Fußball

Kreisliga A3 Hohenlohe Niederstetten im Derby-Klassiker nur Außenseiter / SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim will auch weiterhin im Rennen um Platz zwei ein Wörtchen mitreden und hat ein klares Ziel

Die Röttinger SGM in Bedrängnis bringen

Obwohl der Tabellenführer der Fußball-Kreisliga A3 Hohenlohe, die SGM Weikersheim/Schäftersheim, tatenlos zusehen musste, baute das Team von Manfred Wagner seine Spitzenposition aus, da der schärfste Rivale SGM Taubertal/Röttingen im Verfolgerduell gegen den FC Creglingen mit 0:1 das Nachsehen hatte und der bisherige Tabellendritte SV Edelfingen im Aufsteigerduell gegen den FC Phönix Nagelsberg nicht über ein torloses Remis hinauskam. Im Kampf gegen den Abstieg konnte sich der FC Igersheim durch den 3:2- Heimsieg im direkten Vergleich mit dem Vorletzten DJK Bieringen Luft verschaffen.

Während die Igersheimer nun am Sonntag spielfrei sind, stehen die anderen Kellerkinder vor sehr großen Herausforderungen: Schlusslicht TSV Dörzbach/Klepsau erwartet den Spitzenreiter, der Drittletzte SC Amrichshausen den Tabellenzweiten SGM Taubertal/Röttingen. Die Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern muss sich beim heimstarken FC Creglingen bewähren, und die vor eigenem Publikum bislang enttäuschende DJK Bieringen muss gegen den FSV Hollenbach II ebenfalls alle Register ziehen. Auch der TV Niederstetten ist im Altkreisduell gegen die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim nur Außenseiter. Die beiden Aufsteiger kreuzen die Klingen mit den beiden Crailsheimer Altkreisclubs: Der SV Edelfingen muss sich in Gammesfeld, der FC Phönix Nagelsberg zuhause gegen den SC Wiesenbach bewähren.

TSV Dörzbach/Klepsau – SGM Weikersheim/Schäftersheim (Vorrunde 1:5): Obwohl der Tabellenletzte sich wacker schlug und seine Haut sehr teuer verkaufte, musste er in Bad Mergentheim mit 0:2 die erwartete Niederlage hinnehmen. Im Hinspiel beim Tabellenführer in Schäftersheim war der TSV Dörzbach/Klepsau völlig überfordert. Lediglich die Tatsache, dass die Hausherren angesichts ihrer deutlichen Führung einen Gang zurückschraubten, bewahrte den Jagsttalclub vor einem Debakel. Auch im Rückspiel in Klepsau gibt es wohl nichts zu erben: Die Gäste haben nach sieben Auswärtsspielen noch eine blütenweiße Weste während sich der designierte Absteiger zuhause in sechs Begegnungen noch keinen einzigen Punkt sichern konnte.

SC Amrichshausen – SGM Taubertal/Röttingen (Vorrunde 1:5): Wie der TSV Dörzbach/Klepsau zuhause, ging der SC Amrichshausen in der Fremde in dieser Saison bisher völlig leer aus. Auf dem Sportplatz im Künzelsauer Teilort tun sich die Gastmannschaften aber recht schwer, so unter anderem auch der souveräne Tabellenführer, der sich nur mit Hängen und Würgen mit 1:0 durchsetzte. Auch die SGM Taubertal/Röttingen darf sich vor dem Gastspiel beim SCA nicht von der Harmlosigkeit des Gegners beim 1:5 im Hinspiel blenden lassen. Das Team von Joe Strauß-Brix, das im Derby in Bieberehren gegen den FC Creglingen etwas unglücklich mit 0:1 auf der Strecke blieb, muss in Amrichshausen den Kampf annehmen, um seiner Favoritenrolle gerecht zu werden.

FC Creglingen – Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern (Vorrunde 1:1). Der Treffer von Jannik Wolfarth zum 1:0-Erfolg im Sechs-Punkte-Derby gegen den Tabellenzweiten SGM Taubertal/Röttingen war für den FC Creglingen ein goldenes Tor im wahrsten Sinn des Wortes. Die Creglinger, die sich für ihren sehr engagierten Einsatz gegen gleichwertige Gäste unter widrigen äußeren Bedingungen auf dem Ausweichplatz in Bieberehren ein Gesamtlob verdienten, sind bis auf zwei Punkte an die Unterfranken herangerückt und somit wieder voll im Rennen um den Relegationsplatz. Ein Dreier im Altkreisderby gegen die zuletzt spielfreie Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern ist nun natürlich Pflicht für den FC Creglingen, der vor eigenem Publikum ungeschlagen ist. Die Gäste kämpfen gegen den Abstieg und nahmen aus insgesamt sieben Gastspielen in der Vorrunde nur vier Punkte mit..

TV Niederstetten – SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim (Vorrunde 0:3): Auch die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim konnte sich über einen sehr erfolgreichen Rückrundenauftakt freuen. Auch wenn das 2:0 gegen den voraussichtlichen Absteiger TSV Dörzbach/Klepsau recht glanzlos war, hat sich das Team von Sascha Höfer und Thorsten Beck, auch dank Creglinger Schützenhilfe, bis auf drei Punkte an den Tabellenzweiten SGM Taubertal/Röttingen herangearbeitet. Nun gilt es, im Altkreisklassiker beim TV Niederstetten unbedingt nachzulegen.

Spvgg. Gammesfeld – SV Edelfingen (Vorrunde 2:2): Da der SV Edelfingen im Aufsteigerduell gegen Nagelsberg nicht über ein torloses Remis hinauskam, mussten die Grün-Weißen sowohl den FC Creglingen, als auch die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim an sich vorbeiziehen lassen und sind auf den fünften Platz abgerutscht. Noch ist natürlich alles drin für den SVE, schließlich beträgt der Abstand zum Relegationsplatz nur vier Zähler. Die nächste Aufgabe für den Neuling dürfte aber um keinen Deut leichter werden als die letzte.

FC Phönix Nagelsberg – SC Wiesenbach (Vorrunde 1:2): Mit zwei Punkten weniger als Mitaufsteiger SV Edelfingen auf dem Konto darf auch der Tabellensechste FC Phönix Nagelsberg noch vorsichtig nach oben schielen. Gegen den SC Wiesenbach ist nun Revanche für die 1:2-Hinspielniederlage angesagt. Der Blaufeldener Teilortclub ist unberechenbar, sowohl zuhause als auch auswärts, und rechnet sich auch beim heimstarken Aufsteiger etwas aus. Interessant dürfte das Fernduell der beiden Torjäger sein: Routinier Ejmad Demaku erzielte genau die Hälfte der 24 Nagelsberger Treffer, Danut Esanu, der in der Vorrunde nur sporadisch mitspielen konnte, bewies in der letzten Saison seinen hervorragenden Torinstinkt.

DJK Bieringen – FSV Hollenbach II (Vorrunde 2:2): Durch drei Treffer von Patrick Guttensohn fertigte der FSV Hollenbach II am Freitagabend den Nachbarn aus Niederstetten unerwartet klar mit 3:0 ab und festigte seine Position im sicheren Tabellenmittelfeld. Nun müssen die Hollenbacher bei der DJK Bieringen antreten, die in sieben Vorrunden-Heimspielen lediglich drei Punkte verbuchte und sechsmal das Nachsehen hatte. Besonders bitter für die Jagsttäler war auch der Rückrundenauftakt mit der 2:3-Niederlage im Sechs-Punkte-Kampf beim FC Igersheim. Der Tabellenvorletzte hat erst zehn Zähler auf der Habenseite und kämpft gerade mit dem Rücken zur Wand.