Fußball

American Football Das Bad Mergentheimer Wolfpack empfängt zum ersten Mal die Freiburg Sacristans / Oberliga-Debut am Samstag im Deutschordenstadion

Footballsport über viele Jahre geprägt

Erstmals in der Geschichte des Wolfpacks geben am kommenden Samstag im Bad Mergentheimer Deutschordenstadion die Freiburg Sacristans ihr Debut. Zu verdanken ist dies zum einen den mehrfachen Aufstiegen der Bad Mergentheimer, die nun in der Oberliga stehen. Zum anderen der letztjährigen Formschwäche des Traditionsteams aus dem Breisgau, die dem langjährigen Regionalligisten den Abstieg bescherten.

„Für uns“, so Wolfpack-Vorstand Klaus Volkert, „ist dies immer eine besondere Ehre, wenn wir gegen eines dieser Teams spielen, die den American Football in Baden-Württemberg über viele Jahre hinweg geprägt haben, gleichzeitig aber auch eine Anerkennung der enormen Leistung, derer unsere Jungs aus dem Taubertal in unse-rer noch jungen Geschichte fähig sind.“

Sacristans gut ausgestattet

Immerhin feiert die 6500 Mitglieder starke Freiburger Turnerschaft, der die Sacristans (zu Deutsch: Messdiener) angehören, in diesem Jahr ihr 175-Jahr-Jubiläum und ist damit ein Großsportverein, der weit und breit seinesgleichen sucht. Dementsprechend reichlich ist auch das seit 1991 bestehende Footballteam ausgestattet, dem ein dreimaliges Training pro Woche geboten wird mit vollkommener Variabilität hinsichtlich der Platzwahl ob Hartplatz, Naturrasen oder Kunstrasen. Dass dies für zahlreiche Sportler attraktiv ist, zeigt der vergleichsweise riesige Spielerkader der Südbadener, die darüber hinaus mit einer hervorragenden Jugendarbeit glänzen. So spielt deren Flaggschiff, die U19 sogar in der obersten Jugendliga, der GFL Juniors Süd und kann dort recht ordentlich mithalten. Rahmenbedingungen also, von denen das 300 Kilometer entfernte und am entgegengesetzten Zipfel Baden-Württembergs gelegene Wolfpack nur träumen kann.

Und gerade diese Jugendarbeit könnte am Ende der Saison der entscheidende Faktor für den angepeilten direkten Wiederaufstieg in die dritte Liga sein. Denn nicht uneigennützig haben deren Verantwortliche alles daran gesetzt, ihre Spieltermine nach hinten zu verlegen, wenn die Saison der GFL-Juniors zu Ende ist und die verdienten Knappen nach oben gezogen werden können. Dies wird bereits am kommenden Samstag beim ersten Aufeinandertreffen mit Bad Mergentheim erwartet und erst recht beim Rückspiel in Freiburg, das schon eine Woche später stattfinden wird.

Ob solche taktische Spielereien überhaupt notwendig waren, erscheint freilich angesichts der aktuellen Tabellensituation fraglich, denn die Messdiener haben als einziges Team erst eine Niederlage einstecken müssen und führen damit die Tabelle mit 14:2 Punkten bei einem Touchdownpunktverhältnis von 200:59 souverän an. Die beiden nachfolgenden Mannschaften Tübingen Red Knights und Badener Greifs ha-ben nach Minuspunkten bereits 6 an der Zahl und können daher nicht mehr aus ei-gener Kraft zu den Breisgauern aufschließen. Das Wolfpack konnte nach anfänglichen Startschwierigkeiten in den letzten beiden Spielen punkten (wir berichteten) und steht derzeit mit 8:8 Punkten im gesicherten Mittelfeld. Angesichts des grundlegenden Wechsels im Spielsystem, der in diesem Jahr notwendig war, um für die Zukunft gerüstet zu sein, ist dies für den Trainerstab unter Headcoach Lukas Grice durchaus in Ordnung. So zählt ab jetzt der Spaß an dieser faszinierenden Sportart, so dass sich die Zuschauer ähnlich wie am letzten Samstag auf ein sicherlich spannendes und hochkarätiges Spiel freuen dürfen. Wie gewohnt werden die Spirit Wolf Girls, die Cheerleader des Wolfpack, die Stimmung kräftig anheizen.

Für die kleinen Fans gibt es traditionell eine Hüpfburg, die es den Eltern erlaubt, sich voll auf das Spiel zu konzentrieren. Das Vorprogramm beginnt übrigens bereits um 14.30 Uhr. kv