Fußball

Verbandsliga Nordbaden Der FV Lauda muss beim Meisterschaftsmitfavoriten SV Sandhausen U23 ran / Sperre von Ousman Jallow tut weh

Der FV Lauda will aus Konterstellung heraus mindestens einen Punkt

Archivartikel

Wenn der FV Lauda am Samstag um 15.30 Uhr bei der U23 des SV Sandhausen im Walter-Reinhard-Stadion seine Visitenkarte abgibt, hat er dem Gastgeber eines voraus: Die größere Routine bringen die Kicker von der Tauber mit. Gefragt ist aktuell aber Leidenschaft und Siegeswille.

Diese Qualitäten hat der Nachwuchs des Zweitligisten, der in der vergangenen Saison als Viertletzte aus der Oberliga Baden-Württemberg absteigen, an den ersten fünf Spieltagen der Verbandsliga im Überfluss gezeigt. Im Trainerteam des SV war man begeistert, dass die jungen Spieler nach dem offiziellen Training von sich aus noch Sonderschichten einlegten.

Fünf Spiele, fünf Siege lautete die makellose Bilanz, bis der VfB Gartenstadt im Spitzenspiel mit dem 2:0 die Punkte entführte und somit mit voller Punktausbeute alleiniger Tabellenführer wurde. Anschließend reichte es für die Mannschaft von Trainer Kristja Glibo beim FC Olympia Kirrlach noch zu einem Unentschieden, weil der nach der Halbzeit eingewechselte Jan Dahlke sechs Minuten vor dem Abpfiff einen Elfmeter zum 1:1 verwandelte.

Gartenstadt und Kirrlach haben es vorgemacht, wie der spielfreudigen U23 beizukommen ist. In Kirrlach verlegte sich der FC Olympia im eigenen Stadion aufs Kontern; kein schlechtes Rezept, das fast die volle Punkteausbeute gebracht hätte.

Mehr Geschlossenheit nötig

Diese Taktik setzt einen intakten Defensivverband voraus, der im Augenblick beim FV Lauda bei der weiterhin eher offensiven Ausrichtung an Geschlossenheit zu wünschen übrig lässt. Die „Flucht nach vorne“ als Alternative hat sich schon zweimal mit fünf Gegentoren als wenig probates Mittel erwiesen.

Lässt man die bisherigen Auftritte der „Eisenbahnstädter“ Revue passieren, muss man konstatieren, dass die Ausbeute von derzeit lediglich vier Punkten durchaus größer hätte ausfallen können. Im jüngsten Heimspiel wurde zumindest ein Punkt verschenkt, der in der Endabrechnung fehlen könnte. Einen Elfmeter kann man verschießen, aber die Rot-Sperre von Ousman Jallow, der zuletzt mit guten Leistungen überzeugte, war mehr als überflüssig.

Noch ist die Saison lang und es gibt noch genügend Spiele, um die Scharte des verpatzten vergangenen Heimspiels auszuwetzen. Ein Punktgewinn in Sandhausen käme gerade zur rechten Zeit. Vielleicht trifft Goran Jurjevic wieder ins Schwarze. Mit vier Saisontreffern ist er Jan Dahlke, mit fünf „Buden“ bis jetzt der beste Torschütze der Gastgeber, dicht auf den Fersen. ferö