Fußball

Kreisliga A Hohenlohe, Staffel 3 Sowohl im Kampf um die Aufstiegsrelegation als auch gegen die Abstiegsrelegation geht es sehr eng zu

Hochspannung bis zum Schluss ist garantiert

Hochspannung bis zum letzten Pfiff verheißt der 30. und letzte Spieltag in der Kreisliga A3 Hohenlohe: In Bieberehren stehen sich der FC Creglingen und die SGM Weikersheim/Schäftersheim im Endspiel um Platz zwei und die damit verbundene Aufstiegsrelegation gegenüber. Lediglich noch theoretischer Natur sind die Chancen der DJK Bieringen, die dieses Ziel nur mit einer Punkteteilung der beiden Rivalen und einem Heimsieg mit acht Toren Unterschied gegen den SC Wiesenbach erreichen kann.

Für die Relegation nach unten kommen noch drei Teams in Frage, nachdem sich die SpVgg Gammesfeld und der SC Amrichshausen mit ihren Heimsiegen gegen die direkten Konkurrenten TV Niederstetten und FC Igersheim endgültig in Sicherheit gebracht haben. Letztere sind punktgleich auf dem drittletzten und vorletzten Platz, nur ein Tor voneinander getrennt. Durch seinen überraschenden 2:1-Auswärtssieg bei Meister SGM Markelsheim/Elpersheim kann der SV Berlichingen/Jagsthausen im Gegensatz zu seinen beiden Rivalen den Klassenerhalt aus eigener Kraft unter Dach und Fach bringen, und zwar mit einem Heimsieg im Jagsttalduell gegen den zuletzt spielfreien TSV Dörzbach/Klepsau. Auch dem TV Niederstetten und dem FC Igersheim stehen Derbys ins Haus: Der FSV Hollenbach II ist Gast am Vorbach, die SGM Markelsheim/Elpersheim bei ihrem Nachbarn in Igersheim. Seit Sonntag steht fest, dass außer dem SV Edelfingen lediglich Bezirksligaabsteiger SGM Taubertal/Röttingen direkt in die A3 kommt, da die Sportfreunde Nagelsberg die Meisterschaft in der B2 endgültig verpasst haben. Dies bedeutet, dass der Drittletzte der A3 definitiv gerettet ist und der Vorletzte in die Abstiegsrelegation muss.

SV Berlichingen/Jagsthausen – TSV Dörzbach/Klepsau (Hinspiel 1:5): Vor dem vergangenen Sonntags hatte der SV Berlichingen/Jagsthausen noch die schlechtesten Karten im Kampf um den Klassenerhalt, nach dem überraschenden 2:1-Sieg bei Meister SGM Markelsheim/Elpersheim und den gleichzeitigen 1:2- Niederlagen der beiden Konkurrenten TV Niederstetten und FC Igersheim hat der SV nun zwei Zähler Vorsprung vor den beiden punktgleichen Leidensgenossen. Aufgrund ihrer miserablen Tordifferenz (-31) bedeutet jedoch nur ein Sieg den sicheren Klassenerhalt für die Jagsttäler. Bei den Gästen ist der Dampf raus. Da Creglingen (54 Punkte) und Weikersheim/Schäftersheim (53) gegeneinander spielen, ist für den TSV Dörzbach/Klepsau (51) der ZWEITE Platz nicht mehr erreichbar.

TV Niederstetten – FSV Hollenbach II (Hinspiel 3:4): Vor einem Jahr durfte man sich in Niederstetten nach einer imponierenden Aufholjagd über den zweiten Platz und die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation freuen – nun droht die Abstiegsrelegation. Jetzt gilt es die Nerven zu behalten und im Heimspiel gegen den FSV Hollenbach II, der in den letzten Wochen stark abgebaut hat, die Chancen eiskalt zu nutzen. Ein nur knapper Sieg könnte unter Umständen zu wenig sein. Was die Hoffnungen auf Schützenhilfe anbetrifft, wurde man spätestens am vergangen Sonntag gründlich desillusioniert. Natürlich wird man im Lager des TVN die Zwischenstände in Berlichingen und Igersheim genau mitverfolgen.

FC Igersheim – SGM Markelsheim/Elpersheim (Hinspiel 2:2): Auch in Igersheim werden die „Drähte“ heißlaufen. Der FC (24 Punkte/37:50 Tore) geht mit einem einzigen Tor Rückstand auf den punktgleichen TV Niederstetten (24 Punkte/38:50 Tore) in den nervenaufreibenden Kampf um den Klassenerhalt. Auch an der Tauber wird man natürlich stets auf dem Laufenden sein. In welcher Form präsentiert sich Meister SGM Markelsheim/Elpersheim, der seinen beiden Nachbarn mit der überraschenden 1:2- Heimniederlage gegen den SV Berlichingen/Jagsthausen einen Bärendienst erwiesen hat? Die Platzherren stehen unter absolutem Zugzwang und müssen auf Offensive setzen.

FC Creglingen – SGM Weikersheim/Schäftersheim (Hinspiel 0:1): Es ist gerade einmal vier Wochen her, dass sich die beiden alten Rivalen im Vorrunden-Nachholspiel in Schäftersheim gegenüber gestanden sind. Der FCC war vor dieser unglücklichen 0:1-Niederlage noch mit fünf Punkten vorne. Als die „Schwarz-Weißen“ zwei Tage später beim 2:4 in Gammesfeld noch schlechter ausgesehen haben, nutzte die SGM in Neunkirchen ihre Chance und zog sogar an den Creglingern vorbei. Am vergangenen Wochenende gelang es dem Team von Markus Schweizer, den Spieß mit einem Sieg in Wiesenbach und der Schützenhilfe durch die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim wieder umzudrehen. Somit würde den Schwarz-Weißen im „Finale“ morgen in Bieberehren ein Remis genügen, um den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen, falls die DJK Bieringen nicht ein Fußball-Wunder vollbringt und gegen Wiesenbach mit acht Toren Unterschied gewinnt. Natürlich will der FCC in dieser entscheidenden Partie nicht auf ein Unentschieden spielen – schlicht und einfach auch, weil er das nicht kann, sondern den Gegner besser unter Druck setzen als im Hinspiel. Die Zuschauer dürfen sich morgen auf eine spannende und offene Begegnung freuen: Der FC ist das zweitbeste Heimteam, die SGM Weikersheim/Schäftersheim ist in der Auswärtstabelle auf Rang zwei zu finden.

DJK Bieringen – SC Wiesenbach (Hinspiel 0:5): Die DJK Bieringen hat sich als Aufsteiger insgesamt sehr wacker geschlagen, Nach zehn Siegen in Folge schien zwischenzeitlich sogar der Durchmarsch bis in die Bezirksliga möglich. In den letzten sechs Spielen sicherte sich das Team von Stefan Koch allerdings nur noch sieben Punkte, so dass jetzt selbst die Relegationsteilnahme nur noch illusorisch ist. Der SC Wiesenbach zeigte zuletzt nach 0:2- beziehungsweise 1:3-Rückstand gegen Creglingen große Moral und will seinen Trainer Christian Schneider, der nach vier erfolgreichen Jahren in Wiesenbach nun zur kommenden Saison zum FC Billingsbach wechselt, mit einem guten Spiel verabschieden.

SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim – SpVgg Apfelbach/Herrenzimmern (Hinspiel 1:1): Auch für die SpVgg Apfelbach/Herrenzimmern und Trainer Alfons Tittl sowie Co-Trainer Patrick Tittl geht mit dem Derby in Löffelstelzen eine sehr gelungene Zusammenarbeit zu Ende. Es ist wirklich beachtlich, was mit dieser relativ dünnen Personaldecke erreicht wurde. Schade, dass die Spielvereinigung im Pokal-Halbfinale gegen Hessental unglücklich im Elfmeterschießen den Kürzeren gezogen hat, denn die Endspielteilnahme wäre nach dem sehr guten dritten Platz im Vorjahr natürlich die Krönung und ein besonders schönes Abschiedsgeschenk für das Trainerteam gewesen. Die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim wird die Runde auf Platz sechs abschließen, was eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren ist. Auch für die Spielvereinigung Apfelbach/H. geht es in diesem Derby nur noch ums Prestige, denn am neunten Platz wird sich nichts mehr ändern.

TSV Althausen/Neunkirchen – SC Amrichshausen (Hinspiel 2:1): Der Erfolg im Hinspiel war der einzige Auswärtssieg des TSV Althausen/Neunkirchen und zugleich auch der letzte Dreier. In der Rückrunde hatte der Aufsteiger nichts mehr zu bestellen und holte keinen einzigen Punkt mehr. Da der SC Amrichshausen seit dem 2:1-Erfolg am vergangen Sonntag gegen den FC Igersheim aller Sorgen ledig ist, gibt es im Lager des Absteigers nach 13 Niederlagen in Folge leise Hoffnungen auf einen letzten zählbaren Erfolg in der A3.

Spielfrei: SpVgg Gammesfeld.