Fußball

SGM Weikersheim/Markelsheim Trainer Sebastian Hütter ist davon überzeugt, dass sein Team in der Regionenliga durchaus mithalten kann

Der Klassenerhalt ist das große Ziel des Neulings

Archivartikel

Die SGM Weikersheim/Markelsheim I verteidigte in der Vorsaison ihren Bezirksliga-Meistertitel – im Gegensatz zum Vorjahr haben die Taubertäler nun aber ihr Aufstiegsrecht wahrgenommen und spielen in der Saison 2018/19 erstmals in der Regionenliga. Dort müssen sich die sieggewohnten Spielerinnen gewaltig umstellen, denn im Kampf um den Klassenerhalt werden sie natürlich nun stärker gefordert sein.

„Was hätte ich in der Bezirksliga noch vermitteln können?“ fragt Trainer Sebastian Hütter. Für den Coach der SGM Weikersheim/Markelsheim I stand ein erneuter Verzicht auf das Aufstiegsrecht nicht zur Debatte. „Wenn man zwei Mal hintereinander Meister wird, braucht man neue Anreize, auch fürs Training. Die Mannschaft hat einen Altersschnitt von etwa 22 Jahren, sie will und muss sich weiterentwickeln. Wenn alle da sind, können wir auch in der Regionenliga mithalten“, glaubt der 30-jährige Schäftersheimer, der sein neues Amt schon im März angetreten hatte, als sein Vorgänger Edgar Klärle das Traineramt beim TSV Crailsheim übernommen hatte. Hütter hatte vor einigen Jahren bereits zwei Spielrunden lang erste Erfahrungen als Co-Trainer von Klärle bei den Weikersheimer C-und D-Mädchen gemacht hatte. „Ich hatte viele Anfragen und wir haben uns eingehend unterhalten. Ich wusste, was mich erwartet. Die Mannschaft, die, nachdem Thorsten Beck zu Beginn der Runde aufgehört hatte, verschiedene Betreuer und Trainer hatte und deshalb etwas verunsichert war, hat mir den Einstieg recht leicht gemacht,“ berichtet der Coach, der zusammen mit dem neuen Trainer der 2. Frauenmannschaft, Julian Maier, die Lehrgänge für den Trainer C- Schein besucht und Anfang nächsten Jahres in Ruit die Prüfung ablegt.

„Die 1. und 2. Mannschaft waren bisher getrennt. Nach unserer Auffassung gehören die aktiven Mannschaften aber zusammen, auch die B-Mädchen des ältesten Jahrgangs gehören dazu“, sind sich die beiden neuen Trainer einig. So trainiert man jetzt gemeinsam, jeweils dienstags in Markelsheim und donnerstags in Schäftersheim. Auch die Heimspiele werden fast alle am Samstag zusammen ausgetragen, etwa zwei Drittel in Markelsheim und ein Drittel in Schäftersheim- „Es hat gut geklappt, fast alles ist so wie wir uns das gewünscht haben“, lobt Sebastian Hütter den Terminplan. Auswärts spielt die 1. Mannschaft in der Regel sonntags um 11 Uhr, die „Zweite“ samstags um 17 Uhr.

„Ich kam durch Sebastian dazu, man hat mich einfach ins kalte Wasser geworfen“, meint Julian Maier lächelnd. Der 25- jährige Weikersheimer zeichnet in der neuen Saison für die zweite Frauenmannschaft der SGM in der Kreisliga verantwortlich, die bisher von Klaus und Ottmar Leimeister gecoacht wurde. Beide wollen es etwas ruhiger angehen lassen.

Bei ihrem Debüt in der Kreisliga hat die Zweite, die zuvor nur an einer Freizeitrunde teilnahm, mit 18 Punkten in 16 Spielen und einem Torkonto von 33:33 einen Mittelplatz belegt. „Ich wurde sehr gut aufgenommen. Die Spielerinnen, waren gleich recht offen zu mir und ich bekam nur positive Rückmeldungen“, freut sich Julian Maier. „Spaß in der Runde und eine gute Kameradschaft, das ist mein Leitsatz“, sagt er. Natürlich will Maier auch sportlich etwas erreichen. „Wir wollen unter die ersten Vier kommen“, benennt er das Saisonziel. Julian Maier ist noch aktiver Spieler. „In der Vorbereitung war ich somit jeden Tag auf dem Sportplatz“, erzählt er.

Wie vier weitere unter den 10 Kreisligisten hat die SGM ihre Mannschaft, zu der drei B-Juniorinnen hinzugestoßen sind, als „Flex-Team“ gemeldet. „Wir können mit der Zweiten sowohl als Elfer- als auch als Neunerteam antreten. Letzteres muss bis Donnerstagabend beim Staffelleiter gemeldet werden“, informieren Sebástian Hütter und Julian Maier. Von dieser Möglichkeit möchte die SGM aber nur bei absolutem Personalnotstand Gebrauch machen.