Fußball

Kreisliga B Hohenlohe, Staffel 4 In der neuen Saison werden Aufsteiger SV Edelfingen sowie die SGM Taubertal/Röttingen II und die SGM Westernhausen/Krautheim II nicht mehr dabei sein

Gleich drei Teams verabschieden sich aus der Liga

Archivartikel

Die Würfel sind bereits vor dem letzten Spieltag gefallen. Im Alleingang sicherte sich der SV Edelfingen frühzeitig Titel und Direktaufstieg, der SV Wachbach II qualifizierte sich am vergangen Freitag mit einem überraschend klaren 5:0 im Nachholspiel gegen den Meister für die Relegation zur A3. Fest steht auch, dass das Kellerduell zwischen der SGM Taubertal/Röttingen II und der SGM Westernhausen/Krautheim II für beide Teams das letzte Spiel in der B4 ist: Für die Unterfranken vielleicht bis auf weiteres, für die Jagsttäler, die in der neuen Saison nicht mehr dem Bezirk Hohenlohe angehören, eventuell sogar auf Dauer.

SV Wachbach II – SV Mulfingen II (Vorrunde 4:1) Nur zwei Tage nach dem glanzvollen 5:0 im Nachholspiel gegen den bis dato erst einmal in dieser Saison geschlagenen Meister SV Edelfingen musste der Tabellenzweite SV Wachbach II, ebenfalls vor eigenem Publikum in der durch den Erfolg gegen Edelfingen bedeutungslos gewordenen Partie gegen die SGM Creglingen II/Bieberehren mit 0:5 seine höchste Saisonniederlage hinnehmen. Auch zum Abschluss der Verbandsrunde morgen gegen den SV Mulfingen II werden die Wachbacher wie am Sonntag wohl nicht in Bestbesetzung antreten. Mehr als ihr eigenes Heimspiel gegen den Tabellenzwölften interessiert die Wachbacher sicher das Fernduell zwischen den Sportfreunden Nagelsberg und dem TSV Bitzfeld in der Kreisliga B2: Die Nagelsberger, die trotz der jüngsten 2:5 Pleite im direkten Vergleich noch einen Punkt Vorsprung und damit alles selbst in der Hand haben, können mit einem Heimsieg gegen den TSV Neuenstein II Rang zwei behaupten und würden dann am kommenden Freitag in Ingelfingen zum Entscheidungsspiel gegen den SVW II antreten. Wird Bitzfeld Zweiter in der B4, ist die Tremmel-Truppe direkt für das Relegations-Endspiel am 20. Juni in Apfelbach gegen den Vorletzten der A3 qualifiziert.

TSV Hohebach – SV Edelfingen (Vorrunde 2:7): Der TSV Hohebach kam am vergangen Sonntag bei der SGM Weikersheim/Schäftersheim II nicht über ein 1:1 hinaus und hatnun sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten SV Wachbach II, aber fünf Zähler mehr auf dem Konto als der Tabellenvierte SV Harthausen. Es geht also im letzten Spiel unter der Regie von Marcel Feuchtmüller und Christian Wahl nur noch ums Prestige und einen versöhnlichen Abschluss für die eigenen Zuschauer, die in den letzten Wochen so oft von ihrer Mannschaft enttäuscht wurden. Exakt 20 Jahre, nachdem ihm in einem Herzschlagfinale der Titel noch in letzter Minute (im Fernduell) durch die SpVgg Schäftersheim vor der Nase weggeschnappt wurde, hat es der SV Edelfingen endlich gepackt und darf sich nun aus der B4 verabschieden.

SGM Taubertal/Röttingen II – SGM Westernhausen/Krautheim II (Vorrunde 2:2): Auch die beiden Kellerkinder werden in der nächsten Saison nicht mehr in der B4 spielen. Die Unterfranken, die eigentlich nur notgedrungen (bedingt durch die Zugehörigkeit derersten Mannschaft zur Bezirksliga) in Konkurrenz gespielt haben, hoffen im Wettbewerb der A3-Reserven wieder eine bessere Rolle spielen zu können. Letztere hatte sich auch der SV Westernhausen nach dem sang- und klanglosen Abstieg in die B4 versprochen, da durch die Kooperation mit dem TSV Krautheim II der Kader breiter geworden ist. Diese Hoffnungen erfüllten sich nicht. Vor dem Kellerduell in Röttingen belegt das Team punktgleich mit dem Gastgeber (je 15 Zähler) nur den drittletzten Platz. Der Viertletzte SV Mulfingen II hat mehr als doppelt so viele Punkte auf dem Konto. Die SGM Westernhausen/Krautheim wird in der neuen Saison im Fußballkreis Buchen spielen, der langjährige ehemalige Bezirksligist SV Westernhausen wird sich also morgen aus dem Fußballbezirk Hohenlohe verabschieden.

SGM Creglingen II /Bieberehren – SGM Weikersheim/Schäftersheim II (Vorrunde 1:1): Unterm Strich kann man in Creglingen und Bieberehren mit der Debütsaison zufrieden sein, auch wenn die Leistungen alles andere als konstant waren. Vor allem vor eigenem Publikum sah man oft nicht gut aus und fuhr nur zwei der insgesamt zehn Saisonsiege ein. Lediglich Schlusslicht SGM Markelsheim II hat eine schlechtere Heimbilanz als der Tabellenzehnte. Im Kontrast dazu steht der vierte Platz in der Auswärtstabelle. Stolze 26 Zähler sind auf Gegners Platz eingefahren worden. Auf dem Sportplatz in Bieberehren gab es bislang noch keinen Dreier für die Hausherren. Ob sich dies im letzten Saisonspiel gegen den Elften SGM Weikersheim/Schäftersheim II ändert?

SV Harthausen – TSV Schrozberg (Vorrunde 1:4): Mit dem Spiel in Harthausen verabschiedet sich der dienstälteste B4-Coach von seinem Team. Thorsten Arbanas zeichnete seit 2013 für den TSV Schrozberg verantwortlich, der auch im vierten Anlauf die Rückkehr in die A3 deutlich verfehlte und erneut im Tabellenmittelfeld abschließen wird. Mit einem Sieg in Harthausen könnten die Schrozberger sich am spielfreien SV Rengershausen vorbei noch auf Platz sieben verbessern, bei einem zusätzlichen Punktverlust des TSV Blaufelden wäre sogar noch Rang sechs drin. Der Tabellenvierte SV Harthausen hat einen Punkt mehr auf dem Konto als der FC Billingsbach, der zum Lokalderby nach Blaufelden muss. Der SVH, der nach Abschluss der Vorrunde noch im Rennen um Platz zwei dabei war, liegt nun elf Zähler hinter dem zur Saison-Halbzeit punktgleichen SV Wachbach II.

TSV Blaufelden - FC Billingsbach (Vorrunde 1:1): Noch deutlich stärker nachgelassen hat der FC Billingsbach, der nach 14 Spielen Rang zwei belegt hat und heißester Anwärter auf die Relegation war. In der Rückrundentabelle ist der A3-Absteiger, sogar mit negativer Gesamtbilanz nur auf dem zehnten Platz zu finden. Gewaltig aufwärts ging es nach der Winterpause dagegen beim TSV Blaufelden, der in der Rückrunde 27 seiner insgesamt 41 Punkte holte und sich vom viertletzten auf den sechsten Platz hochgearbeitet hat. Diese mit Abstand beste Platzierung seit Zugehörigkeit zur B4 will die Schneider-Truppe nun mit einem Dreier im Lokalderby behaupten.

TSV Laudenbach – SGM Markelsheim/Elpersheim II (Vorrunde 3:0): Nach der mageren Ausbeute von lediglich drei Punkteteilungen in der Vorrunde hat sich die SGM Markelsheim/Elpersheim II gesteigert und in der zweiten Halbserie bislang 10 Zähler geholt. Lediglich drei mehr verbuchte der TSV Laudenbach seit der Winterpause: In 13 Spielen stehen vier Siegen acht Niederlagen gegenüber – die jüngste mit 1:2 beim Kellerkind in Westernhausen. Es würde nicht sonderlich überraschen, wenn sich die Vorbachtäler auch im Derby gegen das zuletzt gegen Schrozberg siegreiche Schlusslicht schwer tun würden.

Spielfrei ist der SV Rengershausen. hw