Fußball

Verbandsliga Württemberg FSV Hollenbach tritt beim Abstiegskandidaten VfL Nagold an

Das Spiel über außen forcieren

Archivartikel

Der Last-Minute-Sieg gegen den FV Löchgau tat dem FSV Hollenbach gut. Ausgelassen feierten die Spieler nach dem 2:1 in der Kabine. Vielleicht bringt ja dieser glückliche aber verdiente Erfolg dem FSV den nötigen Schwung für den Saisonendspurt in der Fußball-Verbandsliga Württemberg. Sechs Spiele stehen noch aus. Das erste davon bestreiten die Hollenbacher am Samstag um 15.30 Uhr beim VfL Nagold.

Während die drei Punkte dem Tabellendritten Selbstvertrauen gaben, warten die Gastgeber seit sechs Spielen auf einen Sieg. Allerdings zeigt ein Blick auf die Statistik, dass die Nagolder zu Hause erst zwei Spiele verloren haben. Es wird für die Hollenbacher also kein Selbstläufer. FSV-Trainer Martin Kleinschrodt sagt: „Das ist eine geschlossene Mannschaft. In der Vorrunde waren die personell etwas unterbesetzt.“ Und trotzdem war es ein knappes Ding, der FSV gewann mit 1:0 durch einen Treffer von Torben Götz, der nach seiner Verletzungspause wieder ins Training eingestiegen ist. Auch Markus Herkert ist wieder fit. Und auch A-Jugendspieler Jonas Limbach wird wieder dabei sein, da die U19 erst am Sonntag spielt.

Dafür nimmt Manuel Hofmann, nachdem er krank gegen Löchgau fehlte, Antibiotika und weiß noch nicht, ob er mit nach Nagold fahren kann. Außerdem fällt Robin Dörner weiter aus. Trotzdem sind personelle Alternativen da, weil zuletzt auch Jan Ruven Schieferdecker bei seinem ersten Startelf-Einsatz 2019 nach seiner Verletzung eine ordentliche Leistung zeigte. „Er ist noch nicht bei 100 Prozent, aber er hatte einige gute Aktionen“, sagte Kleinschrodt. Überhaupt sah der Coach aufsteigende Tendenz bei seinen Spielern. „Marc Zeller ist wieder eine absolute Stütze, und auch die beiden Sechser Christoph Rohmer und Michael Kleinschrodt haben sehr gut gespielt“, sagt Kleinschrodt.

Die Partie gegen Löchgau analysierte er nochmals auf Video. Das bestätigte dann auch dem Trainer den Eindruck einiger Zuschauer. „Viele haben gesagt, dass unser Spiel etwas zu langsam war“, sagt Keinschrodt. „Und wir hatten wirklich etwas zu wenig Push nach vorne. Das haben wir in der Halbzeit auch angesprochen. Wir haben einfach immer wieder die falsche Entscheidung getroffen. Wir müssen unsere Außen etwas mehr in Szene setzen.“

„Druck hoch halten“

Das wird auch gegen Nagold ein wichtiger Punkt sein, das Spiel über Außen. „Insgesamt wollen wir aber weiter auf uns schauen, unser Ding durchziehen“, sagt Kleinschrodt. Er schielt dabei höchstens auf die Konkurrenz. Klar ist aber: „Wir wollen den Druck hoch halten und dann schauen, was dabei rauskommt. Die Jungs wollen das auch. Sie sind willig. Jeder Einzelne.“

Wille und Kampfgeist werden am Samstag nötig sein. Denn zwar warten die Nagolder seit langem auf einen Sieg, zuletzt gelangen aber zwei Unentschieden. „Die sind nur drei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt und jetzt richtig unter Druck“, sagt Kleinschrodt, „Ich denke, wir müssen gleich zeigen, woran sie bei uns sind und gleich richtig auftreten. Für uns ist es das klare Ziel, dort etwas zu holen.“