Fußball

Fußball Abschluss-Staffeltag des Bezirks Hohenlohe / Neuer Modus für die Relegationen vorgestellt

Der Tabellenletzte steigt am Ende der Saison definitiv ab

Archivartikel

Der Abschluss-Staffeltag der Frauen- und Männerfußballer im Bezirk Hohenlohe fand in Brettheim statt. Bezirksspielleiter Hartmut Megerle zog dabei in seinem Bericht ein insgesamt positives Fazit. Der Spielplan sei durch die Witterung stark durcheinandergewirbelt worden, so dass extrem viele Nachholspiele zu absolvieren waren. Da allerdings Bezirk, Staffelleiter und Vereine an einem Strang gezogen hätten, sei die „Terminflut“ insgesamt jedoch gut bewältigt worden.

Auch die Relegation sei in der abgelaufenen Saison wieder ein Erfolg gewesen, auch wenn die Spiele im Vergleich zum vergangenen Rekord- Jahr von insgesamt etwa 1200 Zuschauer weniger besucht worden seien. Dies lag nach Ansicht von Megerle wohl teilweise an der Konstellation der Spielorte, aber auch an der parallel stattfindenden Weltmeisterschaft.

Nicht ganz zufrieden zeigte sich Megerle beim Thema Platzdisziplin. Hier gab es vermehrt Vorkommnisse und Meldungen. Er appellierte an alle Vereine, in diesem Bereich für mehr Ordnung zu sorgen.

Auch Bezirksschiedsrichterobmann Volker Stellmach schlug in dieselbe Kerbe und warb für mehr Respekt und Anerkennung, besondere für die jungen Schiedsrichter. Angesichts der sinkenden Schiedsrichterzahlen gelte es, möglichst viele Unparteiische zu halten und auch wieder neue hinzuzugewinnen. Gelegenheit biete sich hierfür wieder ab 8. Oktober bei einem Ausbildungskurs, für den ab sofort Anmeldungen möglich sind.

Der Bezirksvorsitzende Ralf Bantel berichtete in seinem Rückblick unter anderem von den Neuerungen, die sich aus dem Verbandstag ergeben. Erwähnenswert sei besonders die Einsetzung einer Kommission, die die Verbandsstruktur überprüfen und Vorschläge für den nächsten Verbandstag 2021 erarbeiten soll. Inwieweit der Bezirk Hohenlohe hiervon betroffen sein wird, bleibt abzuwarten.

Doch nicht nur der Rückblick auf die vergangene Saison war Thema des Staffeltags, sondern es wurden auch die Weichen für die beginnende Saison 2018/19 gestellt. So wurden die Staffelleiter nach einstimmiger Entlastung mit großer Mehrheit für die neue Saison gewählt. Lediglich eine personelle Veränderung gab es hier zu verzeichnen: Peter Hoffmann stellte sich als Staffelleiter der Bezirksliga aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl. Für ihn wurde Hartmut Megerle als Staffelleiter gewählt. Bezirksvorsitzender Ralf Bantel würdigte Hoffmann für die geleistete Arbeit und überreichte ihm als Anerkennung den WFV-Ehrenbrief.

Für die Relegation wurde mit breiter Mehrheit ein neuer Modus bestimmt: In der Relegation „Bezirksliga/Kreisliga A“ landen künftig alle vier Teilnehmer in einem Lostopf. Der Bezirksligist wird in zwei Halbfinals und einem Finale ermittelt. Ebenso werden die Relegationsspiele zur Kreisliga A per Los zwischen den beteiligten A- und B-Ligisten ermittelt, sodass gegebenenfalls der A-Ligist bei entsprechender Auslosung bereits in der ersten Runde ran muss.

Hartmut Megerle stellte zudem wichtige Ordnungsänderungen für die neue Saison vor. So muss jeder Spieler für die Teilnahme am Bezirkspokal künftig zwingend eine Pflichtspielberechtigung vorweisen können. Eine Berechtigung für Freundschaftsspiele reicht nicht mehr aus.

Vom WFV werden künftig keine Papier-Spielerpässe mehr ausgestellt. Es gibt jedoch künftig die Möglichkeit, die Spieler bei EDV-Ausfall über eine ausgedruckte Spielberechtigungsliste zu legitimieren.

Neu ist zudem, dass ab der neuen Saison der Tabellenletzte zwingend absteigen muss. Konstellationen, in denen der Letzte noch die Relegation spielen darf, wird es somit künftig nicht mehr geben.

Diskussionsbedarf gab es beim Thema Staffeleinteilungen. Neue Spielgemeinschaften führten dazu, dass sich in der Kreisliga B4 nur noch 13 Mannschaften wiederfinden. Hartmut Megerle begründete die Staffeleinteilung ausführlich, zeigte sich aber für die Zukunft auch offen für Vorschläge der Vereine. Um die Meinungen auszutauschen, bot er die Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe an, die sich mit dem Thema der Staffelgrößen beschäftigen soll. Interessierte können sich hierzu bis 15. August bei Hartmut Megerle melden.

Als Austragungsort für den nächsten Staffeltag 2019 wurde einstimmig Langenburg gewählt.