Fußball

Fußball Verdienter 2:1-Sieg über den 1. FC Umpfertal vor 650 Zuschauern im Relegationsspiel in Oberbalbach / Spannende Schlussphase

Die SpG Uissigheim II/Gamburg steigt auf

1. FC Umpfertal – SpG Uissigheim II/Gamburg 1:2.

Umpfertal: Lorenz, Kirbach, M. Eck (55. Krenz), M.-E. Eck (70. Mohr), Leverow, Dkhill, Fischer (46. Kuntschik), Özer, Limbrunner (60. Mchaimech), Mutlu, Wüst.

Uissigheim II/Gamburg: Lünenschloß, O’Neal, Roßmann, A. Krug (65. M. Krug), Baumann, A. Göbel, Johannes, Steinhäuser (58. Tomic), Walz, Duschek, D. Göbel (80. Stang).

Tore: 0:1 (29.) Andre Göbel, 0:2 (64.) Aaron Tomic, 1:2 (77.) Musa Mchaimech. – Schiedsrichter: Markus Kohler (Windischbuch). – Zuschauer: 650 (in Oberbalbach).

Vor Beginn der Spielzeit 2018/19 hatte in der Kreisklasse B Tauberbischofsheim die SpG Uissigheim II/Gamburg fast niemand auf der Rechnung. Einzig bei der SpG Wittighausen/Zimmern II fand das Team der beiden Spielertrainer Marco Johannes und Aaron Krug eine erwähnung bei der Frage nach den Mitfavoriten im Kampf um den Titel. Nun, etwa zehn Monate später, steht die SpG Uissigheim II/Gamburg als Aufsteiger in die Kreisklasse A fest. Im Relegationsspiel vor 650 Zuschauern in Oberbalbach gab es einen letztlich verdienten 2:1-Sieg gegen den 1. FC Umpfertal II, der als Zwölfter der Kreisklasse A absteigen muss.

„Wir haben unsere Chancen einfach besser genutzt“, lobte Marco Johannes nach Spielschluss sein Team. „Am Anfang sind wir zwar nicht so mit dem Gegner zurecht gekommen, doch das 1:0 hat uns dann natürlich Rückenwind gegeben. In dieser Phase hat man gesehen, dass wir den Sieg etwas mehr wollten. Wir waren kämpferisch voll auf der Höhe.“

Dass es in der Schlussphase dann noch einmal richtig spannend wurde, kam für ihn nicht überraschend. „Wir mussten dann unserem eigenen Tempo Tribut zollen. Unsere Kraftreserven sind langsam zu Ende gegangen.“ Hier habe man halt deutlich gemerkt, dass man halt „nur“ eine zweite Mannschaft sei. „Die Trainingsbeteiligung ist halt praktisch nie so hoch, dass man richtig arbeiten kann.“ Leise Kritik übte er bei allem Siegerjubel dennoch an seiner Mannschaft. „Wir hätten den Sack eigentlich viel früher zumachen müssen. Chancen genug hatten wir ja.“

Sascha Limbrunner, einer von drei Spielertrainern beim 1. FC Umpfertal II, hatte in einem Gespräch mit den FN im Vorfeld dieses Relegationsspieles zugegeben, dass es einige Zeit gedauert habe, bis sein Team in der laufenden Saison den Abstiegskampf angenommen habe. Das gleiche traf dann wohl auch für dieses „Endspiel“ zu. Der 1. FC Umpfertal II fand erst in die Partie, als er in der Schlussphase angesichts der drohenden Niederlage „Hopp oder Top“ spielte. Bis dahin hatte die SpG Uissigheim II/Gamburg über weite Strecken die Partie beherrscht. „Wir haben einfach zu wenig gemacht, vor allem in der ersten Hälfte“, sagte Limbrunner nach dem Spiel. „Man hatte fast das Gefühl, dass ein Teil der Mannschaft richtig gehemmt war. Erst als wir in der Schlussphase mit dem Rücken zur Wand standen, ist es besser geworden. Wahrscheinlich hat da dann keiner mehr darüber nachgedacht, um was es eigentlich geht.“

Etwas haderte er dann auch noch mit dem Glück, denn das 2:2 war durchaus mehrmals möglich. Und auch ein Elfmeterpfiff in der Schlussphase wäre sicherlich nicht unberechtigt gewesen. „Dann kommt halt auch noch alles zusammen“, so Limburnner.

Nach einer Abtastphase zu Beginn der Partie übernahmen die Spieler aus Uissigheim und Gamburg (wobei hier eigentlich auch Eiersheim genannt sein müsste) mehr und mehr die Initiative. Vor allem mit den schnellen SpG- Angreifern wie Andre Göbel, Yanik Steinhäuser und später auch Aaron Tomic hatten die Spieler aus dem „U-Valley“ (wie sich der 1. FC hier und da selbst nennt) ihre liebe Müh’ und Not. So war es keine Überraschung mehr, als Andre Göbel einen Abpraller überlegt zur Führung ins Netz schlenzte.

Mit diesem 1:0 im Rücken setzte die SpG natürlich verstärkt auf ihre gefährliche Konter setzen. Als der gerade erst eingewechselte Aaron Tomic nach einem Traumpass von Aaron Krug in der 64. Minute auf 2:0 erhöht hatte, schien die Partie frühzeitig entscheiden. Doch dann wachte der 1. FC Umpfertal endlich auf. Das Team löste mit dem Mute der Verzweiflung mehr oder weniger den eigenen Defensivverbund auf und kam in der Schlussphase noch zu einigen sehr guten Torchancen. Bei der SpG dagegen schwanden die Kräfte. Nach dem Anschlusstreffer von Musa Mchaimech in der 77. Minute wurde es ein paar Mal noch richtig eng, wobei aber auch Uissigheim II/Gamburg hervorragende Konterchancen hatte.

Am Ende aber „zitterte“ die SpG Uissigheim/Gamburg den insgesamt verdienten Sieg mit etwas Glück und Geschick über die restliche Spielzeit.