Fußball

Verbandsliga Nordbaden FV Lauda holt bei Heidelberg-Kirchheim einen äußerst wichtigen Dreier / Umjubeltes 4:3 herausgespielt

„Das war ein Sieg für die Moral und eine bärenstarke Leistung“

Archivartikel

Heidelberg-Kirchheim – Lauda 3:4

Kirchheim: Gänsmantel, Horak, Just, Froschauer, Brummer, Litvinek (68. Augenstein), Dehnelt), Aksoy, Iseni, Paling, Tiryaki (82. Can).

Lauda: Bornhorst, Neckermann (68. Baumann), Greß (68. Heeg), Schmidt, Lotter, Ondrasch, Fell (32. Heizmann), Jurjevic, Jallow, Ilic, Gerberich.

Tore: 1:0, 2:0 (10., 58.) Tiryaki, 2:1 (60.) Schmidt, 2:2 (67.) Ondrasch, 2:3 (75.) Jurjevic, 3:3 (89.) Can, 3:4 (90.+1) Jurjevic). – Schiedsrichter: Philipp Hofheinz (Pforzheim). – Zuschauer: 180.

Nach einer Autobahnanfahrt mit viel Stau hatte die Baumann-Elf in der ersten Viertelstunde noch Anlaufschwierigkeiten. Bereits in der 10. Spielminute erzielten die Heidelberger Vorstädter die 1:0-Führung. Jonas Neckermann setzte sich auf der rechten Außenbahn bis auf Strafraumhöhe durch. Seine Flanke wurde jedoch abgefangen, und die SGK startete einen Konter. Die rechte Seite war nicht abgesichert, Froschauer schaltete schnell um und schickte Tiryaki steil. Dieser traf mit einem Flachschuss in die rechte Ecke. Nun war der FV Lauda hellwach und übernahm die Spielkontrolle. Janik Ondrasch traf in der 15. Minute den linken Pfosten. Sieben Minuten später schoss Goran Jurjevic knapp neben das Tor. In der 25. Minute wurde Nikola Ilic der Ball von Jurjevic in die Gasse gelegt, nur knapp ging der Schuss am rechten Pfosten vorbei. Ein sehenswertes Doppelpassspiel zwischen Ilic und Rouven Schmidt durchkreuzte Heidelbergs Torhüter in letzter Sekunde. Verletzungsbedingt musste Daniel Fell nach seinem Kopfball an die Querlatte in der 32. Minute ausscheiden. Ouzmann Jallow kassierte Gelb, als er in höchster Not den Heidelberger Brummer stoppen konnte. Der 1:1-Ausgleich wäre für die Gäste bis zur Pause längst verdient gewesen.

Machtlos in der 58. Minute

Als Max Heizmann der Ball an die Hand sprang, zeigte FV-Torhüter Sven Bornhorst in der 51. Minute bei dem Freistoß sein ganzes Können und lenkte den Ball um den Pfosten zur Ecke. Machtlos war er aber in der 58. Minute, als Tiryaki gegen die aufgerückte Laudaer Abwehr mit einem Flachschuss ins linke Eck zum 2:0 erhöhte. Rouven Schmidt verkürzte postwendend nach Zuspiel von Nikola Ilic mit einem Schuss ins kurze Eck auf 2:1. Als Janik Ondrasch in der 67. Minue nach Zuspiel von Goran Jurjevic sogar den 2:2-Ausgleich markierte, bekam der FV die zweite Luft. Trainer Marcel Baumann wechselte sich für Jonas Neckermann ein. Nach seinem Zuspiel in der 70. Minute lief Goran Jurjevic nach Steilpass von Baumann allein auf den Torwart zu, zielte aber knapp daneben.

Doch in der 75. Minute machte er es besser und köpfte den Ball vom langen Eck nach Freistoß von Dominik Gerberich zum 2:3 für den FV ins Netz. Als sich die Gäste auf der Siegerstraße wähnten, schlug die SG in der 89. Minute zurück. Nach einem Ballverlust bei einem Laudaer Konter glich der Gastgeber nach einem Doppelpass durch Lucas Can zum 3:3 aus. Doch die Baumann-Elf schlug zurück, als nach dem Anspiel der Ball in den Heidelberger Strafraum segelte, Goran Jujevic zunächst den Ball verlor, sich diesen aber wieder erkämpfte und aus 10 Meter in der ersten Minute der Nachspielzeit unhaltbar zum 4:3-Siegtreffer traf. FV-Trainer Marcel Baumann: „Es war ein Sieg für die Moral. Das 3:3 war eigentlich ein Genickschlag. Meine Mannschaft zeigte Teamgeist und wollte heute einen Sieg, der mit einer bärenstarken Leistung auch gelang. Unser Mut zum offensiven Spiel wurde schließlich doch belohnt.“