Fußball

Kreisliga A3 Hohenlohe Direkter Vergleich im Kampf um den Relegationsplatz / Creglingen will gegen Nagelsberg Heimnimbus wahren

Lokalderby beim souveränen Spitzenreiter

Archivartikel

Titelfavorit SGM Weikersheim/Schäftersheim ließ in Bieringen nichts anbrennen und setzte sich beim Abstiegskandidaten souverän mit 4:1 durch. Die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim sowie die beiden Aufsteiger FC Phönix Nagelsberg und SV Edelfingen waren drei weitere Gewinner des vierten Rückrunden-Spieltags, während der FC Creglingen mit dem torlosen Remis in Amrichshausen erstmals seit der Winterpause Federn ließ und die SGM Taubertal/Röttingen ihre Negativserie auch in Gammesfeld fortsetzte.

Der Fünfkampf um die Teilnahmeberechtigung an der Aufstiegsrelegation hält aber mit unverminderter Schärfe an, schließlich trennen den neuen Tabellenzweiten SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim nur drei Zähler vom Sechsten SV Edelfingen. Innerhalb dieses Quintetts steht am Sonntag in Bieberehren der direkte Vergelich zwischen dem vor heimischen Publikum noch ungeschlagenen FC Creglingen und dem aufstrebenden Neuling FC Phönix Nagelsberg auf dem Spielplan. Die drei Mitbewerber um den Relegationsplatz haben zumindest auf dem Papier leichtere Aufgaben: In Löffelstelzen ist der FSV Hollenbach II zu Gast, in Tauberrettersheim und Edelfingen erwartet man mit Schlusslicht TSV Dörzbach/Klepsau bzw. der DJK Bieringen Besuch aus dem tiefen Tabellenkeller. Dort ist mittlerweile auch die Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern heimisch, die nach der 0:4-Pleite in Nagelsberg nun die schwere Hausaufgabe gegen die Spvgg. Gammesfeld lösen muss. Im zweiten Duell zwischen Teams aus den Altkreisen Mergentheim und Crailsheim könnte der TV Niederstetten mit einem Remis beim SC Wiesenbach ganz gut leben. Der ungefährdete Spitzenreiter SGM Weikersheim/Schäftersheim peilt im Derby gegen den FC Igersheim den 16. Sieg im 19. Saisonspiel an.

SGM Weikersheim/Schäftersheim – FC Igersheim (Vorrunde 3:1): Langsam aber sicher kann man im Lager der SGM Weikersheim/Schäftersheim die Aufstiegsfeierlichkeiten terminieren. Rein theoretisch benötigt das Team von Manfred Wagner noch 18 Punkte aus den verbleibenden zehn Partien zur Meisterschaft – falls der FC Creglingen wider Erwarten sein Restprogramm von elf Spielen mit blütenweißer Weste bewältigen sollte. Natürlich sind die Weikersheimer auch im Derby gegen den Tabellenzehnten FC Igersheim klarer Favorit. Der FCI gab sich allerdings zuletzt beim Nachbarn im Deutschorden-Stadion erst nach starker Gegenwehr geschlagen und wird nun auch beim Tabellenführer in Schäftersheim engagiert zu Werke gehen. Die Platzherren werden ihren Gast nicht auf die leichte Schulter nehmen.

FC Creglingen – FC Phönix Nagelsberg (Vorrunde 0:3): Die Zuschauer in Bieberehren dürfen sich auf ein hochspannendes Verfolgerduell freuen. Der Tabellendritte aus Nagelberg hat nach dem torlosen Remis zum Rückauftakt im Aufsteigerduell beim SV Edelfingen zuletzt drei Siege in Folge verzeichnet und sich dabei unter anderem bei der SGM Taubertal/Röttingen behauptet. Der FCC war erst dreimal im Einsatz und büßte nach den Heimsiegen gegen Taubertal/Röttingen und Apfelbach/Herrenzimmern zuletzt mit dem torlosen Remis in Amrichshausen zwei Zähler ein. Zuhause ist das Team von Stefan Roth alleine noch ungeschlagen und will gegen die starken Nagelsberger nicht nur unbedingt diesen Heimnimbus wahren sondern sich auch für die 0:3- Klatsche im Künzelsauer Teilort revanchieren.

SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim – FSV Hollenbach II (Vorrunde 2:2): Die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim sicherte sich in der Rückrunde bislang zehn von zwölf möglichen Punkten und hat sich damit auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschoben, der am Ende der Saison das Non plus Ultra für das Team von Sascha Höfer und Thorsten Beck wäre. Nun ist der zuletzt spielfreie Tabellenneunte FSV Hollenbach II zu Gast auf dem Berg in Löffelstelzen und kann dort im Gegensatz zu den Platzherren sehr gelassen in die Partie gehen. Mit 9 Punkten Vorsprung auf den Drittletzten steht die Zweite des Verbandsligisten jenseits von Gut und Böse, während sich die SGM im Kampf um die Aufstiegsrelegation keinen Patzer gegen ein Team aus dem Niemandsland der Tabelle erlauben kann.

SGM Taubertal/Röttingen – TSV Dörzbach/Klepsau (Vorrunde 5:0): Die SGM Taubertal/Röttingen verbuchte bisher in vier Rückrundenspielen nur ein mageres Pünktchen und musste nach der 0:1-Niederlage in Gammesfeld erstmals den zweiten Platz räumen. Nun müssen die Unterfranken schleunigst die Notbremse ziehen und wer könnte in dieser Situation gelegener kommen als Abstiegskandidat TSV Dörzbach/Klepsau? Die Gäste sind mit erst sechs Zählern auf dem Konto abgeschlagenes Schlusslicht, haben ihre Haut allerdings in der Rückrunde bisher sehr teuer verkauft. Knappen Niederlagen bei der SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim und zuhause gegen Spitzenreiter SGM Weikersheim/Schäftersheim folgten Punkteteilungen mit dem SV Edelfingen und zuletzt den SC Wiesenbach. Mit einem Spaziergang wie im Hinspiel können die Bayern nicht rechnen.

SV Edelfingen – DJK Bieringen (Vorrunde 5:1): Der SV Edelfingen drehte im Altkreisduell beim TV Niederstetten das Spiel und sicherte sich nach 0:2-Rückstand noch alle drei Zähler. Vor eigenem Publikum dürfte nun eigentlich in der Partie gegen den Vorletzten DJK Bieringen nichts anbrennen, zumal die Grün-Weißen schon im Hinspiel sehr deutlich dominiert haben. Die Jagsttäler haben sich allerdings mittlerweile verbessert, und, außer zuletzt dem Tabellenführer, in der Rückrunde ihren Gegnern gut Paroli geboten. Der SVE ist seit der Winterpause zwar noch ungeschlagen, jedoch war bisher jedes Spiel dieses Kalenderjahrs eine haarige Angelegenheit für den Aufsteiger. Das Heimspiel ist wohl nur auf dem Papier eine klare Sache für den Tabellensechsten.

SC Wiesenbach – TV Niederstetten (Vorrunde 3:2): Dem TV Niederstetten reichte im Altkreisduell gegen den SV Edelfingen eine 2:0-Führung nicht zu einem zählbaren Erfolg. So muss der Blick der Vorbachtäler weiter nach unten gerichtet sein, wenngleich die Bedrohung bei fünf Punkten Vorsprung vor dem Drittletzten nicht akut ist. Nun muss das Team von Klaus-Dieter Kraft zum SC Wiesenbach, der im Hinspiel wie zuletzt die Edelfinger mit 3:2 die Punkte aus Niederstetten entführt hat. Der Blaufeldener Teilortclub teilte sich zuletzt in Dörzbach mit dem verbesserten Schlusslicht die Punkte und weist als Tabellensiebter eine ausgeglichene Bilanz auf. Der TVN könnte in Wiesenbach mit einem Remis gut leben.

Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern – Spvgg. Gammesfeld (Vorrunde 2:1): Im Lager der Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern merkt man in dieser Saison schmerzlich, wie wichtig der zur SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim abgewanderte Artur Tabert für das Team war. Die Durchschlagskraft nach vorn fehlt, magere elf Treffer in 17 Spielen unterstreichen dies nachdrücklich. In der Rückrunde wartet die Elf des Trainerduos Peter Lanig und Rudi Mauritz immer noch auf einen Torerfolg – 0:4 in Creglingen und Nagelsberg sowie eine unglückliche 0:1-Heimniederlage gegen den SC Amrichshausen: da ist guter Rat teuer. Nun kommt die SpVgg Gammesfeld zum Namensvetter, der als Drittletzter punktgleich mit dem Vorletzten DJK Bieringen ist. Die Landwehr- Truppe zeigt ein ganz anderes Gesicht als in den ersten Wochen der Vorrunde Spielfrei ist der SC Amrichshausen.