Fußball

Fußball Absolut verdienter 1:0-Erfolg im Relegationsspiel in Wenkheim gegen die SG Unterschüpf/Kupprichhausen II

FC Grünsfeld II rettet sich seine Saison selbst

Archivartikel

Untersch./K. II – FC Grünsf. II 0:1

Unterschüpf/K. II: Schomburg, Haser, Heffner (46. Koslow), Lindner, Burger (64. Braun), Rastel, Schyle, Theisz, S. Weiland, D. Weiland (82. Dietz), Schindler (73. S. Hasenfuß). Grünsfeld II: Weiß, Engert, P. von Brunn, Betzel, Dörr (88. Hemm), Segeritz (24. Konrad), Kordmann, Ch. Kraft, Funtukas (75. J. von Brunn), Bamberger, S. von Brunn (60. Oettig). Tor: 0:1 (21.) Stefan Kordmann. – Gelb-rote Karte: Samuel Rastel (Untersch./K. II/90.+3/wiederholtes Foulspiel). – Schiedsrichter: Jan Gräf (Adelsheim). – Zuschauer: 360 (in Wenkheim).

Uwe Withopf, Trainer des FC Grünsfeld II, kehrte bei allem Jubel über den verdienten 1:0-Sieg schnell zurück in die Realität: „Wir dürfen jetzt auf keinen Fall in Euphorie verfallen. Wir haben uns mit unserer größtenteils verkorksten Spielzeit dem Umweg über die Relegation selbst eingebrockt. Jetzt haben wir uns selbst die Saison gerettet, mehr nicht.“

Mit der Leistung seiner Mannschaft im Relegationsspiel gegen die SG Unterschüpf/Kupprichhausen II war Withopf sehr zufrieden, auch wenn in der Schlussphase praktisch alles nur noch über den Kampf ging. „Hätten wir immer so gespielt, hätten wir gar nicht in die Relegation gemusst.“ Einen Kritikpunkt fand der Trainer aber doch: „Wir haben wieder einmal nicht das 2:0 gemacht. Das war praktisch ein Spiegelbild der gesamten Saison. Da ist uns das häufig passiert.“

Matthias Bahner, Trainer der SG Unterschüpf/Kupprichhausen II, erkannte neidlos den verdienten Sieg der Grünsfelder an. „Sie waren uns spielerisch klar überlegen“. Den Grund dafür hatte er schnell ausgemacht: „Wir haben heute einfach nicht das abrufen können, zu was wir eigentlich in der Lage sind.“

Aus der Unterlegenheit seines Teams und dem daraus resultierenden Ergebnis von 0:1 zog er nach der Partie sogar etwas Positives: „Wenn man so verliert, dann tut das zumindest nicht so arg weh. Viel schlimmer ist es, wenn man gleichwertig oder sogar besser war und ein Spiel dennoch verliert.“

Der FC Grünsfeld II nahm von Anfang an das Heft in die Hand. Bereits nach drei Minuten hätte Stefan Kordmann sein Team in Führung bringen müssen, als er nach einem Abwehrfehler der SG allein von Keeper Patrick Schomburg auftauchte, in ihm dann allerdings seinen Meister fand. Bis auf wenige Ausnahmen fand ein strukturiertes Angriffsspiel der Unterschüpf/Kupprichhausen II praktisch nicht statt. Der FCG II kam häufig über die rechte Seite und war dabei meist gefährlich. Es kam wirklich nicht von ungefähr, dass über diese Seite auch der alles entscheidende Treffer vorbereitet wurde – allerdings unter gütiger Mithilfe der SG-Hintermannschaft. Eine Flanke von Michael Dörr war eine gefühlte Ewigkeit in der Luft, und dennoch durfte in der Mitte Stefan Kordmann den Ball ungehindert in den Torwinkel köpfen.

Nach der Pause verflachte die Partie zusehends. Der FC Grünsfeld II wartete mit der Führung im Rücken erst einmal ab und Unterschüpf/Kupprichhausen II wollte offensichtlich ein möglicherweise vorentscheidendes 0:2 verhindern. Erst in der Schlussphase ging die SG ein etwas größeres Risiko, jedoch ohne Erfolg.

Trainer Uwe Withopf hofft, dass sein Team seine Lehren aus der Relegation gezogen hat. „In der nächsten Saison müssen wir alles besser machen. Jetzt aber trinken wir erst einmal gemeinsam ’was . . .“