Fußball

Fußball Jahreshauptversammlung des Kreisjugendausschusses in Külsheim / Selbst bei den jüngsten Kickern nimmt die Zahl der Teams ab

Nachwuchssorgen werden immer größer

Während der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erst vor wenigen Tagen eine weitere Steigerung seiner Mitgliederzahlen auf mehr als sieben Millionen bekannt gab (wir berichteten) und in der vergangenen Spielzeit 2016/17 auch im Vergleich zur Vorsaison ein Plus von mehr als 12 000 Spielern unter 18 Jahren verzeichnete, plagen die Vereine im Fußballkreis Tauberbischofsheim zunehmend Nachwuchssorgen. So das kurze Fazit des Informationsaustausches zwischen den Vereinsjugendleitern und dem Kreisjugendausschuss (KJA) anlässlich der Jahresversammlung in Külsheim.

Ehrung der Meister

Mit einem kurzen Rückblick auf die vergangene Saison verbanden Kreisjugendleiter Hubert Dick sowie sein Stellvertreter Hans Kastner die Ehrung der auf Kreisebene erfolgreichen Nachwuchsteams und überreichten den Spielführern oder deren Vertretern die Siegerurkunde.

Den Kreismeistertitel errangen bei den B-Junioren die Dorfkickers Mainschleife, bei den C-Junioren der SV Königshofen und bei den D-Junioren der TSV Tauberbischofsheim. Daneben durften sich die C-Junioren des FC Eichel über die errungene Staffelmeisterschaft freuen, ebenso die D-Junioren des TSV Assamstadt (Südstaffel) und der Spielgemeinschaft Brehmbachtal. Auch das 7er-Team der SG Külsheim/Uissigheim kam in der Kleinfeldrunde zu Meisterehren.

Zusammenfassend wurde eine erfolgreiche und reibungslose Saison bilanziert und der Saisonverlauf sehr positiv bewertet. Ein besonderes Lob galt allen im Juniorenfußball aktiven Trainern und Betreuern sowie den Nachwuchskickern für ihr faires und sportliches Verhalten. Gleiches galt den Schiedsrichtern, die eine entscheidende Rolle dazu beitrugen, dass die meisten Partien so fair verlaufen sind.

Nachdem in den vergangenen Jahren auch im Nachwuchsfußball die Organisation und Abwicklung des Spielbetriebes zunehmend über die vom DFB bereitgestellte IT-Plattform DFBnet erfolgt, erläuterte Dick anschließend ausführlich den Einsatz der Module Mannschaftsmeldungen, Spielberechtigungsliste, Spielerpass-Online sowie Spielverlegung-Online.

Die danach folgende Vorschau auf die anstehende Saison 2017/18 und der damit verbundene Blick auf die Mannschaftsmeldungen machte dann deutlich, mit welchen Problemen die Vereine im Kreis zu kämpfen haben. Die Zahl der aktiven Nachwuchskicker nimmt, offenbar im Gegensatz zum bundesweiten Trend, von Saison zu Saison nachweislich ab, und so können die Vereine, besonders in den älteren Altersklassen (A-, B- und C-Junioren), nur noch über Kooperationen (SG und Gastspieler) wettbewerbsfähige Teams bilden.

Auch die Möglichkeiten des flexiblen Spielbetriebes (9er oder 7er-Teams) sind nur begrenzt hilfreich. Als deutliches Alarmzeichen wertete dabei Hans Kastner die Tatsache, dass auch bei den jüngsten Kickern, den F-Junioren, ein Rückgang der Teams um knapp ein Viertel zu beklagen sei.

Erheblicher Aufwand

Damit verbunden ist für die Vereine ein erheblicher organisatorischer, logistischer und finanzieller (Fahrkosten-)Aufwand, der für die kleineren Vereine kaum mehr tragbar erscheint. Auch wird es deshalb zunehmend schwieriger, geeignete Trainer und Betreuer zu finden, die bereit sind, ohne finanzielle Entschädigung die Basisarbeit mit den Kindern und Jugendlichen zu leisten. Ungeachtet dieser unerfreulichen Entwicklung sind, so Dick, die Planungen des KJA für die neue Saison (auch für die Hallensaison) bereits angelaufen, und die Termine für die Staffelbesprechungen werden (soweit noch nicht bekannt) in den nächsten Tagen mitgeteilt und die vorläufigen Terminpläne veröffentlicht.

Mit einem Hinweis auf die kürzlich beschlossenen Änderungen der Jugendordnung, dem geplanten Führungsspielertreff für B-Junioren-Spieler sowie den Überlegungen zur Einführung von dezentralen "Jugendleiter-Stammtischen" endete die Versammlung. kja