Fußball

Landesliga Odenwald Kein Sieger im Wertheimer Derby / FV Mosbach muss nach überraschender Niederlage „abreißen“ lassen / Neckarelzer Stärke bei den Standards

FC Grünsfeld schlägt Höpfingen und kommt unten raus

SVV Wertheim – SV Nassig 1:1

Wertheim: Jetzlaff, C. Cirakoglu, Ratter, Michel, Hensel (22. L. Elshani), Scheurich (70. R. Cirakoglu), Aksit, Helfenstein, Winzenhöler, Greulich, Q. Elshani (75. Bundschuh).

Nassig: Link, Piechowiak, Ziegler, Schuhmacher, Baumann (62. Lang), Sock, Budde, Muehling, Kunkel (75. Klein), Vollhardt, Emrich.

Tore: 1:0 (11.) Aksit, 1:1 (81.) Budde. – Schiedsrichter: Marvin Hoffmann (Mannheim). - Zuschauer: 150.

Ein rassiges Derby in Wertheim sahen die 150 Zuschauer im Stadion in Bestenheid. Vom Anpfiff weg machte die Heimelf mächtig Druck und ging völlig verdient mit 1:0 in Führung. Nach einer tollen Balleroberung im Offensivpressing passte SVV-Kapitän Greulich zum startenden Aksit, der Gästekeeper Link noch umkurvte und überlegt zur Führung einnetzte (11.). In der Folge war die SV Viktoria spielbestimmend und hielt die Nassiger fern vom eigenen Kasten. Eine Schlüsselszene im Spiel ereignete sich nach einer halben Stunde: Der bereits mit gelb verwarnte Piechowiak foulte den durchgebrochenen Winzenhöler im Strafraum elfmeterreif, der Pfiff des Unparteiischen blieb jedoch zum entsetzen der Heimelf aus. Dennoch ging es mit einer verdienten Führung für die Wertheimer in die Pause. In der zweiten Hälfte fanden die Nassiger besser ins Spiel. „Lang und weit“ sollte das erfolgsbringende Rezept sein. Immer wieder wurde hoch in die Spitze gespielt, doch es resultierte daraus keine große Gefahr für das Tor von Keeper Jetzlaff. Die Heimelf verlegte sich hingegen aufs Kontern und hatte mehrmals die Chance den „Sack zu zu machen“. Mit einem Sonntagsschuss nach einer Ecke erzielte Budde kurz vor Spielende den Ausgleich für die Gäste (81.). In der Nachspielzeit dann noch die riesige Möglichkeit für Michel, zum Held des Abends aus Sicht der SV Viktoria zu werden, doch er brachte das Spielgerät aus kurzer Distanz nicht im Kasten unter. Unter dem Strich ein schmeichelhaftes Unentschieden für die Nassiger. Die SVV hat gezeigt, dass sie zu unrecht im Tabellenkeller feststeckt.

FC Grünsfeld – TSV Höpfingen 2:0

Grünsfeld: Markert, T. Dürr, D. Dürr, Betzel (75. Fries), Albert, Moschüring, Scherer (89. Kraft), Schreck, Braun, Müller (83. Schipper), von Brunn.

Höpfingen: Kaiser, Dörr, Kuhn, Hering, Nohe (72. Dahlhues), Hornbach, Knörzer, Hauk, Johnsen, Hauck (65. Kaiser), Diehm.

Tore: 1:0 (35.) Albert, 2:0 (90., Elfmeter) Albert. – Schiedsrichter: Marcel Fischer (Sinsheim). – Zuschauer: 150.

Beide Mannschaften tasteten sich in der Anfangsviertelstunde ab. Bis zur ersten gefährlichen Torchance dauerte es 15 Minuten, der Schuss der Heimelf wurde allerdings pariert. Höpfingen hatte seine erste Möglichkeit im Gegenzug. Grünsfeld kam ab der 30 Minute besser ins Spiel und erzielte das 1:0 durch den stark spielenden Lukas Albert. In den kommenden Minuten hatte die Heimelf weitere Chancen, die allerdings nicht verwertet wurden. Nach dem Seitenwechsel startete Grünsfeld besser in die Partie. Kurz nach Wiederanpfiff war es Lukas Müller, der knapp scheiterte. Bei einem Höpfinger Konter streifte der Ball das Aluminium. Man merkte dem FC an, dass er die drei Punkte unbedingt auf dem heimischen Platz holen wollte. In der 75. Minute schnappte sich Albert den Ball, marschierte aus 40 Metern durch die gegnerische Hälfte und scheiterte am Aluminium. In der 90. Minute entschied der Unparteiische auf Strafstoß für den FC, den Albert souverän verwandelte. Der FC holte somit verdient die nächsten drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Uissigheim – Gommersdorf 0:2

Uissigheim: M. Diehm, V. Rüttling (62. steinhäuser), M. Füger (81. Heerd), C. Gros, Sladek (58. Weber), S. Gros, Faulhaber, Väth, Matti Duschek, Martin, Morawetz.

Gommersdorf: Bayha, G. Mütsch, Herrmann, M. Schmitt (88. Kaiser), Gärtner (80. Stöckel), Hespelt (30. R. Mütsch), Geissler, Walter, P. Mütsch, F. Schmitt, Scheifler (72. Feger).

Tore: 0:1 (16.) M. Schmitt, 0:2 (61.) Gärtner. – Schiedsrichter: Ridvan Sevin (Mosbach). – Zuschauer: 110.

Die ersten zehn Minuten waren geprägt von Sicherheit, doch zeigte die Heimmannschaft in der Folge den besseren Zug zum Tor. Aber in der 16. Minute bekam Max Schmitt den Ball zugespielt und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Dicke Chance für Gommersdorf in der 25. Minute: Maxi Diehm hielt stark. Uissigheim steckte nicht auf und versuchte, den Ausgleich zu erzielen. In dieser Phase wurde ein Spieler des VfR mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht. V. Rüttling kam in der 40. Minute in aussichtsreicher Position zum Abschluss, scheiterte aber am herauslaufen Torhüter der Gäste. Zu Beginn der zweiten Hälfte rettete die Latte des Gästetores das 1:0. In der 55. Minute brachten es gleich drei Gästespieler nicht fertig, den Ball ins Uissigheimer Tor zu bringen. Dies gelang Markus Gärtner in der 61. Minute, der nach genauer Hereingabe ohne Probleme zum 2:0 erhöhte. Die Heimelf stemmte sich gegen die drohende Niederlage, doch gegen Gommersdorf war das äußerst schwierig. Die Gäste kamen verdient zum nächsten dreifachen Punktgewinn.

Hundheim/Steinb. – Türkspor 1:1

Hundheim/Steinbach: Brugger, Benz, Christian Münkel, Koprowski (66. Hirsch), Baumann, Pahl, Hilgner, Jens Münkel, Bundschuh, Alexander Münkel, Öchsner (74. Michael).

Mosbach: Gomez, Springer, S. Artun, Sürücü, Uslu, Altinyaldiz, Türkyilmaz, H. Artun, Zeybek, Üzümcü, Olgun, Arslan, Radefahrt, Heck, Saidy, Saljic, Bakacak.

Tore: 0:1 (29.) Türkyilmaz; 1:1 (56.) Jens Münkel. – Schiedsrichter: Philipp Becker (Bremerhafen). – Zuschauer: 140.

Bereits nach 50 Sekunden hatten die Gäste eine Großchance, die sie jedoch nicht gut zu Ende spielten. Auf der anderen Seite spielte Alex Münkel den gegnerischen Torwart aus, doch sein Rechtsschuss wurde von einem Gästeabwehrspieler aus dem Tor geschlagen. Viele Zuschauer sahen diesen Abwehrversuch hinter der Torlinie – der Schiedsrichter allerdings nicht. In der Folgezeit dominierte der FC das Spiel, tat sich jedoch schwer, vernünftige Chancen herauszuspielen. Nach 28 Minuten fädelte der Mosbacher Sturmführer Manuel Heck im Strafraum geschickt ein, und der „Schiri“ pfiff Elfmeter. Burak Türkyilmaz nutzte die Gelegenheit und netzte zur etwas glücklichen Gästeführung ein. Auch nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber optisch überlegen und spielten offensiv nach vorne, jedoch ohne das nötige Glück im Abschluss. Nach einer Flanke von Manuel Pahl segelte die Volleyabnahme von Rene Bundschuh übers Tor. Doch nur vier Minuten später setzte sich Hundheims Kapitän Jens Münkel vor dem Strafraum durch und erzielte aus 18 Metern den umjubelnden und hochverdienten Ausgleich. Auch nach diesem Treffer suchten die Gastgeber den Weg nach vorne, um das Spiel noch komplett zu drehen. Alex Münkel suchte seinen Sturmpartner Rene Bundschuh, dessen Abschluss aus guter Position stelle Mosbach Torspieler Sulayman Gomez jedoch vor keine große Probleme (61.). Die Heimelf spielte auch in den letzten 25 Minuten auf Sieg, gegen nun fast nur noch defensiv agierende Gäste. Auch die Forderung der heimischen Fans nach zwei möglichen Strafstößen blieben von Schiedsrichter Becker unerhört, so dass es beim Unentschieden blieb.

FSV Waldbrunn – FV Mosbach 2:1

Waldbrunn: Haas, A. Weiß (81. Kuhn), Frank, Baumbusch, Agac, Dominic Schulz, Palm, Guckenhan (88. Dennis Schulz), Kwasniok, Guth, Köklü (74. J. Weiß).

Mosbach: Söhner, Hauk, Knörzer, Hiller, Bender, Beyer (59. Weatherspoon), Schaffrath (81. Kaplan), Tilsner, Frey, Augustin, Kreß.

Tore: 0:1 (72.) Tilsner, 1:1 (85.) Kwasniok , 2:1 (90.) Schulz). – Schiedsrichter: Dominik Genthner (Heidelberg). – Zuschauer: 200.

Alles in allem ein glücklicher Sieg des FSV gegen eine Gästemannschaft, die es nicht vermochte, mehr Kapital aus ihren Torchancen zu schlagen.

Reichenbuch – SV Königshofen 1:3

Reichenbuch: Edelmann, Gimber, Utz, Bachmann, Secka (62. Eiffler), Holzschuh, Welz (78. Roth), Winter, Kalinovsky, R. Kratky, Weber.

Königshofen: Hönig, Henning, Wolf (75. Herzog), Baumann, Arias, Tiefenbach, Fell, Inal, Karim, Rathmann (79. N. Michelbach), Saul (90. Schwenkert).

Tore: 0:1 Inal (14.), 0:2 Rathmann (16.), 1:2 (35., Elfmeter) Gimber, 1:3 Inal (45 +1). – Schiedsrichter: Felix Arnold (Helmstadt). – Zuschauer: 90.

In den ersten 15 Minuten hatte jede Elf eine Möglichkeit, jeweils nach einer Ecke. Kurze Zeit später wurde Bachmann im Mittelfeld gefoult, jedoch der Pfiff blieb aus, und der Gast schaltete sofort um und erzielte durch Inal das 1:0. Keine zwei Minuten später hieß es 2:0 durch Rathmann.In der 27. Minute war Bachmann einen Ticken zu spät, und in der 30. Minute hatte Winter kein Schussglück, als er einen zu kurz abgewehrten Ball direkt nahm. Reichenbuch war nun weiterhin im Vorwärtsgang, und Welz kam aus kurzer Distanz nicht richtig zum Abschluss. Kurze Zeit später konnte Welz im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden und es gab Elfmeter für den FVR, den Gimber sicher zum 1:2 Anschlusstreffer versenkte. In der 39. Minute konnte Edelmann mit einer Glanzparade Schlimmeres verhindern. Im weiteren Verlauf war Reichenbuch dem Ausgleich näher als der Gast einem weiteren Treffer. In der Nachspielzeit von Hälfte eins wurde der FVR jedoch kalt erwischt, denn der Gast erzielte mit einem Konter durch Inal das 3:1. In Hälfte zwei kam der FVR besser ins Spiel und wurde stärker, jedoch verwalteten die Gäste clever die Führung. Reichenbuch hatte nun mehr Spielanteile und auch Möglichkeiten, das Spiel noch umzubiegen. In der 76. Minute klärte Edelmann einen der zahlreichen Konter der Gäste. In der 81. Minute hatte Eiffler nochmals aus kurzer Distanz die Möglichkeit, doch dem FVR fehlte das Quäntchen Abschlussglück.

Neunkirchen – Eintr. Walldürn 2:2

Neunkirchen: Strein, M. Knörzer, Gören (88. Holzner), Burkhard, F. Knörzer, Leibfried, Eiermann, Homoki, Werner, Schilling (70. Frauhammer), Martin (46. Neid).

Walldürn: Fischer, Schüler (66. Kaiser), Paffen, Schmitt, Kuhn, Berberich, Fritsch, Hana, B. Fischer, Turra, Leis (66. Grullini).

Tore: 1:0 (6. Foulelfmeter) Werner, 2:0 (22., Foulelfmeter) Werner, 2:1 (24., Handelfmeter) Turra, 2:2 (71.) Turra. – Rote Karte: F. Knörzer (SVN/24.) –– Schiedsrichter: Marvin Hoffmann (Mannheim). – Zuschauer: 180.

Vom Start weg entwickelte sich eine flotte Partie, in der der Gast versuchte, den SVN früh zu stören. In der sechsten Minute setzte Leibfried gut nach und wurde im Strafraum regelwidrig gestoppt. Den Strafstoß verwandelte Werner eiskalt zur Führung. Der SVN übernahm mit der Führung im Rücken die Spielkontrolle, ohne zu zwingenden Abschlüssen zu kommen. Walldürn tat sich im Spielaufbau meist schwer und wurde dem SVN so nur selten gefährlich werden. In der 22. Minute spielte der SVN einen starken Konter, und Knörzer war im Strafraum nur noch durch ein Foul zu stoppen. Den „Elfer“ verwandelte Werner erneut souverän zum 2:0. Nur zwei Minuten später der nächste Elfmeter-Pfiff. Diesmal auf der Gegenseite, als F. Knörzer auf der Linie mit der Hand rettete und dafür die Rote Karte sah. Diese Chance ließ sich Turra nicht nehmen und verkürzte auf 1:2. Der SVN versuchte in Unterzahl, defensiv sicher zu stehen und Walldürn hatte mehr vom Spiel, ohne zu Abschlüssen zu kommen. Nach dem Wechsel versuchte der SVN aus einer guten Ordnung heraus über Konter zum Erfolg zu kommen. Walldürn hatte zwar mehr Ballbesitz. Insgesamt viel den Gästen aber spielerisch zu wenig ein, um dem SVN gefährlich zu werden. Mit zunehmender Spieldauer bekam der Gast Chancen, doch Strein parierte in der 67. Minute erneut gut. In der 71. Spielminute klärte der SVN nicht konsequent, und Turra nutze diese kurze Unordnung mit dem 2:2 eiskalt aus. Beide Keeper zeichneten sich erneut aus, so dass es beim 2:2 blieb. Letztlich verdiente sich der SVN trotz 65 Minuten in Unterzahl dank einer tollen Moral den Punkt.

Neckarelz – SV Osterburken 3:0

Neckarelz: Penz, Rau, Schwind, Hotel, Müller, Göttmann (19. Karic), Satilmis, Hogen, Diefenbacher, Heckmann (71. L. Böhm), Kizilyar.

Osterburken: Niklas, Mench, Nemeth, Hettinger, Titarenko, Bender, D. Gutenberg (46. M. Gutenberg), Arndt, Eckel (60. Baidin), Schmitt (73. Watzal).

Tore: 1:0 Rau (34.), 2:0 Rau (46.), 3:0 Karic (48.). – Schiedsrichter: Steffen Heer (Neckarbischofsheim). – Zuschauer: 110.

In einer spielerisch guten Landesligabegegnung hatte Müller schon in der zweiten Minute die Chance, die Spvgg. in Führung zu bringen. Der laufstarke Titarenko passte in der siebten Minute auf Eckel, sein platzierter Schuss klärte Penz zur Ecke. Schiedsrichter Heer pfiff in der neunten Spielminute zur Überraschung aller Neckarelzer einen Handelfmeter, welchen Penz glänzend parierte. Nun nahm Neckarelz das Spielgeschehen in die Hand, erhöhte die Schlagzahl und kam zu hochkarätigen Chancen. Doch erst eine Standardsituation in der 34. Minute brachte die überfällige Führung. Hogens Freistoß nahm der mit aufgerückte Rau mit der Brust an und versenkte den Ball unhaltbar zum 1:0. Auch im zweiten Durchgang war Rau in der 46. Minute zur Stelle und verwertete Diefernbachers gefühlvollen Freistoß per Kopf zum 2:0. Keine zwei Minuten später zirkelte Diefenbacher seinen Freistoß auf den eingewechselten Karic, der zum 3:0 einköpfte. Die Defensivabteilung der Neckarelzer spielte konzentriert weiter, das Mittelfeld wie auch die Sturmreihen ließen Ball und Gegner laufen. Gästetorhüter Niklas zeichnete sich durch viele Paraden aus, so dass es beim 3:0 blieb.