-2) allerdings den fünften Rang. Die Partie in Creglingen ist also keine leichte Auswärtsaufgabe für den Favoriten.

SV Harthausen – SV Mulfingen II (Vorrunde 4:0): Der SV Harthausen hat sich auf der Zielgeraden noch abfangen lassen. Nach den beiden zu- Null- Niederlagen bei den Verfolgern TSV Laudenbach und TSV Hohebach hat das Team von Harald Ott die Meisterschaft nicht mehr selbst in der Hand. Wenn Schützenhilfe aus Creglingen ausbleibt, reicht ein Heimsieg zum Rundenabschluss gegen den SV Mulfingen II nur noch zum Relegationsderby – wahrscheinlich gegen die SpVgg Apfelbach/Herrenzimmern oder, wenn’s ganz „dumm“ läuft, zum gemeinde-internen Duell gegen den FC Igersheim. Was immer sich auf anderen Sportplätzen ergibt: Der SV Harthausen muss seine Hausaufgabe gegen den SV Mulfingen II lösen – und, nach den letzten Ergebnissen beider Teams zu urteilen, wird diese Partie kein Selbstläufer für den SV Harthausen. Der Tabellenvorletzte sicherte sich in seinen letzten fünf Spielen neun Punkte. Das sind ebenso viele wie der Gastgeber in iesem Zeitraum geholt hat. Im Gegensatz zum SVH hat übrigens die Mulfinger „Zweite“ den „Aufstieg“ schon sicher, da man in der neuen Runde eine Spielgemeinschaft mit dem A-Ligisten FSV Hollenbach II bildet.

TSV Laudenbach – TSV Hohebach (Vorrunde 0:4): Der TSV Hohebach bewies beim 1:0 gegen den SV Harthausen seine Heimstärke und blieb auch in der letzten Partie dieser Saison als einziger der dreizehn B4- Clubs vor eigenem Publikum ungeschlagen. Dieser sehr ansehnlichen Heimbilanz von 30 Punkten und 30:10 Toren in 12 Begegnungen stehen die magere Ausbeute von nur 12 Zählern und ein miserables Torkonto von 15:27 Treffern in bislang elf Auswärtsspielen gegenüber. Nur drei B4-Teams waren auf Gegners Platz erfolgloser als der Tabellendritte. Nun muss der Herbstmeister sein letztes Gastspiel in Laudenbach unbedingt gewinnen. Zusätzlich benötigt man doppelte Schützenhilfe durch die SGM Creglingen II/Bieberehren und den SV Mulfingen II. Daran kann wohl selbst der kühnste Optimist im Hohebacher Lager nicht glauben. Selbst der Relegationsplatz ist nur noch erreichbar, wenn der SV Harthausen gegen Mulfingen II nicht gewinnt oder der TSV Blaufelden in Creglingen verliert. Der Tabellenvierte TSV Laudenbach hat lediglich noch eine Chance auf Platz zwei, wenn er gegen Hohebach gewinnt und Harthausen gegen Mulfingen II nicht über ein Remis hinauskommt. TSV Schrozberg – FC Billingsbach (Vorrunde 3:3): Der FC Billingsbach wachte in dieser Saison zu spät auf, sodass jetzt nur noch ein Fußballwunder helfen kann. Nicht weniger als drei Bedingungen müssten erfüllt werden, damit der Blaufeldener Teilortclub die Relegation noch erreichen kann: Ein Derbysieg in Schrozberg, eine Heimniederlage des SV Harthausen und eine Punkteteilung zwischen Laudenbach und Hohebach. Seine bislang schwächste B4-Saison seit dem Abstieg aus der A3 in der Saison 2013/14 spielte der TSV Schrozberg, der selbst bei einem Heimsieg am Samstag den drittletzten Rang nicht mehr loswerden kann.

SGM Weikersheim/Schäftersheim II - SV Wachbach II (Vorrunde 2:0): Der 4:2-Erfolg im Lokalkampf gegen den TSV Althausen/Neunkirchen nützte dem SV Wachbach II nichts mehr. Die Chance auf eine erneute Relegationsteilnahme war mit nur einem einzigen Punkt aus den vorausgegangen drei Begegnungen bereits verspielt. Gar fünf Spiele ohne Sieg ist die SGM Weikersheim/Schäftersheim, die vor dieser Negativserie Rang zwei belegte. Mit einem Sieg kann die SGM mit ihrem Gast die Plätze tauschen und die Saison als Tabellensechster beenden. SGM Markelsheim/Elpersheim II – SV Rengershausen (Vorrunde 3:0): Am letzten Spieltag vor der Winterpause überraschte die SGM Markelsheim/Elpersheim mit einem 3:0- Erfolg auf dem Waldsportplatz in Rengershausen und hatte zum Vorrundenabschluss fünf Zähler Vorsprung vor dem punktgleichen Kellerduo TSV Schrozberg und SV Mulfingen II. Dann ging’s aber stark bergab: neun der bislang elf Begegnungen der zweiten Halbserie wurden verloren und im Kalenderjahr 2019 konnten lediglich vier Zähler verbucht werden. Wenn die Taubertäler die Rote Laterne noch loswerden wollen, müssen sie auch das zweite Derby gegen den SV Rengershausen gewinnen. Die Gäste haben auf jeden Fall einen einstelligen Tabellenplatz sicher.

Der spielfreie TSV Althausen/Neunkirchen hat die Runde auf Rang zehn abgeschlossen. hw