Fußball

Verbandsliga Württemberg Auf Hollenbach wartet am morgigen Samstag um 17 Uhr mit der Aufgabe beim VfL Sindelfingen gleich das nächste Spitzenspiel

FSV steht vor neuen Anforderungen

Das nächste Spitzenspiel wartet auf den Verbandsligisten FSV Hollenbach. Trainer Marcus Wenninger reist mit seinem Team zum VfL Sindelfingen. Gespielt wird am morgigen Samstag um 17 Uhr. Die Gastgeber stehen nach vier Spielen noch ungeschlagen mit zehn Punkten an der Tabellenspitze, Hollenbach ist Dritter mit neun Zählern. "Wir müssen es uns jede Woche neu erarbeiten", sagt Wenninger, "sonst wird es gegen jeden Gegner schwer."

Nach dem unglücklichen 1:2 gegen den FC Wangen tat der Heimsieg zuletzt gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen den Hollenbachern richtig gut. Auch wenn er hart erarbeitet war.

"Mit Ilshofen und Dorfmerkingen haben wir jetzt zwei Mitfavoriten geschlagen. Gegen Öhringen haben wir drei Punkte geholt. Wenn man nach vier Spielen neun Punkte und zwei Spitzenspiele gewonnen hat, ist es in Ordnung", sagt Wenninger. Aber er hat auch bemerkt, dass seine Mannschaft bisher lediglich gegen Ilshofen über 90 Minuten eine konzentrierte Leistung brachte. Gegen Öhringen gefiel dem Coach der erste Durchgang nicht, gegen Wangen verspielte der FSV in der zweiten Hälfte eine Führung, und gegen Dorfmerkingen war wieder die erste Hälfte die schwächere. "Die Mannschaft hat es ein Stück weit selbst in der Hand", sagt Wenninger.

Die Hollenbacher müssen sich erst noch an die neuen Anforderungen in der Verbandsliga gewöhnen. In der Oberliga hieß es in erster Linie, mit Kampf dagegen zu halten. "Da hat man auch nicht jede Woche einen Sieg von uns erwartet", sagt Wenninger. In der Verbandsliga steht die Mannschaft durchaus unter Siegzwang. "Daran muss sich die Mannschaft erst gewöhnen. Wenn man vorne mitspielen will, darf man sich nicht viele Ausrutscher erlauben", so Wenninger. Die Mannschaft muss die richtige Balance aus defensiver Kompaktheit und Offensivkraft erst noch finden. "Spielerisch gibt es noch Steigerungspotenzial", sagt Mittelfeldspieler Nico Nierichlo.

Dieses spielerische Potenzial zeigte zuletzt Dorfmerkingen. Der Aufsteiger bewies, dass er zurecht zum Favoritenkreis gezählt wird. Er offenbarte aber auch Defensivprobleme, wenn er unter Druck gesetzt wird. "Es ist schon beachtlich, was Helmut Dietterle dort aufgezogen hat", sagt Wenninger.

Die Dorfmerkinger sind nun aber bis zur Rückrunde erstmal vergessen. Für den FSV zählt jetzt die Partie in Sindelfingen. Dass sie bei der ersten Saison-Niederlage in Wangen auch erst um 17 Uhr mit dem Spielen begannen, sollte hier nur eine Randnotiz sein.

Die Sindelfinger schlugen zuletzt den Aufsteiger SKV Rutesheim mit 1:0. "Wir hatten die besseren Chancen, haben es uns mit wenig Ruhe am Ball aber auch selbst schwer gemacht", sagte VfL-Trainer Maik Schütt. Beim Siegtreffer profitierte sein Team von einer Unaufmerksamkeit in der Rutesheimer Abwehr. Ansonsten zeigte sich SKV-Coach Rolf Kramer zufrieden: "Wir hatten es mehr verdient, weil wir mehr vom Spiel hatten", sagte er. "Wir haben den letzten Pass nicht gefunden, und deshalb ist aus unseren größeren Spielanteilen nur wenig rausgekommen. Das Problem haben wir sonst nicht." Für die Hollenbacher geht es nun darum, in Sindelfingen den letzten Pass zu finden und sich keine Unaufmerksamkeit in der Defensive zu leisten.