Fußball

Verbandsliga Nordbaden Erneut ersatzgeschwächte Laudaer wehren sich mannhaft, unterliegen aber erneut und überwintern damit auf einem Abstiegsplatz

Ein Eigentor bringt den FV auf die Verliererstraße

FV Lauda – VfR Mannheim 1:4

Lauda: Moschüring, Heeg (55. Sen), Neckermann (53. Müller), Kaplan (87. E. Jallow), Lotter, Ondrasch (87. Hehn), Baumann, Jurjevic, Schädle, Heizmann, Gerberich.

Mannheim: Bal, Gessel (72. Adragna), Denefleh (86. Mohamed), Rehm, Kirschner, Herm, Franke, Kochendörfer (75. Zeric), Sabah (78. Olumide), Schwab, Raab.

Tore: 1:0 (4.) Kaplan, 1:1 (25.) Franke, 1:2 (52., Eigentor) Lotter, 1:3 (65.) Kochendörfer, 1:4 (90.) Franke. – Schiedsrichter: Sebastian Deak (Rain/Lech). – Zuschauer: 185.

Auch ersatzgeschwächt spielte der FV Lauda von der ersten Minute an in dieser Begegnung der Verbandsliga Nordbaden munter mit. Nach einem gelungenen Angriff auf der linken Seite mit einem Zuspiel von Marcel Baumann auf den freistehenden Tolga Kaplan führte der FV plötzlich mit 1:0. Genau vor einem Monat gelang dies zum letzten Mal gegen Heidelsheim, das dann 4:0 besiegt wurde.

Den ersten Treffer erzielte damals Nikola Ilic, und diesen agilen Angreifer hätten Goran Jurjevic und Janik Ondrasch an diesem Tag dringend gebraucht, um angesichts der drückenden Überlegenheit der Mannheimer vor allem in der zweiten Spielhälfte erfolgversprechende Entlastungsangriffe fahren zu können. Ein ums andere Mal verfehlten die VfR-Angreifer mit ihren Torschüssen das FV-Gehäuse.

Mit aller Vehemenz wehrten sich die Gastgeber gegen den Ausgleich, der trotz wütender, viel zu hektisch vorgetragener Angriffe zunächst nicht fallen wollte. Die Schüsse von Rene Schwall und seinen Nebenspielern flogen zumeist deutlich über das Tor des aufmerksamen Keepers Marc Moschüring. In der 18. Minute kam Steffen Kochendörfer an der Strafraumgrenze frei zum Schuss, weil sein Gegenspieler auf dem nassen Rasen ausgerutscht war. Doch kläglich wurde diese bis dahin beste Torchance vergeben.

Falsch spekuliert

Ausgerechnet in der Phase, in der die Gastgeber mit ihrer taktisch klugen Einstellung auf Augenhöhe mit dem VfR agierten, nutzte Bartosz Franke, der sich packende Duelle mit Dominik Gerberich lieferte, einen Freistoß aus 22 Metern zum 1:1-Ausgleich. FV-Torwart Moschüring hatte mit einem Schritt nach rechts auf die falsche Seite spekuliert. Über die Mauer hinweg senkte sich der Ball aus Sicht des Torwarts aber ins andere Eck.

Der FV igelte sich weiterhin nicht ein und versuchte, sein Spiel durchzubringen. Diese Spielweise eröffnete dem VfR einige Spielräume, die bis zur Pause ungenutzt blieben. Torschüsse von Herm, Gessel und Franke verfehlten das Ziel oder wurden noch knapp vor der Torlinie abgefangen. So blieb es bis zu Pause beim schmeichelhaften 1:1.

Das Unheil nahm in der zweiten Spielhälfte durch ein unglückliches Eigentor seinen Lauf. In der 52. Minute war Torwart Marc Moschüring im Duell mit dem auf ihn zustürmenden Marcel Gessel Sieger geblieben, den abgewehrten Ball wollte Thomas Lotter per Kopf klären, doch landete der Ball zum 1:2 im eigenen Tor. Ab diesem Zeitpunkt hatte die VfR-Defensive alles im Griff und Angriff auf Angriff rollte auf das Laudaer Tor. Steffen Kochendörfer rutschte in der 66. Minute in einen Flankenball hinein und erzielte das 1:3, und praktisch mit dem Schlusspfiff markierte Bartosz Franke nach einem Abwehrschnitzer den Endstand.