Fußball

Verbandsliga Nordbaden Nach dem ersten Sieg gegen Heidelberg-Kirchheim soll’s jetzt für den FV Lauda natürlich auch gegen Durlach-Aue so weitergehen

Der erste Heim-„Dreier“ muss her

Archivartikel

Den ersten Sieg in der Verbandsliga feierte Aufsteiger FV Lauda in der nervenaufreibenden Auswärtspartie bei der SG Heidelberg-Kirchheim. Den Aufwind wollen die Laudaer nutzen, um im Heimspiel gegen die Spvgg. Durlach-Aue am Samstag um 15.30 Uhr im Tauberstadion möglichst nachzulegen und den ersten Heimsieg der Runde einzufahren. Die Baumann-Elf zeigte in dieser bis zur letzten Sekunde spannenden Partie eine unerschütterliche Moral, denn nach dem 2:0 in der 58. Minute schien der Gastgeber endgültig auf der Siegerstraße zu sein. Doch drei Treffer von Schmidt, Ondrasch und Jurjevic drehten das Spiel. Selbst vom Ausgleich zum 3:3 ließ sich der FV nicht beirren und wurde belohnt, weil er bis zum Schluss die Entscheidung suchte. FV-Trainer Marcel Baumann meinte, dass man solche Spiele nur alle drei bis vier Jahre habe: „Es war ein unglaubliches Spiel, das die vielen Facetten des Fußballs in einem Match widerspiegelte. Trotz besserer Torchancen und viel mehr Spielanteilen lagen wir nach 60 Minuten 0:2 zurück. Dank einer enormen Mannschaftsleistung wurde das Spiel in 15 Minuten auf ein 3:2 gedreht. Jetzt gilt es nachzulegen; wir wollen den ersten Heimdreier in dieser Saison.“ Die Karlsruher Vorstädter schafften zum Ende der Verbandsliga-Runde 2016/17 im Laudaer Tauberstadion genau das Kunststück, dass dem FV in Kirchheim gelang: Sie egalisierten einen 0:2-Rückstand durch Tore von Nikola Ilic und Goran Jurjevic, mussten aber sich dann doch mit 2:3-Toren geschlagen geben. Der Siegtreffer gelang Jurjevic in der 83. Minute; in Kirchheim ließ er am letzten Samstag den FV-Anhang bis zur letzten Minute zittern. Der Landesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison scheint also auch eine Klasse höher zu seiner alten Torgefährlichkeit zurückgefunden zu haben. Vielleicht klappt es nach dem Auswärtserfolg auch mit dem ersten Heimsieg. Ein Novum in der laufenden Saison wäre auch, wenn dem FV Lauda der Führungstreffer gelänge. Mit der in Kirchheim gezeigten mannschaftlichen Geschlossenheit ist der Baumann-Truppe alles zuzutrauen.

Die Auer hatten einen schwierigen Start in die Runde, denn in Bilfingen musste Trainer Patric Gondorf beim 1:1-Unentschieden gleich auf ein halbes Dutzend Stammspieler verzichten. Wie sein Trainerkollege Marcel Baumann wechselt sich auch Patric Gondorf im Bedarfsfall selbst ein. Noch zwei Parallelen: Beide sind mit 33 Jahren noch im besten Fußballalter und bringen Oberliga-Erfahrung mit. Gondorf spielte in dieser Liga für den ASV Durlach; später stieg er dann mit dem SV Spielberg in die Oberliga auf. Viel Aufwind für seine Truppe verspricht sich der Gästetrainer vom hart erkämpften 3:2-Heimsieg über den FC Olympia Kirrlach. Unter seinen Fittichen spielen noch die drei Gondorf-Brüder Marvin, Fabian und Rouven; letzterer ist Co-Trainer und Mittelfeldstratege. Marvin glänzt mit seiner Beidfüssigkeit, die ihn vielseitig einsetzbar macht, während Fabian impulsiver und damit unberechenbarer agiert.

Der erfolgreichste Kicker der Gondorf-Familie ist aber Jerome, der vor dieser Bundesliga-Runde von Werder Bremen zum SC Freiburg wechselte. Die SpVgg Durlach-Aue spielt aktuell die sechste Verbandsliga-Runde in Folge und schaffte immer einen einstelligen Tabellenplatz; zuletzt belegten sie zweimal einen hervorragenden Platz sechs. Ein solcher Platz am Ende der Runde wäre für den FV Lauda ein Riesenerfolg. Fv-Trainer Baumann zeigte sich nicht überrascht von den aktuellen Ergebnissen: „Viele Teams müssen sich noch finden und in ihren Rhythmus kommen. Auch wir – und ich hoffe, wir bleiben in dem von letztem Wochenende.“