Fußball

Fußball Der TSV Rosenberg gewinnt das Rothaus-Kreispokal-Finale in Götzingen 3:1 gegen den Ligakonkurrenten und Namensvetter aus Buchen

Erste Hälfte des Doubles in der Tasche

TSV Rosenberg – TSV Buchen 3:1

Rosenberg: Krauth, Meier, Löw, Pasour, Rechner (74. Volk), Breitinger, Haas (82. Albrecht), Bujak (68. Brunn), Lutz, Schweizer, Wild.

Buchen: Hilbert, Hein (85. Chlaus), Berberich, Gruslak, Schwing, Jakob, Kohlmann, König, Hinner (64. Kaya), Veli, Großkinsky.

Tore: 1:0 (4.) Pasour, 2:0 (11.) Rechner, 3:0 (71.) Rechner, 3:1 n. E. (71.) König. – Schiedsrichter: Richard Gerstlauer (Mosbach). – Zuschauer: 500.

Der Gewinner des Rothaus-Pokals im Fußballkreis Buchen heißt TSV Rosenberg. Der Favorit und Tabellenführer der Kreisliga Buchen hat mit dem 3:1 gegen den TSV Buchen gestern Abend den ersten Teil des angestrebten Saison-Doubles unter Dach und Fach gebracht und dem Durchmarsch durch den Wettbewerb um die gläserne Trophäe mit dem Finalsieg die Krone aufgesetzt.

Die Rechnung des Rosenberger Trainers Christoph Meier ging auf: Früh in Führung gehen, gleich zu Beginn überhaupt keine Zweifel aufkommen lassen, wer der Herr auf dem Platz beim TSV Götzingen ist. In Zahlen: Schon nach elf Minuten stand es 2:0. Da war der TSV Buchen noch nicht richtig aufgewacht. Die Dominanz der Meier-Elf in Rot demonstrierte Nico Pasour schon in der vierten Spielminute mit dem ersten Treffer: Zunächst zog Rosenbergs Top-Torjäger Daniel Breitinger ab, der sollte ihn eigentlich machen, scheitere jedoch an Buchens Torhüter Enrico Hilbert. Der Abpraller landete direkt auf Nico Pasours Fuß. Versenkt.

Der Mann des Abends, Florian Rechner, zog sieben Minuten später nach: Langer Ball von Torhüter Benjamin Krauth wiederum auf Daniel Breitinger, der steckt ihn durch auf Pasour. Pasour passt quer auf Florian Rechners Fuß. Dessen Vollspann unter die Latte markiert unerreichbar das 2:0. Spielmacher in der ersten Hälfte: eindeutig der TSV Rosenberg. Der weitere Verlauf spiegelt allerdings auch die Kritik des Rosenberger Trainers Christoph Meier wider: „Das war heute nicht unser bestes Spiel“, sagte er, und: „Das Problem bei uns ist: Wenn wir zwei frühe Tore machen, dann ruhen wir uns gern zu sehr darauf aus.“

Der Zuschauer in Götzingen bekam diese Trainerworte im Verlauf der ersten Hälfte bestätigt. Da ging nicht mehr viel.

Nach der Pause kam allerdings ein Gegner aus der Kabine, der’s ganz offensichtlich doch noch einmal wissen wollte. Der TSV Buchen gefiel plötzlich mit schönen Aktionen, kam zu Torschüssen, drängte den Ligakonkurrenten in die eigene Hälfte, aber: Das Tor ging in der 71. Minute zum dritten Mal an die Herren in Rot. Wieder gefiel der agile Florian Rechner, hob den Ball frech über Torhüter Enrico Hilbert, und der weiche Ball landete unerreichbar im langen Eck.

Die Überlegenheit des Pokalgewinners erkannte auch Buchens Trainer Oliver Neeb ohne Einschränkung an: „Rosenberg war klar die bessere Mannschaft. Hätten wir in der ersten Hälfte den Anschlusstreffer gemacht, dann wäre die Partie noch einmal richtig spannend geworden.“ Doch den einzigen Treffer für den TSV in Grün-Weiß brachte ein Elfmeter. Nach einem Foul an Buchens Kaya Emre traf Sven König zum 3:1. Die junge Truppe von Oliver Neeb leistete sich trotz besserer Spielanteile in der zweiten Häfte einfach zu viele Fehler. BFV-Präsident und DFB-Vize Ronny Zimmermann war’s recht, denn „ich hab’ schon Angst gehabt, dass das Ergebnis vielleicht noch deutlicher wird“, sagte der nach dem Spiel vor der Pokalübergabe zusammen mit BFV-Vizepräsident Rüdiger Heiß.

Die offene Rechnung nach dem verlorenen Finale 2017 gegen Schweinberg ist beglichen. Die Trophäe steht nach acht Jahren wieder im Regal des TSV Rosenberg. Und gefeiert wurde gestern bis spät in die Nacht. Rosenbergs Trainer Christoph Meier hatte sich vorsorglich für heute schon mal frei genommen...