Fußball

Kreisliga B4 Hohenlohe SV Harthausen will im Derby in Rengershausen Ambitionen unterstreichen / SGM Weikersheim/Schäftersheim II kann mit einem Heimsieg an spielfreien Hohebachern vorbeiziehen

Enges Titelrennen – ausgeglichenes Tabellenmittelfeld

Archivartikel

Hochspannung im Titelkampf der Kreisliga B4 Hohenlohe: Drei Teams sind nur durch einen Punkt voneinander getrennt und der spielfreie Herbstmeister TSV Hohebach muss deshalb zum Rückrundenauftakt mit seiner Ablösung rechnen. Der Tabellenzweite SGM Weikersheim/Schäftersheim kann sich mit einem Heimsieg gegen den TSV Althausen/Neunkirchen den Platz an der Sonne erobern. Sollten die Weikersheimer patzen, könnte der SV Harthausen mit einem Derbysieg beim SV Rengershausen vorbeiziehen. Der TSV Laudenbach kann mit einem Dreier bei Schlusslicht SV Mulfingen II dem Spitzentrio eng auf den Fersen bleiben. Für den FC Billingsbach ist ein Heimerfolg gegen die SGM Markelsheim/Elpersheim genauso Pflicht wie für den TSV Blaufelden im Nachbarschaftsduell gegen den Vorletzten TSV Schrozberg.

SGM Weikersheim/Schäftersheim II – TSV Althausen/Neunkirchen (Vorrunde 6:1): Die SGM Weikersheim/Schäftersheim II setzte zum Saisondebüt mit dem 6:1-Kantersieg bei A3-Absteiger TSV Althausen/Neunkirchen gleich ein Ausrufezeichen. Nun kann das Team von Philipp Strauß mit einem erneuten Dreier im Altkreisduell in Schäftersheim den spielfreien Tabellenführer TSV Hohebach hinter sich lassen. Die Gäste haben sich nach Akklimatisierungsschwierigkeiten in der B4 allerdings gesteigert und die Vorrunde mit 15 Punkten auf Rang 8 abgeschlossen. Im Gegensatz zu den Hausherren hat der Bad Mergentheimer Teilortclub, der übrigens wie sein Gastgeber 26 Tore in der Vorrunde erzielt hat, absolut nichts zu verlieren und will sich natürlich für die Heimblamage gegen die SGM rehabilitieren.

SV Rengershausen – SV Harthausen (Vorrunde 4:0): Auch der SV Harthausen muss in Rengershausen mit erheblich mehr Widerstand rechnen als der Lokalrivale im Hinspiel zu leisten vermochte. Der SVR hat sich neun Punkte aus seinen letzten fünf Rückrundenspielen gesichert und stand der Ott- Truppe zuletzt nur wenig nach. Außerdem spricht die Statistik für die Platzherren, die in den letzten vier Heimspielen gegen den SV Harthausen acht der möglichen zwölf Punkte erbeuteten und nur in zwei der letzten neun Derbys den Kürzeren zogen. Die Gesamtbilanz seit 2014/15 lautet 4-3-2 zugunsten des SVR. Auch die Tatsache, dass in dieser Saison schon fünf Gästeteams die Punkte auf dem Waldsportplatz in Rengershausen entführten, macht die schwere Auswärtsaufgabe für den Tabellendritten um keinen Deut leichter.

SV Mulfingen II - TSV Laudenbach (Vorrunde 2:2): Eine kuriose Halbzeitbilanz weist der SV Mulfingen II auf: Siege in Rengershausen und Billingsbach, Unentschieden zum Rundenauftakt in Laudenbach und bei Vorjahresvizemeister SV Wachbach II – alle acht Punkte ergatterten die Jagsttäler damit auf Gegners Platz. Vor eigenem Publikum gab es in fünf Fehlversuchen 6:22 Tore zu verzeichnen. Die Grün-Weißen wollen nun den Bann brechen und nicht nur ihre katastrophale Heimbilanz etwas aufbessern, sondern auch die Serie von fünf Pleiten in Folge unbedingt beenden. Für den TSV Laudenbach ist ein Dreier an der Jagst allerdings Pflicht, schließlich sind die Vorbachtäler trotz der 0:4-Abfuhr am letzten Vorrundenspieltag im Spitzenspiel beim TSV Hohebach mit vier Punkten Rückstand auf den Tabellenführer nach wie vor aussichtsreich im Rennen.

SV Wachbach II - SGM Creglingen II/Bieberehren (Vorrunde 0:3): In beiden Lagern ist man sicherlich mit der Vorrunde überhaupt nicht zufrieden: Der SV Wachbach II, der im Sommer noch an der Aufstiegsrelegation teilnahm, ist mit acht Punkten Rückstand auf den Tabellenführer und sieben auf den Relegationsplatz nur im Tabellenmittelfeld zu finden. Die Vorrunde schloss das Team von Christoph Tremmel mit zwei Punkteteilungen und zwei Niederlagen ab. Die SGM Creglingen II/Bieberehren war nach den ersten fünf Spielen noch ungeschlagen, baute danach aber gewaltig ab. Sechs deutlichen Niederlagen mit insgesamt nur zwei Ehrentreffern stand in den letzten sieben Vorrundenbegegnungen nur der 3:0- Heimerfolg gegen Schlusslicht SV Mulfingen II gegenüber. Da kann es am Sonntag in Wachbach, wo die Taubertäler im Vorjahr mit 5:0 gegen einen allerdings ersatzgeschwächten Gastgeber triumphierten, eigentlich nur besser werden.

FC Billingsbach - SGM Markelsheim/Elpersheim II (Vorrunde 5:2): Wie schon im Jahr eins nach dem A3- Abstieg tut sich der FC Billingsbach auch in dieser Saison schwer und kann auch unter Trainer Christian Schneider nicht die Rolle des Mitfavoriten auf den Titel spielen, die ihm im Vorfeld eingeräumt wurde. Mit deutlichen acht beziehungsweise sieben Punkten Rückstand auf die beiden Erstplatzierten belegt der Blaufeldener Teilortclub zur Winterpause lediglich den sechsten Rang und hat nur vier Zähler mehr auf dem Konto als Vorjahresschlusslicht SGM Markelsheim/Elpersheim II. Wäre nicht bedingt durch einen Einwechselfehler der 1:0- Derbysieg in Schäftersheim im Nachhinein als eine 0:3-Niederlage gewertet worden, hätte die SGM sogar eine ausgeglichene Gesamtbilanz. Der FC Billingsbach muss also am Sonntag mit größerem Widerstand als im Hinspiel rechnen.

TSV Blaufelden - TSV Schrozberg (Vorrunde 2:1): Mit einem Zähler mehr als der FC Billingsbach auf dem Konto, belegt der Hohenloher Kreisliga B-Pokalbeste TSV Blaufelden nach der ersten Halbserie Rang 5. Lokalrivale TSV Schrozberg, zu dem die Blaufeldener in ihrer Vereinsgeschichte Jahrzehnte lang nach oben blicken mussten, ist nur aufgrund der besseren Tordifferenz vor Schlusslicht SV Mulfingen II auf dem vorletzten Platz zu finden. Letzteres ist vor allem der chronischen Heimschwäche zuzuschreiben, denn in dieser Saison gingen in bislang sechs Auftritten vor heimischen Publikum die Punkte ausnahmslos an die Gäste. Auswärts haben die Schrozberger dagegen in sechs Spielen mit je zwei Siegen, Unentschieden und Niederlagen eine ausgeglichene Bilanz und wollen nun auch dem nächsten Nachbarn trotzen. hw