Fußball

Fußball Lockerungen ab 1. Juli erlauben Training in Gruppen von bis zu 20 Personen sowie einen geregelten Sportbetrieb unter Einbindung von Zuschauern bei Einhaltung von gewissen Auflagen

Ein Meilenstein auf dem Weg zurück in die Normalität

Die neue Corona-Verordnung Sport erlaubt ab dem 1. Juli das Training in Gruppen von bis zu 20 Personen und einen geregelten Sportbetrieb unter Einbindung von Zuschauern unter gewissen Auflagen. Darüber informierten sowohl der Badische Fußballverband (BFV) als auch der Württembergische Fußballverband (WFV) in einer Pressemitteilung.

Bemühungen tragen Früchte

BFV-Präsident Ronny Zimmermann, der gleichzeitig auch Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist, sagte zum Beispiel: „Die neue Verordnung ist ein Meilenstein hin zur Normalität und zu einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Daher begrüßen wir die Entscheidung sehr und sind froh, dass unsere Bemühungen gegenüber der Politik Früchte tragen. Man merkt, dass allerorts die Fußballer mit den Hufen scharren und wieder richtig Bock haben zu kicken.“ Gleichzeitig appelliert Zimmermann an die Vereine: „Ganz entscheidend ist es nun, die gesetzten Regeln einzuhalten. Es ist weiterhin unser aller Verantwortung vorsichtig zu sein, damit der eingeschlagene Weg der Lockerungen weitergeht.“

WFV-Präsident Matthias Schöck: „Wir freuen uns über die Lockerungen, die mit der Corona-Verordnung Sport bereits am 1. Juli in Kraft treten. Für alle Fußballerinnen und Fußballer ist es eine große Erleichterung, ihren Sport unter Beachtung der entsprechenden Vorgaben wieder in gewohntem Maße ausüben zu können. Diese Lockerungen bringen gleichzeitig ein großes Maß an Verantwortung für uns als Verband und für unsere Mitgliedsvereine mit sich. Wir sind daher alle dazu aufgerufen, Maß zu halten und uns nach wie vor an die allgemeinen Verhaltensregeln zu halten und so - jeder Einzelne für sich - unseren Teil zur Eindämmung des Corona-Virus beizutragen. Das fängt beim Gruß unter Sportlern an und geht bis zur Nutzung der Corona-Warn-App. Wir alle wünschen uns eine schnelle Rückkehr zur Normalität und sind auf dieser Basis optimistisch für die kommende Amateurfußball-Saison 2020/21.“

Auch Zweikampftraining möglich

Ab Juli darf in Gruppen von bis zu 20 Personen trainiert werden. Dabei soll zwar grundsätzlich ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen sämtlichen anwesenden Personen weiterhin eingehalten werden; davon ausgenommen sind aber ausdrücklich für das Training oder die Übungseinheit übliche Sport-, Spiel- und Übungssituationen. Das bedeutet, dass im Trainingsbetrieb wieder Fußball nach den üblichen Regeln mit Zweikämpfen, Standardsituationen usw. gespielt werden kann.

Die neue Verordnung lässt darüber hinaus einen geregelten Sportbetrieb unter Einbindung von Zuschauern unter gewissen Auflagen zu. Sportwettkämpfe sind mit bis zu 100 Sportlerinnen und Sportlern und bis zu 100 Zuschauerinnen und Zuschauern wieder erlaubt. Ab 1. August erhöht sich die Zahl der insgesamt zugelassenen Personen auf 500 (die zahlenmäßige Aufteilung zwischen Sportlerinnen und Sportlern und Zuschauerinnen und Zuschauern ist dem Veranstalter freigestellt). Auch Umkleiden und Duschen dürfen wieder genutzt werden - allerdings nur unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern und zeitlich beschränkt auf das unbedingt erforderliche Maß. Bei aller Euphorie sei allerdings weiterhin Vorsicht geboten, wie BFV und WFV gemeinsam betonen: Grundsätzlich sind die bisherigen Hygienevorschriften und Dokumentationspflichten weiter einzuhalten. Abseits des Sportbetriebes gilt nach wie vor der Mindest-Abstand.

Konkrete Lockerungen

Die Regelungen in der Corona Verordnung Sport führen für den Fußball in Baden und Württemberg zusammengefasst zu folgenden konkreten Lockerungen:

Der Trainingsbetrieb kann mit bis zu 20 Personen stattfinden, grundsätzlich unter Wahrung des Abstandsgebotes von 1,50 Metern. Ausnahme sind hier die sogenannten üblichen Spielsituationen.

Fußballspiele im 11 gegen 11 zwischen Mannschaften verschiedener Vereine können ab 01.07.2020 unter den in der Verordnung genannten Voraussetzungen nach staatlichem Recht wieder ausgetragen werden, dies mit bis zu 100 Zuschauern unter Beachtung des Abstandsgebots von 1,5 Metern; Ligabetrieb und Wettkampfserien erfordern ein Hygienekonzept.

Freundschaftsspiele sind verbandsrechtlich wieder erlaubt und können beantragt werden; Schiedsrichter werden eingeteilt; auch kleine Turniere („Blitzturniere“) mit max. vier Teams können stattfinden.

Welche Auswirkungen die neue Verordnung ganz konkret auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs und Pokalspiele hat, will der Spielausschuss des BFV in den kommenden Tagen klären. Beim Außerordentlichen Verbandstag wurde kürzlich beschlossen, dass der BFV-Rothaus-Pokal, der Sportlines-Pokal der Frauen und der A-Junioren-Verbandspokal 2019/20 sportlich zu Ende geführt werden sollen. Sollte eine sportliche Beendigung der Wettbewerbe bis zum Meldetermin für den DFB-Pokal nicht möglich sein, wird der Verbandsvorstand beauftragt, einen Teilnehmer zu benennen. Die Verbandspokalwettbewerbe der B- und C-Junioren sowie der B- und C-Juniorinnen werden nicht fortgeführt und keine Sieger ermittelt. Die bfv-Rothaus-Kreispokale sowie Junioren-Kreispokalwettbewerbe sollen grundsätzlich ebenfalls sportlich beendet werden.

Für den WFV gilt: Der DB-Regio-WFV-Pokal 2019/20 wird nach derzeitigem Stand im August fortgesetzt und zu Ende geführt. Die Fortsetzung der Bezirkspokal-Wettbewerbe 2019/20 ist den einzelnen Bezirken freigestellt, Meldefrist für den DB Regio-WFV-Pokal 2020/21 ist der 3. August. bfv/wfv