Fußball

Verbandsliga Württemberg Trotz der verspielten Führung ist der FSV Hollenbach zufrieden mit dem 1:1 in Rutesheim / Schon 16 Spieler für die neue Saison

In der Spitzengruppe ist Entwicklung gewährleistet

Archivartikel

Trotz des spät kassierten Ausgleichstreffers genoss Hollenbachs Trainer Martin Kleinschrodt am Freitagabend sein weizenhaltiges Kaltgetränk. „Das Glas ist mehr als halb voll“, sagte der 33-Jährige und lächelte zufrieden. Mit dem 1:1 beim Tabellenführer SKV Rutesheim (wir berichteten) sah der FSV-Coach den Start in die Restsaison der Verbandsliga Württemberg als gelungen. Die Hohenloher bleiben fett im Rennen um den Aufstieg in die Oberliga – und das ist Kleinschrodt wichtig.

„Nur weil wir vorne mitspielen, kann sich die Mannschaft so weiter entwickeln“, glaubt der junge Trainer. Er sieht ein enormes Potenzial nicht nur in der aktuellen Mannschaft, sondern im gesamten Verein mit seiner intensiven und qualifizierten Jugendarbeit. „Das ist wirklich top“, lobte Martin Kleinschrodt, der am Freitag in Rutesheim auf eines dieser Talente von Beginn an setzte: Jonas Limbach, noch spielberechtigt für die A-Junioren, bildete zusammen mit dem erfahrenen Manuel Hofmann die Innenverteidigung. „Er hat seine Aufgabe mit Bravour gemeistert“, lobte der Trainer. Am liebsten würde er den 18-Jährigen gleich hochziehen in die Herren-Mannschaft. Er weiß aber auch, dass er als Leistungsträger bei den A-Junioren gebraucht wird. „Wir müssen den gesamten Verein sehen“, so Kleinschrodt.

Planungen für Verbandsliga

Solch eine Umsicht rührt freilich daher, dass Martin Kleinschrodt schon lange im Verein ist. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, in zwei Jahren einen oberliga-tauglichen Kader aufzubauen. Ein Aufstieg nach der aktuellen Saison käme also eigentlich zu früh. Deshalb ist der Coach dabei, einen Verbandsliga-Kader für die neue Runde aufzustellen. Hierzu hat er sage und schreibe schon 16 Zusagen (aktueller Kader plus A-Junioren, die in die Herren-Mannschaft rücken). Das ist enorm viel für den frühen Zeitpunkt des Jahres. Dazu steht mit Philipp Volkert vom SV Wachbach ein Neuzugang fest. Ein weiterer, „eine echte Verstärkung“ sei im Grunde auch fix und würde bald vermeldet, so Kleinschrodt.

Dass das Glas am Freitag halb voll war, lag auch an guter Beobachtung: In Vorbereitungsspielen hatte man den Spielaufbau der SKV studiert, und diesen mit gezieltem „Anlaufen“ vor allem im ersten Abschnitt wirkungsvoll unterbunden. Allerdings gelang das im zweiten Durchgang nicht mehr, weshalb Gebbert (79.) den Führungstreffer von Czaker (29.) noch verdient egalisierte. Dass es in den zweiten 45 Minuten auch mit dem eigenen Ballbesitz nicht mehr gut klappte, lag auch an der krankheitsbedingten Auswechslung von Trainer-Bruder Michael Kleinschrodt (61.). Da ging dem defensiven Mittelfeld die Stabilität verloren.