Fußball

Verbandsliga Nordbaden FSV Hollenbach tritt heute Abend gegen einen in der Offensive gut besetzten Gegner an / Marc Zeller wieder dabei

Die TSG Tübingen ist eine komplett unberechenbare Mannschaft

Archivartikel

Die Leistung gefiel Karl-Heinz Sprügel nicht. Das Ergebnis ging für ihn in Ordnung. Das 2:0 gegen den 1. FC Heiningen verschaffte dem FSV Hollenbach in der Verbandsliga etwas Luft zu den hinteren Plätzen. „Am Samstag hatten wir zwei Mal Glück“, sagt der Manager. „Zum einen, dass wir das Spiel gewonnen haben und zum anderen, dass bei dem Brand danach niemand ernsthaft verletzt wurde.“ Für seine Mannschaft geht es nun bereits heute Abend bei der TSG Tübingen weiter. Anpfiff ist um 20 Uhr. Der Termin wurde auf Wunsch der Hollenbacher ausgemacht. „Einige Spieler wollen am Wochenende auf das Oktoberfest“, sagt Sprügel. Das Problem: Die Mannschaft muss damit auf dem ungeliebten Kunstrasen spielen. „Das ist mit Sicherheit kein Vorteil für uns“, sagt Sprügel.

Die Tübinger zeigten in dieser Saison bisher schwankende Leistungen. Mit neun Punkten – so viele wie Hollenbach – stehen die Gastgeber auf Rang fünf der Tabelle. Der FSV ist Achter. „Die sind komplett unberechenbar“, sagt Sprügel. „Ich kann die nicht einschätzen. Das wird nicht leicht. Aber wir müssen uns einfach wieder steigern und wieder mehr Qualität reinbekommen. Ich weiß, dass wir besser Fußball spielen können. Das haben wir schon bewiesen.“

Die Erinnerungen an Tübingen aus der vorigen Saison sind keine guten. Daheim unterlag der FSV 0:4. In Tübingen hieß es in einem Spiel, in dem es um nichts mehr ging, 1:1. Trainer Martin Kleinschrodt warnt: „Diese Saison haben die meist gegen gute Gegner gewonnen. Die sind in der Offensive sehr gut besetzt, da gilt es dagegen zu halten.”

Drei Spieler fehlen länger

Länger ausfallen werden weiter Lukas Ryl, Markus Herkert und Torben Götz. Und auch Sebastian Hack muss wohl einige Wochen pausieren. Hinter dem Einsatz von Tizian Amon sowie Michael Kleinschrodt stehen Fragezeichen. „Aber es ist wichtig, dass Marc Zeller wieder dabei ist. Ihn können wir nicht ersetzen“, sagt Sprügel. Der Kapitän bekam vom Manager auch ein Sonderlob. „Nach der langen Verletzungspause war es überragend,“ Gegen Heiningen ärgerte Sprügel vor allem die Leistung in der ersten Halbzeit. „Wir haben zu viel zugelassen“, sagt er. „Dafür haben aber alle Einwechslungen etwas gebracht. Ich weiß aber auch nicht, woran es liegt, dass wir nicht das abrufen, was wir können.“ Nach dem Brand in der Küche des Anbaus am Sportheim waren mittlerweile auch Sachverständige vor Ort.

„Es gibt aber noch keine konkreten Zahlen“, sagt Sprügel. Voraussichtlich liegt die Schadenshöhe im mittleren fünfstelligen Bereich. „Wir müssen noch sehen, ob auch die Böden kaputt sind“, sagt Sprügel. „Alles ist verrußt. Da müssen wir fast alles streichen.“ Der Spielbetrieb in der Jako Arena ist aber nicht gefährdet. Die Kabinen sind benutzbar. Am Sonntag spielte ja auch schon wieder die zweite Mannschaft. hesch