Fußball

Fußball Keine Ruhe in Erfurt – Pressesprecher freigestellt

Geld veruntreut?

Fußball-Drittligist FC Rot-Weiß Erfurt kommt auch vor der heutigen Partie in Würzburg (18.30 Uhr, wir berichteten in unserer gestrigen Ausgabe) nicht zur Ruhe. Wie der Verein mitteilte, wurde Pressesprecher Christoph Dolata nach gerade einmal acht Wochen mit sofortiger Wirkung freigestellt. Genauere Angaben machten die Thüringer nicht.

Wer künftig den Posten übernimmt und damit bereits Pressesprecher Nummer drei in dieser Saison wird, steht noch nicht fest. Derweil sollen vom Konto des vereinseigenen Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) ungeklärte Abbuchungen in sechsstelliger Höhe vorgenommen worden sein.

Damit sollen laut der Zeitung „Thüringer Allgemeine“ offene Rechnungen rund um den Spielbetrieb der Drittliga-Mannschaft beglichen worden sein. Jedoch sind die Gelder des NLZ zweckgebunden und dürfen dementsprechend auch nur für die Jugendförderung verwendet werden.

Auch deshalb könnte RWE nun weiterer Ärger durch den Deutschen-Fußball Bund (DFB) drohen. Erst war das Erfurter Nachwuchsleistungszentrum für die folgenden drei Jahre mit zwei Sternen zertifiziert worden. Dies bedeutet von Seiten des DFB eine jährliche Unterstützung von etwa 260 000 Euro. Jedoch darf eben dieser Betrag nur für die Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum genutzt werden.

Verein will prüfen

Der FC Rot-Weiß Erfurt äußerte sich gestern nicht zu diesem Vorgang und kündigte lediglich an, die Sache intern prüfen zu wollen. Daher bleibt abzuwarten wie sich die Lage beim Drittliga Gründungsmitglied weiter entwickelt.

Zudem betont Abwehrspieler Christoph Menz: „RWE ist unser Arbeitgeber und es ist unsere Pflicht zu wissen, wie es um die Zukunft des Vereins steht. Denn der Verein ist im Schwebezustand und wie das ausgeht, ist ungewiss. “ pati