Fußball

Fußball Der SV Nassig qualifiziert sich nach klarem Sieg gegen Unterschüpf/Kupprichhausen für das Landesliga-Relegations-Finale

Kieslichs Warnung nach dem 4:0

TSV Unterschüpf/Kupprichhausen – SV Eintracht Nassig 0:4

Unterschüpf/Kupprichhausen: Volk, Größlein, Kraus, Haser, R. Haun (83. Schindler), Henning, Kilian (57. Holzner), Noe (46. S. Haun), Zöller, Würzburger (81. Sengersdorf), Heissenberger.

Nassig: Link, Ziegler, Semmler, Seyfried, Hörner (89. Kempf), Schuhmacher (83. Kunkel), Baumann, Klein (76. Emrich), Budde, Muehling, Oetzel (65. Scheurich).

Tore: 0:1 (29.) Klein, 0:2 (31.) Seyfried, 0:3 (42.) Semmler, 0:4 (90.) Emrich . – Besondere Vorkommnisse: Je eine Trinkpause während der ersten und zweiten Spielhälfte. – Schiedsrichter: Lukas Heim (Waghäusel). – Zuschauer: 1200 haben in Königshofen gezahlt.

Schon wenige Minuten nach dem Ende des gestrigen Landesliga-Relegationsspiels in Königshofen riefen die Trainer des SV Nassig, Sebastian Gegenwarth und Markus Kieslich, ihre Mannschaft zu einem Kreis zusammen. Dort wird Kieslich nichts anderes gesagt haben als den Fränkischen Nachrichten auf Nachfrage: „Klar werden wir diesen Sieg feiern, aber nicht zu sehr.“ Und er wird seine Jungs bereits gewarnt haben, und zwar, dass sie sich von der Klarheit dieses 4:0-Erfolgs nicht blenden lassen dürfen. „Für den Kopf war das vielleicht zu deutlich“, sagte Kieslich. Am kommenden Wochenende spielt Nassig nun das „Relegationsfinale“ gegen den TSV Mudau (siehe unten) um den letzten freien Platz in der Landesliga Odenwald. Ort und Zeit werden heute bekannt gegeben (www.fnweb.de/Sport).

Naja, zumindest im ersten Durchgang war der herausgeschossene 3:0-Vorsprung der Nassiger sogar noch schmeichelhaft für Unterschüpf/Kupprichhausen, denn der Landesligist hatte nach dem 2:0 noch zwei „Hundertprozentige“ durch Klein (37.) und Schuhmacher (39.), doch Volk im Tor des TSV hielt zweimal prächtig. Zuvor war er aber schon zweimal geschlagen: In der 29. Minute nahm Klein einen missglückten Rückpass von Kilian auf Kraus auf, zog davon und schoss ganz cool zum 1:0 ein. Nur drei Minuten später drückte Seyfried eine Freistoßflanke am „zweiten Pfosten“ zum 2:0 über die Linie. Das 3:0 besorgte Semmler mit einem stramm verwandelten 20-Meter-Freistoß.

Das Format gezeigt

„Man hat in der ersten Halbzeit den Klassenunterschied gesehen. Nassig hat sein Landesliga-Format gezeigt, und wir waren oft auch viel zu nervös“, sagte TSV-Trainer Joachim Schroth. In der Pause habe er seiner Mannschaft gesagt, dass sie nun wirklich nichts mehr zu verlieren habe. Das 3:0 für Nassig bewirkte für die zweiten 45 Minuten, dass der SVN viel zu Laissez-fair verteidigte, und Unterschüpf/Kupprichhausen einige gute Einschussmöglichkeiten gewährte. „Das war Kopfsache. Wir haben dem Gegner viel zu viel Raum gelassen“, monierte Markus Kieslich. Statt mit Ballbesitzpassagen dem TSV den Zahn zu ziehen, gaben die Nassiger ihrem Gegner viel zu schnell das Spielgerät, und die Schroth-Mannen hatten zwischen der 53. und 78. Minute vier teils richtig gute Möglichkeiten. Wenn da „einer“ reingeht… Stefan Haun hatte hierbei die aussichtsreichsten Chancen. „Er hat trotzdem ein gutes Spiel gemacht“, lobte sein Trainer. Das 4:0 in der Schlussminute fiel nach einem Konter, als der Ball vom Pfosten direkt Emrich vor die Füße sprang.

„Die Landesliga ist für uns in diesem Jahr wichtiger denn je“, sagte Markus Kieslich zu der Bedeutung der Relegation für den SV Nassig. Denn: Wenn Nassig I absteigt, muss auch die „Zweite“ von der Kreisliga in die Kreisklasse A Tauberbischofsheim runter. Die Mannschaft bliebe aber auch im Falle des Abstiegs zusammen. Nur Christian Semmler wird Spielertrainer in Pülfringen. Das Trainerduo Gegenwarth/Kieslich macht beim SV Nassig auch 2018/19 weiter.

Beim TSV Unterschüpf/Kupprichhausen durfte man bei all der sportlichen Enttäuschung den Eindruck gewinnen, dass man eigentlich ganz froh war, für die Entwicklung der jungen Mannschaft zumindest noch ein Jahr in der Kreisliga bleiben zu können. „Klar ist aber auch, dass wir wieder angreifen werden und vorne mitspielen wollen“, so Joachim Schroth.