Fußball

Bezirksliga Hohenlohe Der Tabellenzweite TSV Michelfeld empfängt Tabellenführer Sindringen-Ernsbach / Wachbach in Ilshofen besonders gefordert

Mehr Spitzenspiel geht gar nicht

Tabellenführer Sindringen-Ernsbach (34 Punkte) erledigte seine Heimaufgabe gegen Markelsheim/Elpersheim (10) souverän und führt die Liga mit sechs Punkten Vorsprung an. Der Zweite Michelfeld (28) tat sich in Dünsbach doch recht schwer, gewann am Ende aber knapp mit 2:1. Bereits heute Abend (19.30 Uhr) kommt es nun zum Treffen dieser beiden Topteams, Michelfeld hat den Meisterschaftsfavoriten Sindringen-Ernsbach zu Gast. Nach dem Derbysieg in Bühlerzell (14) muss sich der Dritte Obersontheim (25) gegen Mainhardt (20) mit dem besten Aufsteiger und Tabellensechsten auseinandersetzen. Wachbach (23) steht in Ilshofen vor der Aufgabe, sich gegen eine in den letzten Partien mit Oberliga-Spielern verstärkte Truppe durchsetzen zu müssen. Für Markelsheim/Elpersheim (10) steht in Untermünkheim (10) ein „Sechs-Punkte-Spiel“ auf dem Programm. Ein weiteres Kellerduell bestreitet Mulfingen (13) zuhause gegen Hessental (9).

TSV Michelfeld – SG Sindringen/Ernsbach: Der Zweite gegen den Ersten – mehr Spitzenspiel geht nicht. In der letzten Saison konnte sich Michelfeld nur über die Relegation gegen Westheim den Klassenerhalt sichern. Mit der Rückkehr von Ex-Oberligaspieler Nico Nierichclo und Matthias Haag als Spielertrainer-Duo sowie vielen Zugängen aus der eigenen Jugend ging es in der Saison 2018/19 stetig in der Tabelle nach oben. Lediglich zuhause gegen Niedernhall/Weißbach und auswärts in Wachbach verlor Michelfeld bisher. Die Bilanz gegen den souveränen Tabellenführer spricht allerdings klar gegen Michelfeld: achtmal stand man sich bisher gegenüber, noch nie konnte Michelfeld gewinnen. Diese Negativserie zu knacken und bis auf drei Punkte an die SG herzukommen, sind eine große Motivation für die Heimelf.

TuRa Untermünkheim – SGM Markelsheim/Elpersheim: Die Überraschung ist ausgeblieben. Der Plan der SGM Markelsheim/Elpersheim möglichst lange die null zu halten war in Sindringen schon nach drei Minuten über den Haufen geworfen worden, spätestens aber mit dem zweiten Gegentor unmittelbar vor der Pause. „Unsere klarste Chance haben wir zum Ausgleich nicht genutzt“, sagt Trainer Marco Reuss. „Und nach der Halbzeit mussten wir mehr Risiko gehen, was gnadenlos bestraft wurde. Sindringen war spätestens nach der Halbzeit eine Klasse besser als wir, und wir haben als Mannschaft dann ganz schlecht verteidigt.“ Beim Drittletzten Untermünkheim steht die SGM nun vor einem „Sechs-Punkte-Spiel“. „Hier brauchen wir eine andere Körpersprache. Ich will eine Mannschaft auf dem Platz sehen, die unbedingt gewinnen will“, fordert Reuss von seinen Jungs. „Dazu muss die Mannschaft zielstrebiger auftreten und ihre Chancen besser nutzen. Für beide ist es ein richtungsweisendes Spiel.“ Untermünkheim spielte zuletzt beim bis dato punklosen TSV Braunsbach nur unentschieden.

TSV Braunsbach – VfR Altenmünster: Der erste Punktgewinn gibt dem Schlusslicht sicher etwas Auftrieb, und vielleicht kann man gegen Altenmünster (18) gleich nachlegen. Die Gäste unterlagen gegen Ilshofen glatt mit 0:4 und treten meist hopp oder topp auf. Sechs Siegen stehen sechs Niederlagen gegenüber. Altenmünster hat als einziges Team der Bezirksliga in dieser Saison noch nie unentschieden gespielt.

TSV Ilshofen II – SV Wachbach: Mit einem verdienten 2:0-Heimsieg konnte sich Wachbach gegen Neuenstein durchsetzen und bleibt im Kampf um Platz zwei dabei. „ Die Mannschaft ist trotz der aufgeheizten Stimmung cool geblieben und hat insbesondere in der ersten Halbzeit gut gespielt“, so Trainer Arben Kaludra in seinem Statement. „Jetzt treffen wir auf Ilshofen II, das durch den Einsatz von Spielern aus dem Oberligakader die letzten Begegnungen deutlich gewonnen hat, nachdem sie zuvor kaum punkten konnten. Ich kann verstehen, dass man Spielern in der Zweiten Spielpraxis geben möchte und die Zweite verstärkt. Je nach Kadersituation tun wir das auch. Natürlich verzerrt es aber ein Stück weit den Wettbewerb, wenn man das erst ab Mitte der Vorrunde tut. Ich denke, unsere Spieler messen sich gern mit höherklassigen Gegenspielern, und wir haben genug eigene Qualität, um auch in Ilshofen zu gewinnen. Deswegen schauen wir auf uns und wollen eine gute Leistung abrufen. Gelingt dies, stehen unsere Karten nicht schlecht.“ Ilshofen gewann zuletzt dreimal in Serie und ist seit vier Spielen ungeschlagen. Es wird sicher nicht ganz einfach für Wachbach.

TSV Neuenstein – Spfr. Bühlerzell: Beide Teams liegen in der Tabelle nur durch einen Punkt getrennt auf den Plätzen neun und zehn. Neuenstein kassierte in Wachbach die zweite Auswärtsniederlage der Saison. Zuhause hat Neuenstein etwas Probleme das Spiel zu gestalten – nur ein Heimsieg gelang bisher. Bühlerzell muss sich von der Derby-Niederlage gegen Obersontheim erholen und hat seinerseits auswärts auch erst ein Spiel gewonnen. Der Sieger dieser Partie kann sich ins Mittelfeld schieben.

TSV Obersontheim – VfL Mainhardt: Es läuft nun auch auswärts für Obersontheim. Der Derbysieg in Bühlerzell war der dritte Dreier auswärts in Folge, damit bleibt die Nagumanov-Elf in Reichweite von Michelfeld. Gelingt nun ein Sieg gegen Mainhardt und verliert gleichzeitig Michelfeld das Topspiel gegen den Spitzenreiter, würde Obersontheim auf Platz zwei springen. Doch gegen den starken Aufsteiger muss Obersontheim eine Schippe drauflegen. Die Gäste kämpfen um den Anschluss zur Spitzengruppe.

SV Mulfingen – TSV Hessental: Zweimal geführt, am Ende doch verloren. In Mainhardt ging der SV Mulfingen in der Schlussphase unter. Es war die fünfte Saisonniederlage, Mulfingen steht mit 13 Punkten in der Abstiegszone. Im Kellerduell gegen Hessental ist daher zwingend ein Sieg nötig, um wieder den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen. Zum Glück für Mulfingen sind die Punkteabstände noch gering, ein Dreier und man klettert gleich einige Plätze in der Tabelle nach oben. Doch zuhause hat Mulfingen bisher noch kein Spiel gewonnen.

SGM Niedernhall/Weißbach – TSV Dünsbach: Die SGM kam in Hessental nur zu einer Punkteteilung und hatte Glück, kurz vor dem Ende noch einen Zwei-Tore-Rückstand wettmachen zu können. Dünsbach verlor zuhause gegen Michelfeld im Derby und musste den Kontakt zur Spitzengruppe abreißen lassen. Beide konnten aus ihren letzten vier beziehungsweise fünf Begegnungen nur einmal gewinnen. Es geht nun darum, mit einem Sieg vorn dran zu bleiben.