Fußball

Verbandsliga Bruchsal ist eine schwere Aufgabe für den FV

Ein Lob an die „zweite Reihe“

Archivartikel

Schlag auf Schlag geht es für den FV lauda in der Fußball-Verbandsliga Nordbaden. Nach dem 4:0-Sieg gegen Heidelsheim treffen die „Baumänner“ morgen um 14.30 Uhr im Sportzentrum in Bruchsal auf den dortigen 1. FC. Während die Bruchsaler im Derby bei Olympia Kirrlach ihre Aufholjagd nach einem 1:3-Rückstand mit dem 3:3-Ausgleich in der 89. Minute krönten, ließen die Taubertäler bei ihrem ersten Heimsieg in der Runde nichts anbrennen. Mit vier Toren gegen den FC Heidelsheim versöhnten sie alle Fans, die zuvor im Tauberstadion nur drei Tore in sechs Spielen gesehen hatten. Die Taubertäler holten sich damit das nötige Selbstvertrauen für diese schwere Aufgabe.

Auch die Statistik unterstreicht diese Einschätzung, denn im Direktvergleich seit 2010 verließ der FV bei sechs Punktspielen nur einmal als Sieger den Platz. Etwas Glück war auch dabei, denn Dominik Gerberich schoss vor drei Jahren in Bruchsal erst in der 90. Minute das gefeierte Siegtor. Das letzte Kräftemessen in Bruchsal verlor der FV im Jahr seines Abstiegs aus der Verbandsliga 2017 mit 2:3, obwohl Chris Moschüring den FV zweimal in Führung brachte.

Ein halbes Dutzend Akteure aus dieser Partie sind im aktuellen Kader der Bruchsaler; beim FV Lauda sind es sogar neun Spieler, die gerne diesmal den Spieß umdrehen möchten. Mit einer 6-4-4-Bilanz belegen die Barockstädter derzeit einen soliden siebten Tabellenplatz und sorgten schon für Aufsehen, als sie daheim den VfB Gartenstadt mit 4:2 und den FC Heddesheim mit 4:0 besiegten. Noch deutlicher war es beim 7:2-Kantersieg der Bruchsaler gegen Zuzenhausen. Da kommt es FV-Trainer Marcel Baumann gerade zu Pass, dass sich seine Mannschaft zuletzt wieder sehr defensivstark präsentierte und im Angriff die zuvor schmerzlich vermisste Konsequenz im Abschluss demonstrierte.

Bornhorst schwerer verletzt

Beim Gastgeber vertritt Co-Trainer Timo Böhner den erkrankten Hicham Ouaki an der Seitenlinie und erwartet, dass seine Mannschaft das Spiel dominiert und den nächsten „Dreier“ einfährt, um auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze zu bleiben. Aus Laudaer Sicht wäre eine Punkteteilung sehr willkommen, doch verstecken wird sich der FV keineswegs. Dafür hat er im Angriff Spieler wie Goran Jurjevic, Nikola Ilic und Janik Ondrasch, die immer für ein Tor gut sind. Notfalls kann es ja auch mal wieder ein Freistoßtor von Dominik Gerberich richten.

FV-Trainer Baumann sieht seine Befürchtungen bestätigt, nachdem sich Sven Bornhorst im Abschlusstraining am Dienstag verletzt hatte: „Er hat sich eine Schultereckgelenksprengung mit Sehnenriss zugezogen und wird voraussichtlich für mindestens drei Monate ausfallen. Ob Ludwig Greß spielen kann ist noch ungewiss. Daniel Fell ging es gesundheitlich nach dem Spiel am Donnerstag nicht so gut, auch ein Einsatz von ihm ist noch ungewiss.“ Baumann hofft dennoch, dass die drei Punkte vom Feiertag noch zu veredeln sind: „Natürlich wären drei Punkte überragend, aber auch mit einem Punkt in Bruchsal könnten wir leben. Derzeit macht sich auch unser breiter Kader bezahlt. Die Qualität in der vermeintlich zweiten Reihe ist gut.“