Fußball

Kreispokal-Finale, das Spiel Dramatik bis zum letzten „Elfer“

Hauck hält, patzt – und wird der Held

TSV Mudau – VfL Eberstadt 6:7 n. E.

Mudau: Flad, L. Püchner, Hilbert, Dambach, Haber, Hoffmann, Mai, Bauer, Geier, Hönig (63. Hauk), Münster.

Eberstadt: Hauck, Brunner, T. Burkhardt, Schiemer, Brunn (40. Neureuther), Krämer, D. Burkhardt, Albrecht, Vasko, P. Frey, Häfner.

Tore: 0:1 (32.) Vasko, 56. (56.) Geier, 2:1 (63.) Dambach, 2:2 (83.) Vasko. – Elfmeterschießen: 2:3 P. Frey, Hauck hält gegen Dambach, 2:4 Neureuther, 2:3 Hauk, 3:5 J. Frey, 4:5 Geier, 4:6 Vasko, 5:6 Hilbert, Flad hält gegen Häfner, 6:6 Bauer, 6:7 D. Brunner, Hauck hält gegen Hoffmann. – Schiedsrichter: Björn Schumann (Künzelsau). – Zuschauer: 559 (zahlende) in Laudenberg.

Besser hätte der Pokalabend in Laudenberg für einen neutralen Zuschauer nicht aussehen können: 90 packende Minuten, Verlängerung und ein Elfmeterschießen, das es in sich hatte. Und der Held war der mit Abstand älteste Akteur auf dem Rasen – Thorsten Hauck, Keeper des VfL Eberstadt, hielt seine Farben erst zu Beginn der Begegnung im Spiel und hielt dann noch zwei Elfmeter.

Nun aber von vorne: Die Mudauer suchten in der Anfangsphase vor allem ihren Top-Torjäger Stefan Haber und versuchten, ihn immer wieder mit Bällen zu „füttern“, doch meist stand die VfL-Defensive sicher. In der 18. Minute gab es die erste Großchance für den TSV, als Haber mit dem Kopf auf Hönig querlegte und dieser aus kurzer Entfernung den Ball übers Tor zimmerte. Nur drei Minuten später gab es die nächste dicke Möglichkeit für die Mannschaft des Trainerduos Flad/Bauer, doch Hauck zeigte sein ganzes Können und rettete gegen Dambach. Nach einer guten halben Stunde hatte Mudau die dritte gute Möglichkeit zur Führung, doch wieder hieß die Endstation Thorsten Hauck, der den Schuss von Haber noch um den Pfosten lenkte. Danach wachte Eberstadt plötzlich auf, und mit der ersten Torannäherung für die „Schwarz-Weißen“ gelang ihnen auch das erste Tor: Vasko tanzte nach einem Freistoß die TSV-Hintermannschaft aus und vollendete mit einem harten Schuss ins kurze Eck zur Führung.

Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte bestimmte Mudau das Geschehen. Folgerichtig fiel in der 56. Minute nach einem Flachschuss von Marvin Geier der mehr als verdiente Ausgleich. Dieses Tor gab dem TSV Auftrieb und er spielten weiter nach vorne. In der 67. Minute patzte – zum einzigen mal in der Partie – Hauck, der nach einer Flanke den Ball fallen ließ. Dambach staubte zur Führung für die „Rot-Weißen“ ab. Zehn Minuten später hatte Haber mit seinem Kopfball die Chance zum 3:1, doch er verzog knapp. Mudau hatte die Partie unter Kontrolle und ließ kaum eine VfL-Chancen zu. Doch sieben Minuten vor Ende der regulären Spielzeit gab es eine Lücke in der TSV-Abwehr, und Vasko nutzte diese mit seinem zweiten Tor zum Ausgleich.

Nur keine Fehler machen

In der Verlängerung merkte man beiden Teams an, keinen Fehler machen zu wollen. Doch eine Minute vor dem Ende gab es nochmals zwei große Chancen für den TSV: Zuerst klärte Brunn einen Schuss auf der Linie, dann kratzte der überragende Hauck den Ball aus dem Eck – und das Pokalfinale musste im Elfmeterschießen entschieden werden.

Im Elfmeterschießen hatte Kapitän Alexander Häfner die Chance, den VfL zum Pokalsieg zu schießen, doch Flad hielt. Daraufhin verwandelte sein Trainerkollege mit großem Glück, denn der Ball ging von Innenpfosten zu Innenpfosten und dann ins Tor. Später rückte wieder Hauck in den Mittelpunkt. . .