Fußball

Landesliga-Relegation Am Wochenende steigen in Limbach und Königshofen die zuschauerträchtigen Spiele / Unterschüpf/Kupprichhausen kann Durchmarsch schaffen

Gewinnen können drei Teams, verlieren nur eines

Archivartikel

Morgen um 17 Uhr findet das Landesliga-Relegationsspiel zwischen dem TSV Mudau und dem FC Fortuna Lohrbach im Stadion des FC Freya Limbach statt. Nur wer diese erste Hürde überspringt, bekommt die Chance, sich im Kampf um einen Platz in der Landesliga gegen den Sieger der Begegnung des TSV Unterschüpf/Kupprichhausen gegen den SV Nassig, die am Sonntag um 17 Uhr in Königshofen gespielt wird, zu behaupten. Das entscheidende Spiel um den letzten freien Platz in der Landesliga Odenwald findet dann am kommenden Wochenende statt.

Der TSV Mudau geht mit viel Selbstvertrauen in das Relegationsspiel am Samstag in Limbach gegen den FC Lohrbach. Mudau ist seit zwölf Spielen in der Kreisliga Buchen ungeschlagen und hat die letzten sechs Ligaspiele gewonnen. Ganz knapp verpasste die Mannschaft des Trainerduos Marvin Flad und Kai Baier im Zweikampf mit Eintracht Walldürn den Meistertitel. Jeder gewann sein Auswärtsspiel beim Gegner und beide hatten in der Endabrechnung die gleiche Tordifferenz von plus 31. Nur zwei Zähler fehlten dem TSV am Ende zur Meisterschaft.

Der erste Gegner in der Relegation ist der FC Lohrbach, der in der Kreisliga Mosbach dem Meister FV Reichenbuch nicht nur in der Meisterschaft den Vortritt lassen musste, sondern gegen den FVR auch das Kreispokalfinale verlor. Jetzt will der FC Lohrbach die Saison mit dem Erreichen der Landesliga krönen. Im letzten Punktspiel der Runde schoss sich die Mannschaft mit einem 8:0- Kantersieg über Strümpfelbrunn II schon einmal warm. Schon vor drei Jahren schaffte Aytac Dogan mit Lohrbach den Aufstieg in die Landesliga, aus der man sich erst im übernächsten Jahr als Tabellen-15. wieder verabschieden musste.

Andererseits berichtet das Trainerduo des TSV Mudau von einer wahnsinnig guten Stimmung in der Mannschaft, die „ganz ohne Druck“ in das Relegationsspiel geht: „Personell können wir aktuell aus dem Vollen schöpfen. Wir kennen den FC Lohrbach auch noch aus unserer Trainertätigkeit in Billigheim sehr gut; zweimal haben wir die Mannschaft in dieser Runde beobachten können. Die Stärken liegen ganz klar in der Offensive, wobei hier Christian Haag und aber vor allem Sören Mohr, über den fast jeder Angriff läuft, hervorzuheben sind.“

Die Mannschaft des TSV Mudau ist besonders motiviert, weil sie mit dem Aufstieg doch noch etwas Großes bewerkstelligen kann, nachdem sie im Kreispokal das Finale erreichte, dort aber mit viel Pech im Elfmeterschießen dem VfL Eberstadt unterlag.

Am Sonntag ist der Ausgang der Partie „im Stadion“ des SV Königshofen zwischen dem TSV Unterschüpf/Kupprichhausen, Vizemeister der Kreisliga Tauberbischofsheim, und dem SV Nassig als Tabellen-15. der Landesliga völlig offen. Der TSV Unterschüpf/Kupprichhausen war zwischen dem 15. und 18. Spieltag als Tabellenerster auf dem besten Wege, sogar den Direktaufstieg als Meister der Kreisliga Tauberbischofsheim zu schaffen – und damit den Durchmarsch von der A-Klasse in die Landesliga. Zehn Spiele in Folge wurden gewonnen, doch dann verlor die Spielgemeinschaft bei der DJK Unterbalbach mit 0:2. Danach musste sie dem späteren Meister FC Hundheim-Steinbach den Vortritt lassen, obwohl der FC im Hin- und Rückspiel mit 5:2 und 6:2 deutlich besiegt wurde. Es sollten die einzigen Niederlagen des späteren Kreisliga-Meisters bleiben.

Der TSV wurde vor der Runde nicht unbedingt als Aufstiegskandidat gehandelt; deshalb sollte sich der Erfolgsdruck auf die Mannen von Trainer Joachim Schroth in Grenzen halten. Schließlich ist Hundheim/Steinbach auch erst nach drei vergeblichen Anläufen in Folge erst in diesem Jahr der große Wurf gelungen. Joachim Schroth sieht Nassig in der Rolle des Favoriten: „Mit dem SV Nassig erwartet uns sicherlich ein harter Brocken. Die Mannschaft ist erfahren, kampfstark und hat auch genügend spielstarke Spieler in den Reihen. Man darf nicht vergessen, dass sich Nassig am letzten Spieltag noch hätte retten können, was zeigt, dass diese Mannschaft LandesligaFormat hat. Nichtsdestotrotz werden wir Chancen haben, dieses Spiel zu gewinnen, wenn es uns gelingt, unsere volle Leistung abzurufen, wie wir es in unseren letzten Spielen geschafft haben. Ich persönlich schätze unseren Gegner und freue mich auf dieses Highlight, das auch unsere Spieler, die größtenteils noch nie ein Relegationsspiel bestritten haben, nicht so schnell vergessen werden. Letztlich liegt es an uns selbst, in welcher Erinnerung wir das Spiel behalten werden.“

Während TSV-Trainer Schroth davon ausgeht, dass fast alle Spieler einsatzfähig sein werden, schränkt Nassigs Trainerteam Sebastian Gegenwarth/Markus Kieslich ein: „Außer dem Langzeitverletzten Rene Correia, sowie Jann Dworschak steht hinter Jannik Henninger noch ein Fragezeichen. Gesperrt fehlt Niklas Diehm.“ Was die Kenntnis des Gegners betrifft, hat der SV Nassig den Vorteil, dass die zweite Mannschaft des SV in der Saison gegen den TSV gespielt hat, so dass Trainer Manuel Herberich seine Trainerkollegen mit den nötigen Informationen versorgen konnte.

Der SV Nassig hatte zum Ende der Runde trotz eines starken Endspurts Pech, weil ihm ein Sieg fehlte, um den Klassenerhalt in der Landesliga aus eigener Kraft zu schaffen. Das fast schon zu erwartende torlose Unentschieden zwischen dem TSV Strümpfelbrunn und dem FC Grünsfeld brachte beiden den direkten Klassenerhalt, während dem SV Nassig mit einem Punkt Rückstand die deutlich bessere Tordifferenz nicht mehr half. Andererseits profitierte Nassig davon, dass die Gommersdorfer Reserve absteigen muss, weil die Erste aus der Verbandsliga kommt. Sonst wäre es zum Abstieg in die Kreisliga direkt gekommen. Das Trainerteam des SV Nassig blickt aber nicht zurück, sondern ist positiv gestimmt: „Unsere Leistungen der letzen Wochen waren gut und wir gehen mit Zuversicht und Selbstvertrauen die Aufgabe an.“