Fußball

Fußball Preisverleihung im Rahmen einer Gala am 10. November

"Lotte" gibt es in vier Kategorien

Bei einer Gala in Würzburg wird am Freitag, 10. November, erstmals der bundesweit einzigartige Preis "Lotte" für den Mädchen- und Frauenfußball vergeben. Der Ticket-Vorverkauf für die festliche Veranstaltung hat begonnen.

Der 2017 zum ersten Mal ausgeschriebene Preis "Lotte" ist für Spielerinnen, Teams oder Initiativen gedacht, die sich kreativ, frech und selbstbewusst für die Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs engagieren. Vergeben wird er vom Nachwuchsförderzentrum für Juniorinnen, einem Talentförder- und Forschungsprojekt des Lehrstuhls Empirische Bildungsforschung und des Sportzentrums der Universität Würzburg.

Bei der Preisvergabe am Freitag, 10. November, ab 19.30 Uhr im Gut Wöllried in Rottendorf bei Würzburg werden sich National- und Bundesligaspielerinnen ebenso die Ehre geben wie Claudia Roth, Bundestagsvizepräsidentin und Schirmherrin von "Lotte".

Benannt ist der Preis nach Charlotte Specht, der Gründerin des ersten Frauenfußballvereins in Deutschland. Er wird in vier Kategorien vergeben; insgesamt steht ein Preisgeld von 3000 Euro zur Verfügung.

Durch den Abend werden Sport1-Moderatorin Nele Schenker und WDR-Moderatorin Shary Reeves ("Wissen macht Ah!") leiten. Auf die Gäste warten zahlreiche Showacts. So werden die Profi-Freestylerinnen Aylin Yaren und Nina Windmüller, beide ehemalige National- beziehungsweise Bundesligaspielerinnen, ihr Können am Ball zeigen. Wer den Ball selbst rollen lassen will, kann sich am Kicker mit Katja Dwenger messen, die 2014 Weltmeisterin im Tischfußball wurde.

Die Preisträgerinnen wurden von einer Jury ausgewählt und werden Ende Oktober der Öffentlichkeit bekannt gegeben. "Schon jetzt sei verraten, dass die Ehrenpreisträgerin viele Nationalspiele absolviert hat und auch europaweit zu Ruhm gekommen ist", so Professor Heinz Reinders, Leiter des Nachwuchsförderzentrums und Initiator des Preises.

Die Olympiagewinnerin von 2016 und Bundesliga-Keeperin der SGS Essen wird am 10. November für die Siegerinnen des Mädchenfußballpreises "Lotte" die Laudatio halten. Die Nationalkeeperin setzt damit ein Zeichen für die wichtige Funktion von Vorbildern und freut sich auf die Gala.

Als Lisa Weiß ihre Karriere im Düsseldorfer Stadtteil Lohausen begann, ahnte sie vermutlich noch nicht, dass ihr Weg sie bis in die U23- sowie A-Nationalmannschaft der Frauen und sogar zu olympischem Gold bringen würde. Auf jeden Fall aber hatte die heute 30-Jährige Torfrau mit langjähriger Bundesligaerfahrung in Duisburg und der SGS Essen schon damals Vorbilder.

"Deshalb freue ich mich auf mein Engagement für Lotte und halte sehr gerne die Laudatio für die Gewinnerinnen des Mädchenfußball-Preises", so die Essenerin. Schließlich seien neben dem Preisgeld auch der Zuspruch von außen ein wichtiger Rückhalt gerade für Mädchen.

Professor Heinz Reinders freut sich sehr über das Engagement von Lisa Weiß. "Sie verfügt über sehr viel Lebenserfahrung in einem Sport, in dem man sich immer wieder nach innen und außen beweisen muss und hat trotz ihrer Leistungskarriere stets die Bodenhaftung bewahrt. Sie wird als Laudatorin ein tolles Vorbild für die jungen Mädchen sein". fp